Die Liste der Stolpersteine in Lichtenau (Westfalen) enthält die Stolpersteine, die in der nordrhein-westfälischen Stadt Lichtenau verlegt worden sind. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig konzipiert und verlegt. Sie liegen im Regelfall vor dem letzten selbstgewählten Wohnsitz des Opfers.

Verlegte Stolpersteine In Lichtenau wurden bisher zwölf Stolpersteine an fünf Adressen verlegt.

Husen

Stolperstein Inschrift Verlegort Name, Leben 120px|Stolperstein für Berta Blumenfeld HIER WOHNTEBERTA BLUMENFELDGEB. REINHOLDJG. 1886DEPORTIERT 1941GHETTO RIGAERMORDET Dalheimer Straße 4 120px|Stolperstein für Ella Daniela Reinhold HIER WOHNTEELLA DANIELA REINHOLDGEB. BLUMENFELDJG. 1890DEPORTIERT 1941GHETTO RIGAERMORDET 120px|Stolperstein für Norbert Reinhold HIER WOHNTENORBERT REINHOLDJG. 1922DEPORTIERT 1941GHETTO RIGA1944 KZ STUTTHOFERMORDET 120px|Stolperstein für Siegmund Reinhold HIER WOHNTESIEGMUND REINHOLDJG. 1895DEPORTIERT 1941GHETTO RIGA1944 KZ STUTTHOFERMORDET

Lichtenau

Stolperstein Inschrift Verlegort Name, Leben 120px|der Stolperstein für Hilda Archenhold HIER WOHNTEHILDA ARCHENHOLDGEB. BEISSINGERJG. 1886DEPORTIERT 1942ERMORDET INAUSCHWITZ Lange Straße 58 , geborene Beissinger, wurde am 18. November 1886 in Bruchsal geboren. Sie wurde am 8. Juli 1942 von Lichtenau nach Bielefeld gebracht und von dort am 11. Juli 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Hilda Archenhold hat die Shoah nicht überlebt, sie wurde in den 1950er Jahren für tot erklärt.Ravensberger Blätter, Heft 1, S. 18 120px|der Stolperstein für Jacob Back HIER WOHNTEJAKOB BACKJG. 1875'SCHUTZHAFT' 1938BUCHENWALDDEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET INTREBLINKA Lange Straße 55 120px|der Stolperstein für Selma Bernhard HIER WOHNTESELMA BERNHARDJG. 1914DEPORTIERT 1941RIGAERMORDET Lange Straße 55 120px|der Stolperstein für Frieda Buchdahl HIER WOHNTEFRIEDA BUCHDAHLJG. 1882DEPORTIERT 1942ERMORDET INAUSCHWITZ Lange Straße 64 120px|der Stolperstein für Johanna Buchdahl HIER WOHNTEJOHANNA BUCHDAHLJG. 1888DEPORTIERT 1942ERMORDET INAUSCHWITZ Lange Straße 64 120px|der Stolperstein für Selma Buchdahl HIER WOHNTESELMA BUCHDAHLJG. 1893DEPORTIERT 1942ERMORDET INAUSCHWITZ Lange Straße 64 120px|der Stolperstein für Lieselotte Schellenberg HIER WOHNTELIESELOTTESCHNELLENBERGJG. 1919DEPORTIERT 1941RIGAERMORDET Lange Straße 43 wurde am 30. Juli 1919 in Lichtenau geboren. Ihre Eltern waren der Kaufmann Siegmund Schnellenberg und dessen Frau Wilhelmine, geborene Eichengrün. Sie hatte zwei Brüder. Schnellenbergs Vater starb 1924 an den Folgen einer Kriegsverwundung. Sie wurde am 13. Dezember 1941 zusammen mit ihrer Mutter von Münster aus in das Ghetto Riga deportiert. Lieselotte Schnellenberg und ihre Mutter haben die Shoah nicht überlebt.Westfalen-Blatt: »Denkanstöße für den Alltag«, abgerufen am 28. September 2021

Ihre zwei Brüder konnten rechtzeitig nach Shanghai auswandern und überlebten. 120px|der Stolperstein für Wilhelmine Schellenberg HIER WOHNTEWILHELMINESCHNELLENBERGGEB. EICHENGRÜNJG. 1886DEPORTIERT 1941RIGAERMORDET Lange Straße 43 , geborene Eichengrün, wurde am 29. April 1886 in Beringhausen geboren. Sie war verheiratet mit dem Kaufmann Siegmund Schnellenberg. Dieser starb 1924 an den Spätfolgen einer Kriegsverletzung. Die Witwe führte das Geschäft fort. Im Jahr 1938 kaufte Willy Hillebrand das Wohn- und Geschäftshaus, die Familie Hillebrand besitzt dieses noch heute. Wilhelmine Schnellenberg wurde am 13. Dezember 1941 zusammen mit ihrer Tochter von Münster aus in das Ghetto Riga deportiert. Sie und ihre Tochter haben die Shoah nicht überlebt. Ihre zwei Söhne konnten rechtzeitig nach Shanghai emigrieren und überlebten.

Verlegung Die Verlegung der ersten zwei Stolpersteine erfolgte am 22. Mai 2018 durch den Künstler Gunter Demnig persönlich. Für sechs weitere Stolpersteine markierte Demnig die Verlegestellen, die Stolpersteine wurden anschließend durch das Bauamt verlegt.Neue Westfälische: Stolpersteine erinnern in Lichtenau an NS-Opfer, abgerufen am 28. September 2021 Die Stolpersteine in Husen wurden am 19. Oktober 2024 verlegt.

Weblinks

stolpersteine.eu – Projektseite des Künstlers Gunter Demnig

Einzelnachweise

! Lichtenau