Das Kupferinstitut ist ein technisch-wissenschaftlicher Berufsverband der kupferverarbeitenden Industrie, der sich der Absatzförderung kupferhaltiger Produkte verschrieben hat.
Geschichte Das Deutsche Kupferinstitut wurde am 2. Februar 1927 in Berlin gegründet. Sein erster 1. Vorsitzender war der jüdische Fabrikant Siegfried Hirsch (1881–1953), der nach der Machtergreifung 1933 durch die Nationalsozialisten seinen Posten räumen musste. Die Gründung wurde durch eine finanzielle Unterstützung der Copper and Brass Association ermöglicht.
Tätigkeiten Das Kupferinstitut bietet Leistungen an, die sich von der klassischen Telefonberatung über die chemische Analyse von Kupferprodukten, die Schulung, die Forschung bis zur Stoffpolitik erstrecken.
Beratung Bei der Vielzahl an Anwendungen des Kupfers treten immer wieder Fragen zum Einsatz und Grenzen von Produkten auf, die entweder unentgeltlich am Telefon und bei weiterführenden Fragen auch schriftlich gegen Entgelt beantwortet werden.
Laborleistungen Untersuchungen zur Zusammensetzung von Kupfer und Kupferlegierungen. Die Analyse zur Multielementbestimmung erfolgt mittels optischer Emissions-Spektrometrie per Funkenspektrometer zur Simultanuntersuchung aller Begleitstoffe im Kupfer. Die Struktur von Materialien und Bauteilen wird mittels Auflicht-Mikroskopie mit bis zu einer tausendfachen Vergrößerung bzw. Computertomographie, bei der Materialfehler ab 100 μm dargestellt werden können, durchgeführt. Noch genauere Untersuchungen erlaubt die Rasterelektronenmikroskopie.
Untersuchung der mechanische Eigenschaften von kupferhaltigen Produkten hinsichtlich Festigkeit, Härte und Dauerschwingfestigkeit. Analyse der thermophysikalischen Eigenschaften hinsichtlich der Wärme- und Temperaturleitfähigkeit bis zu 500 °C. Beurteilung des Korrosionsverhaltens.
Kupfer-Akademie Das Kupferinstitut bietet Schulungen vom Grundlagenseminar bis zu Aufbauseminaren an. Daneben werden Tagungen und Workshops zu werkstoffwissenschaftlichen und anwendungsbezogenen Inhalten veranstaltet.
Forschung Das Kupferinstitut versteht sich als Plattform, um die verschiedenen Forschungseinrichtungen mit der Industrie zu vernetzen.
Stoffpolitik Im Rahmen von gesetzgeberischen Vorhaben berät das Kupferinstitut die Politik und Ministerien auf Bundes- und Europaebene.
Institutsleitung Vorsitzender (Quelle: ) 1927–1933: S. Hirsch 1933–1945: H. Brucklacher 1945–1950: F. Warlimot 1951–1954: E. Schreiber 1955–1958: W. Koch
Vorstand (Quelle: ) 1958–1967: W. Pagel 1968–1975: W. Eychmüller
Vorsitzender (Quelle: ) 1976–1982: A. Hoyer 1982–1992: F. Schabel 1992–1995: N. Brodersen 1995–2001: P. Zabel 2001– : J. Hanisch –2018: Heiner Otten 2015–2018: Werner T. Traa 2018–2020: Jens Jacobsen seit 2020: Andreas Flint
Weblinks Deutsches Kupferinstitut
Einzelnachweise
Kategorie:Berufsverband (Deutschland) Kategorie:Verein (Düsseldorf) Kategorie:Verbandsgründung 1927