Boy Culture – Sex Pays. Love costs (Originaltitel: Boy Culture) ist ein US-amerikanischer Erotikfilm aus dem Jahr 2006 von Q. Allan Brocka. Gemeinsam mit Philip Pierce war er für das Drehbuch zuständig. Es handelt sich um die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Matthew Rettenmund.

Handlung X arbeitet als Callboy in Seattle. Über die Jahre hat er sich einen Ruf als Edel-Callboy gemacht. Durch seinen Beruf hat er sehr viel Geld, um sich einen exquisiten Lifestyle erlauben zu können. Er leidet etwas unter Größenwahn und hat niemals mehr als zwölf Kunden, die er stets seine Jünger nennt. Er wohnt in einer Loftwohnung, die er sich mit dem eben erst volljährig gewordenen Joey und Andrew teilt.

Joey, der leicht explosiv ist, versucht beinahe täglich X zu verführen. Dieser hat aber nur Augen für Andrew, der sich seinen Lebensunterhalt durch gelegentliche Prostitution verdient. Allerdings verbindet X Sex nur mit seiner Arbeit. Ein weiterer Mann in X Leben ist Gregory, ein äußerst zurückgezogen lebender Kunde. Er gilt als Gentleman und Connaisseur der alten Schule. Er erkennt in X sich selbst in jüngeren Jahren.

Anstelle seiner anderen Kunden, verzichtet Gregory anfänglich auf Sex und erzählt X seine Lebensgeschichten aus über 50 Jahren Lebenserfahrung. Dadurch entstehen in X nach einer Zeit Gefühle für den älteren Mann, und er kann nicht länger Privates und Beruf trennen.

Hintergrund Produktion Boy Culture – Sex Pays. Love costs basiert auf dem Roman Boy Culture von Matthew Rettenmund aus dem Jahr 1995. Im Gegensatz zur literarischen Vorlage ist der Handlungsort nicht Chicago, sondern Seattle. Auch weicht die Darstellung des Andrew zwischen Roman und Verfilmung in einigen Merkmalen, einschließlich seiner ethnischen Zugehörigkeit, voneinander ab.

2017 wurde eine Kickstarter-Kampagne gestartet, um Boy Culture: The Series, ein Sequel zum Film, realisieren zu können.Kickstarter: Boy Culture: The Series (indie) (gay) (lgbt) (comedy) Mitte 2021 wurde der Serienstart für Ende des Jahres angekündigt.

Veröffentlichung Der Film feierte seine Weltpremiere im Vereinigten Königreich am 1. April 2006 auf dem London Lesbian and Gay Film Festival. Die Uraufführung in den USA erfolgte am 26. April 2006 auf dem Tribeca Film Festival.

Am 12. April 2006 fand der Film seinen Weg in die deutschen Kinos. Am 29. August 2007 startete der Videoverleih für den Film in Deutschland.Boy Culture – Sex Pays. Love costs auf Filmreporter, abgerufen am 25. September 2021.

Rezeption

Maitland McDonagh von TV Guide schrieb: „Kluger als man denkt und nicht halb so dumm, wie es aussieht.“ Jeannette Catsoulis von der The New York Times schrieb: „Ein glattes und fesselndes Drama.“ Ronnie Scheib von Variety schrieb: „Eine starke Besetzung, ein formaler visueller Stil und ein zynischer Voice-Over, der die Action vorantreibt, helfen dabei, dieses in Seattle angesiedelte, schwule Toben aus den Reihen der Stereotypen herauszuheben.“

Auf Rotten Tomatoes hat der Film bei über 2.500 Bewertungen eine Wertung von guten 70 %. In der Internet Movie Database kann der Film bei über 5.600 Stimmenabgaben eine Wertung von 6,8 von insgesamt 10 Sternen vorweisen.IMDb: Ratings Boy Culture – Sex Pays. Love costs, abgerufen am 25. September 2021.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2006 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Erotikfilm Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Prostitution im Film Kategorie:Homosexualität im Film