Die Gemeinde St. Martin am Silberberg war eine Gemeinde im Kärntner Bezirk St. Veit an der Glan, die von 1850 bis 1865 sowie neuerlich ab 1922 bestand. Im Zuge der Gemeindestrukturreform 1973 wurde die Gemeinde endgültig aufgelöst und an die Gemeinde Hüttenberg angeschlossen.
Geografie Lage Die Gemeinde lag im Nordosten des Bezirks St. Veit an der Glan, im Norden der heutigen Gemeinde Hüttenberg. Ihre Fläche betrug etwa 18,4 km².
Gliederung Die Gemeinde umfasste lediglich die Katastralgemeinde St. Martin am Silberberg mit der Ortschaft St. Martin am Silberberg.
Geschichte 1850 bis 1865 Im Zuge der Verwaltungsreformen nach der Revolution 1848/49 wurde 1850 aus der Steuergemeinde St. Martin, die zuvor den Steuerbezirk Silberberg gebildet hatte, die Gemeinde St. Martin am Silberberg errichtet. Die Gemeinde gehörte ab 1850 zum politischen Bezirk St. Veit an der Glan und zum Gerichtsbezirk Althofen. Ab 1854 gehörte sie zum Gemischten Bezirk Althofen, bis sie 1865 aufgelöst und an die Gemeinde Hüttenberg angeschlossen wurde.
1922 bis 1973 1922 wurde die Gemeinde St. Martin am Silberberg neu gegründet, nun als Teil des Gerichtsbezirks Eberstein, in dem sie bis zu ihrer Auflösung verblieb. 1973 wurden die gesamte Gemeinde mit damals 180 Einwohnern an die Gemeinde Hüttenberg angeschlossen.Die Neuordnung der Gemeindestruktur in Kärnten im Jahre 1972. Klagenfurt. S. 94.
Persönlichkeiten Kilian Schauß (1909–1942), Bäcker und Holzarbeiter, Widerstandskämpfer, ermordet im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee
Bevölkerungsentwicklung Für die Gemeinde wurden zur Zeit ihres Bestehens folgende Einwohnerzahlen angegeben:
1850 bis 1865 1849: 287 EinwohnerLandes-Regierungsblatt für das Kronland Herzogthum Kärnten. Jahrgang 1854, 2. Abteilung, IV. Stück. Klagenfurt 1854. S. 26. 1865: 308 Einwohner
1922 bis 1973 1923: 275 Einwohner, 55 HäuserBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 12. 1934: 287 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 12. 1961: 237 Einwohner, 51 HäuserÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 253. 1971: 180 Einwohner
Zum Vergleich: 2021 lebten nur mehr 70 Personen auf dem ehemaligen Gemeindegebiet.
Einzelnachweise
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