Hilke Thür, geborene Hilke Raske, (* 14. Dezember 1941 in Frankfurt am Main)Axel Schniederjürgen (Red.): Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 2009. Band 4. 22. Ausgabe. Saur, München 2009, S. 4258; siehe auch Hilke Thür. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. De Gruyter, Berlin / Boston 2010. ist eine deutsch-österreichische Architektin, Bauforscherin und Klassische Archäologin.

Leben Hilke Thür besuchte ein neusprachliches Gymnasium in Hannover und studierte anschließend von 1961 bis 1967 Architektur an der Technischen Hochschule München und ab 1969 Klassische Archäologie an der Universität Wien, wo sie 1979 mit einer Arbeit zur Architektur des Tempelbezirks auf dem Pfaffenberg im Militärlager Carnuntum promoviert wurde. Sie wirkte bei archäologischen Feldforschungen auf dem Pfaffenberg bei Carnuntum mit und arbeitete in verschiedenen Architekturbüros. Ab 1988/89 hielt H. Thür am Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien Lehrveranstaltungen.Traute Wohlers-Scharf: Die Forschungsgeschichte von Ephesos. Entdeckungen, Grabungen und Persönlichkeiten. Lang, Frankfurt a. M. 1995, ISBN 3-631-30577-X, S. 184. 1991 wurde sie mit einer Arbeit zum Hadrianstor in Ephesos an der Universität Wien habilitiert. Von 1975 bis 2013 war sie Mitarbeiterin der Ausgrabung von Ephesos in der Türkei und leitete Projekte an der Kuretenstraße und zum Hanghaus 2. Von 1995 bis zu ihrer Pensionierung 2007 war sie am Institut für Kulturgeschichte der Antike an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Architektur des hellenistischen und römischen Ephesos. Seit 1988 führte sie baugeschichtliche Untersuchungen des Oktogons und des Heroons an der Kuretstraße in Ephesos durch. Dabei hat sie eine neue Hypothese zur Grablegung durch Arsinoe IV., der Schwester Kleopatras VII., sowie des Stadtgründers Androklos aufgestellt. Darüber hinaus war Thür maßgeblich an den Wiederaufbauarbeiten des Projekts Embolos beteiligt. Seit 1992 widmet sie sich auch der Untersuchung der Prozessionsstraße und der Damiansstoa.Traute Wohlers-Scharf: Die Forschungsgeschichte von Ephesos. Entdeckungen, Grabungen und Persönlichkeiten. Lang, Frankfurt a. M. 1995, ISBN 3-631-30577-X, S. 184.

Sie ist korrespondierendes Mitglied des Österreichischen Archäologischen Institutes und des Deutschen Archäologischen Institutes sowie Mitglied der Koldewey-Gesellschaft.

Sie war mit dem Rechtshistoriker Gerhard Thür verheiratet und hat drei Töchter.Peter Scherrer: Anstelle eines Vorwortes. Hilke Thür 80 – Blitzlichter aus Freundeskreis. In: Karin Koller, Ursula Quatember, Elisabeth Trinkl (Hrsg.): Stein auf Stein. Festschrift für Hilke Thür zum 80. Geburtstag (= Keryx. Bd. 9). Unipress Verlag, Graz 2021, ISBN 978-3-902666-82-6, S. 19.

Schriften (Auswahl)

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Herausgeberschaften

Literatur Traute Wohlers-Scharf: Die Forschungsgeschichte von Ephesos. Entdeckungen, Grabungen und Persönlichkeiten. Lang, Frankfurt a. M. 1995, 2. unveränderte Auflage 1996, ISBN 3-631-30577-X, S. 184. Karin Koller, Ursula Quatember, Elisabeth Trinkl (Hrsg.): Stein auf Stein. Festschrift für Hilke Thür zum 80. Geburtstag (= Keryx. Bd. 9). Unipress Verlag, Graz 2021, ISBN 978-3-902666-82-6 (Schriftenverzeichnis und Einleitung).

Weblinks Schriften von Hilke Thür bei Zenon und in der Datenbank der Österreichischen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Deutschland) Kategorie:Bauforscher Kategorie:Klassischer Archäologe Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien) Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:Mitglied des Österreichischen Archäologischen Instituts Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Frau