Die Gemeinde St. Johann am Pressen war eine Gemeinde im Kärntner Bezirk St. Veit an der Glan, die von 1850 bis 1973 bestand. Im Zuge der Gemeindestrukturreform 1973 wurde die Gemeinde aufgelöst und an die Gemeinde Hüttenberg angeschlossen.
Geografie Lage Die Gemeinde lag im Nordosten des Bezirks St. Veit an der Glan und reichte vom Zentrum bis an den nordöstlichen Rand der heutigen Gemeinde Hüttenberg. Ihre Fläche betrug etwa 44,6 km². Sie umfasste einen Großteil des Einzugsgebiets des Mosinzbachs.
Gliederung Katastralgemeinden Die Gemeinde bestand aus den Katastralgemeinden St. Johann am Pressen und Zosen.
Ortschaften Zeit ihres Bestehens wurden in der Gemeinde folgende Ortschaften geführt: Sankt Johann am Pressen Zosen
Geschichte Im Zuge der Verwaltungsreformen nach der Revolution 1848/49 wurde 1850 aus den Steuer- bzw. Katastralgemeinden St. Johann am Pressen und Zosen, die zuvor zum Steuerbezirk Althofen (Herrschaft und Landgericht) gehört hatten, die Gemeinde St. Johann am Pressen errichtet. Die Gemeinde gehörte ab 1850 zum politischen Bezirk St. Veit an der Glan und zum Gerichtsbezirk Althofen. 1854 bis 1868 gehörte sie zum Gemischten Bezirk Althofen. Durch die Reformen 1868 wurde sie wieder Teil des politischen Bezirks St. Veit an der Glan und des Gerichtsbezirks Althofen. 1872 kam sie an den Gerichtsbezirk Eberstein, in dem sie bis zu ihrer Auflösung verblieb.
1973 wurden die gesamte Gemeinde mit 4460 ha Fläche und 539 Einwohnern an die Gemeinde Hüttenberg angeschlossen.Die Neuordnung der Gemeindestruktur in Kärnten im Jahre 1972. Klagenfurt. S. 94.
Bürgermeister
Als Bürgermeister der Gemeinde Lölling werden unter anderem genannt: Anton Moser, Kassier der Hüttenverwaltung Heft (1897 – 1920), Engelbert Sonnberger vulgo Urbalebauer (ab 1920), Ing. Ludwig Würtz (um 1928 – 1932), Christian Kraxner vulgo Schreitl (um 1936).
Bevölkerung Für die Gemeinde wurden zur Zeit ihres Bestehens folgende Einwohnerzahlen angegeben: 1849: 834 EinwohnerLandes-Regierungsblatt für das Kronland Herzogthum Kärnten. Jahrgang 1854, 2. Abteilung, IV. Stück. Klagenfurt 1854. S. 26. 1869: 1126 Einwohner, 140 HäuserK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 60. 1880: 1087 Einwohner, 114 HäuserK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 49. 1890: 1181 Einwohner, 117 HäuserK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 50. 1900: 1129 Einwohner, 143 HäuserK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 66. 1910: 888 Einwohner, 139 HäuserStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 33. 1923: 833 Einwohner, 133 HäuserBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 12. 1934: 794 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 12. 1961: 686 Einwohner, 114 HäuserÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 253. 1971: 539 Einwohner
Zum Vergleich: 2011 lebten nur mehr 195 Personen auf dem ehemaligen Gemeindegebiet.Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 42.
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemalige Gemeinde in Kärnten Kategorie:Gemeindegründung 1850 Kategorie:Gemeindeauflösung 1973 Kategorie:Hüttenberg (Kärnten)