Wassili Wassiljewitsch Kljukin (* 3. März 1976 in Moskau, UdSSR) ist ein russischer Bildhauer, Architekt und ehemaliger Geschäftsmann im Finanz- und Entwicklungssektor.

Leben Kljukins Vater ist Wassili Iwanowitsch Kljukin, Schriftsteller, Historiker und Doktor der Geschichtswissenschaften. Seine Mutter ist Jelena Isakowna Kljukin, Redakteurin. Kljukin lebt in Monaco.

Tätigkeiten als Unternehmer Kljukin absolvierte die Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation und begann seine Bankkarriere, der er viele weitere Jahre widmete. 2001 wurde er Mitbegründer einer kleinen Bank, die später in Sovcombank umbenannt wurde und zu einer der 100 besten Banken Russlands wurde. Ab 2009 war Wassili Kljukin in der Immobilienentwicklung tätig, insbesondere in den Bereichen Sanierung und Neubau. Im Jahr 2011 gab er die unternehmerische Tätigkeit vollständig auf, entledigte sich seines Vermögens und beschloss, sein Leben der Kunst zu widmen.

Wohltätigkeit Kljukin engagiert sich seit langem in der Philanthropie und unterstützt zahlreiche Organisationen. Seine Skulpturen werden auf Wohltätigkeitsauktionen der wichtigsten Stiftungen verkauft, darunter UNICEF, WWF, Naked Heart, amfAR, Leonardo DiCaprio Foundation, Prince Albert II Foundation, Andrea Bocelli Foundation.

Kunstkarriere (Skulpturen) Kljukin ist besonders in der Architektur sowie der abstrakten kinetischen Kunst tätig. In seiner typischen Technik werden die Skulpturplatten weder mit Befestigungselementen noch durch Schweißen zu einem dreidimensionalen Werk zusammengebaut. Diese Technik macht den zugrundeliegenden Leitgedanken für die Skulpturen der Serie „In Dante Veritas“ aus, die 2018 im Innenhof der Michaelsburg im Rahmen der Ausstellung des Staatlichen Russischen Museums präsentiert wurde.

Kljukin entwarf die Goldene Madonnenstatuette für die Mailänder Designwoche 2017, und 2021 entwarf er den Preis für die russische Ausgabe des Magazins PEOPLETALK.

Kunstgeschichtliche Schriften über Kljukins Werk werden von internationalen Verlagen wie Skira Editore (Mailand), Palace Editions (Sankt Petersburg), dem Staatlichen Russischen Museum (Sankt Petersburg) und dem Verlag für moderne Kunst (Wien) herausgebracht.

Ausstellungen mini|Skulpturenensemble von Wassili Kljukin in Luzern, Schweiz 2018: „La Collection Air“, Luzern, Schweiz 2018: „The pulsating heart (Heart of hope)“, Burning Man, USA 2019: „Why People Can’t Fly“, Biennale Venedig, Italien 2019: „Why People Can’t Fly“, Burning Man, USA 2019: „Why People Can’t Fly“, Polytechnisches Museum, Moskau, Russland 2019: „Authentische menschliche Körper. Leonardo da Vinci“, Palazzo Zaguri, Venedig, Italien 2019: „Anna Akhmatova. Poesie und Leben“, Zweigstelle des Staatlichen Russischen Museums, Malaga, Spanien 2019: „Karl Marx Forever“, Staatliches Russisches Museum, Sankt Petersburg, Russland 2020: „The Mind Port“, Simon Lee Gallery, London, England 2020: „Art Panorama Inferno“, Luzern, Schweiz 2021: „Maske des Dante“, Luzern und Zug, Schweiz„In Dante Veritas“, Staatliches Russisches Museum, Sankt Petersburg, Russland, 2018 2021: „413“, Moskau, Wien, Malaga, Monaco 2021: „Big Bang“ und „Gluttony“, Osthaus Museum Hagen, Deutschland 2021: „In Dante Veritas: 4 Sins“, Bad Breisig, Deutschland 2021: „Civilization. The Island of the Day Before“, Kunstforum, Wien, Österreich

Öffentliche Kunst

Dauerhafte Standorte mini|„In Dante Veritas: 4 Sins“ von Wassili Kljukin in Bad Breisig, Deutschland

Crime and Punishment, Dostojewski-Universität Omsk, Omsk, Russland, seit 2017

Angel of Lucerne, Luzern, Schweiz, seit 2018

Heart of Hope, Luzern, Schweiz, seit 2018

Exdominator, Saint-Riquier-les-Plains, Monaco, seit 2019

Newborn Mind, Moskau, Russland, seit 2020

In Dante Veritas: 4 Sins, Bad Breisig, Deutschland, seit 2021

Gluttony, Seewerk Museum, Moers, Deutschland, seit 2023

Why People Can’t Fly, Skulpturenpark Gernot Huber, Teneriffa, Spanien, seit 2024 mini|„Why People Can’t Fly“ von Wassili Kljukin im Skulpturenpark Gernot Huber, Teneriffa

Temptation, Skulpturenpark Gernot Huber, Hamburg, Deutschland, seit 2025

Why People Can’t Fly, Cannes, Frankreich, seit 2025

Why People Can’t Fly, Moskau, Russland, seit 2025

Temporäre Standorte

Die großformatigen öffentlichen Skulpturen von Wassili Kljukin wurden seit 2019 in zahlreichen internationalen urbanen und kulturellen Kontexten gezeigt und verdeutlichen die internationale Rezeption seines Werks. Seine monumentalen Skulpturen der Serie Why People Can’t Fly – mit Höhen von 3, 6 und 10 Metern – wurden in öffentlichen Räumen in Italien, Spanien, den Niederlanden, Monaco, den Vereinigten Staaten, Russland und Katar präsentiert, unter anderem im Rahmen bedeutender Veranstaltungen wie der Biennale von Venedig und des Burning-Man-Festivals.

Eine weitere monumentale Skulptur Kljukins ist 413 aus seiner Crypto-Serie. Das 4,5 Meter hohe Messingkunstwerk existiert in zwei Editionen. Eine Version wurde erstmals in Moskau ausgestellt und anschließend von September 2022 bis Dezember 2024 auf dem Platz vor dem Osthaus Museum Hagen in Deutschland gezeigt, bevor sie später in Kasan präsentiert wurde. Die zweite Edition wurde erstmals in Wien vor dem Kunstforum Bank Austria im Rahmen von Kljukins Einzelausstellung Civilization. The Island on the Day Before installiert. Anschließend wurde 413 nach Málaga in Spanien verlegt, wo die Skulptur bis heute im öffentlichen Raum neben der Außenstelle des Staatlichen Russischen Museums zu sehen ist.

Eine weitere großformatige Arbeit, Mask of Dante, erschien im öffentlichen Raum in Italien, Frankreich, Monaco, der Schweiz (unter anderem in Zug und Luzern) sowie in Russland, häufig im Zusammenhang mit kulturellen Jubiläen und Ausstellungen zu Dante Alighieri.

In Luzern, Schweiz, wurde eine Gruppe von Kljukins Skulpturen, die thematisch auf Dantes Inferno Bezug nehmen, an einem landschaftlich exponierten Ort in der Nähe des Château Gütsch ausgestellt. Zuvor war das Ensemble im Innenhof des Staatlichen Russischen Museums in Sankt Petersburg zu sehen und wurde später im Rahmen der Biennale von Venedig präsentiert.

Bibliographie Designing Legends (2014). Mailand: Skira Editore. 288 S. ISBN 978-88-572-2038-3. Visionäre Architektur- und Designprojekte von Vasily Klyukin.

Klyukin, Vasily (2016). Collective Mind. Herausgegeben von Vasily Klyukin. 360 S. ISBN 978-09-973-5172-9. Ein dystopischer Science-Fiction-Roman über eine von künstlicher Intelligenz gesteuerte Gesellschaft, die von einem Mann herausgefordert wird, der sich gegen ein System auflehnt, das individuelle Kreativität zugunsten technologischer Kontrolle opfert.

Live Sculptures (2019). Mailand: Skira Editore. 224 S. ISBN 978-88-572-4004-6. Das Buch präsentiert außergewöhnliche dreidimensionale „lebende Skulpturen“ von Vasily Klyukin.

In Dante Veritas. Sins Artguide (2021). E-Book. Ein multimediales Onlinebuch als imaginäre Reise durch das Inferno, begleitet von den größten Künstlern der Geschichte.

In Dante Veritas (2021). Sankt Petersburg: Palace Editions. 198 S. ISBN 978-3-906917-08-5. Das Buch basiert auf Klyukins gleichnamiger Ausstellung im Arsenale Nord während der Biennale von Venedig 2019 und erschien 2021 anlässlich des 700. Todestages des Dichters Dante Alighieri.

Civilization. The Island of the Day Before (2021). Wien: VfmK Verlag für moderne Kunst GmbH. 200 S. ISBN 978-3-903572-22-5. Katalog zur gleichnamigen Einzelausstellung von Vasily Klyukin im Bank Austria Kunstforum Wien (5.–30. August 2021).

Vasily Klyukin: Mind Space (2022). Hagen: Neuer Folkwang Verlag im Osthaus Museum Hagen. 256 S. ISBN 978-3-926242-99-0. Der Katalog dokumentiert die gleichnamige Ausstellung von Vasily Klyukin im Osthaus Museum Hagen, dem ersten Museum für zeitgenössische Kunst.

Weblinks

Einzelnachweise

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