Robin Mesarosch (* 1. April 1991 in HerrenbergSüdkurier Kandidatencheck: Robin Mesarosch will für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen in den Bundestag, 31. August 2021) ist ein deutscher Politiker der SPD. Er war von 2021 bis 2025 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Seit 2026 ist er gemeinsam mit Isabel Cademartori Vorsitzender der SPD Baden-Württemberg.
Leben Mesarosch wuchs in Langenenslingen auf. Nach seinem Abitur an der Liebfrauenschule Sigmaringen, wo er Schülersprecher war, studierte er Kommunikation an der Hochschule der Medien Stuttgart (2011–2013) und anschließend Rechtswissenschaft (2013–2015) sowie Philosophie und Geschichte (2017–2021) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach eigenen Angaben auf abgeordnetenwatch.de beendete er dieses Studium nach der Wahl zum Abgeordneten ohne Abschluss, nachdem er schon zuvor nur neben seiner beruflichen Tätigkeit studiert habe. Er war als selbständiger Kommunikationsberater tätig.
Mesarosch ist Mitglied bei ver.di, dem Förderverein für das Krankenhaus Bad Saulgau e. V., dem Förderverein der Liebfrauenschule Sigmaringen e. V. und dem Deutschen Alpenverein e. V.
Zwischen 2011 und 2013 trat er nach eigener Aussage bei über 200 Poetry-Slams in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf und moderierte auch einige.
Politische Karriere In die SPD trat Mesarosch mit 18 Jahren ein. Als seine Hauptmotivation nennt er den Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit. So schreibt er auf seiner Website:
Mesarosch arbeitete als Social-Media-Referent unter anderem für Martin Schulz, Andrea Nahles und Heiko Maas sowie für den SPD-Parteivorstand und die SPD-Bundestagsfraktion. Er war Leiter für den digitalen Wahlkampf bei der SPD Baden-Württemberg. Er war stellvertretender Kreisvorsitzender der Jusos Sigmaringen.
2021 bewarb er sich bei der Bundestagswahl um das Direktmandat im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen und stand auf der Landesliste auf Platz 16. Im Kampf um das Direktmandat unterlag er als Zweitplatzierter dem CDU-Kandidaten Thomas Bareiß, erreichte jedoch über den Listenplatz einen Sitz im Bundestag.
Mesarosch war ordentliches Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie, im Ausschuss für Digitales und im Unterausschuss Internationale Klima- und Energiepolitik. Er war stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss sowie stellvertretender Vorsitzender im 2. Untersuchungsausschuss der 20. Wahlperiode des Deutschen Bundestages.
Bei der Bundestagswahl 2025 trat Mesarosch erneut an, konnte sein Mandat auf Grund des schlechten Wahlergebnisses der SPD jedoch nicht verteidigen.
Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 und dem darauf angekündigten Rücktritt des SPD-Landesvorsitzenden Andreas Stoch kündigte er an, gemeinsam in einer Doppelspitze mit Isabel Cademartori für den Parteivorsitz der SPD Baden-Württemberg zu kandidieren. Mesarosch und Cademartori wurden schließlich bei einer Mitgliederbefragung mit 56,5 Prozent der Stimmen zu den Landesvorsitzenden gewählt. Die offizielle Wahl erfolgte beim Landesparteitag am 19. Juni 2026.
Auszeichnungen 2025: Progressive Voices Award in der Kategorie Politische Stimmen, verliehen durch die Initiative Brand New Bundestag
Weblinks Internetpräsenz von Robin Mesarosch
Einzelnachweise
Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Baden-Württemberg) Kategorie:Parteivorsitzender der SPD Baden-Württemberg Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1991 Kategorie:Mann