Die Liste der Stolpersteine in Lörrach enthält alle Stolpersteine und Stolperschwellen, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Lörrach verlegt wurden. Mit ihnen soll Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Lörrach lebten und wirkten. Ergänzend werden Hinweise auf Stolpersteine/-schwellen in den Artikel aufgenommen, die zwar an anderen Orten verlegt wurden, aber einen Bezug zu Lörrach haben. Außerdem wird auf andere Formen des Gedenkens hingewiesen.

Gedenken an die NS-Opfer in Lörrach Nach längerer Diskussion in der StadtHintergrund zum Projekt auf der Website der Stadt Lörrach.Willi Adam: In der Lörracher Arbeitsgruppe Erinnerungskultur gehen die Meinungen auseinander. In: Badische Zeitung vom 13. März 2019; abgerufen am 9. November 2022; Sabine Ehrentreich: Beim Podium zur Erinnerungskultur wurde in Lörrach kontrovers über Stolpersteine diskutiert. In: Badische Zeitung vom 4. April 2019; abgerufen am 9. November 2022 machte der Hauptausschuss des Gemeinderates der Stadt Lörrach im Juni 2020 mehrheitlich den Weg für das Projekt frei. Lörrach wurde die erste Gemeinde im Landkreis Lörrach, die sich für diese Art des Gedenkens entschied. Die ersten acht Steine wurden am 24. September 2020 verlegt, weitere sieben Stolpersteine wurden am 19. Oktober 2021 ebenfalls durch Gunter Demnig verlegt. Am 21. Oktober 2022 wurden dann 10 neue Stolpersteine durch Mitarbeiter des städtischen Werkhofs verlegt,Thomas Loisl Mink: Zehn neue Stolpersteine in Lörrach verlegt. Badische Zeitung vom 23. Oktober 2022; abgerufen am 4. November 2022 und am 6. Dezember 2023 weitere fünf.Thomas Loisl Mink: Lörrach setzt mit neuen Stolpersteinen Zeichen gegen das Vergessen. In: Badische Zeitung vom 6. Dezember 2023. Am 1. Juli 2024 erfolgte die Verlegung von nochmals sieben Stolpersteinen. Am 11. Juli 2025 wurden im Stadtteil Brombach zwei weitere Stolpersteine verlegt.

Begleitet wird das Projekt der Stolpersteine in Lörrach durch eine ausführliche Dokumentation zu jeder Person für die ein Stolperstein verlegt wurde.Stolpersteine in Lörrach auf der Homepage der Stadt Lörrach Überdies führt die Touristinformation Lörrach Stadtführungen zu den Stolpersteinen durch.Stadt Lörrach: Thematische Führung: „Stolpersteine“, Artikel vom 28. Oktober 2022, aufgerufen am 29. August 2023.

Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus beschränkt sich in Lörrach aber nicht nur auf die Stolpersteine. In der Fußgängerzone erinnert eine Stele an die Deportation der jüdischen Bevölkerung 1940 und im Park des Brombacher Schlösschens ein Gedenkstein an den ermordeten polnischen Zwangsarbeiter Stanislaus Zasada.

Stolperschwellen Am 5. Oktober 2024 wurden zwei Stolperschwellen zum Gedenken an die Opfer der Zwangssterilisationen vor dem Lörracher Amtsgericht und vor dem Kreiskrankenhaus verlegt.Alexandra Günzschel: Stolperschwellen gegen das Vergessen. In: Die Oberbadische 6. Oktober 2024.Opfer der Zwangssterilisationen auf www.loerrach.deGrundlage war: Johann Faltum: „Die Zwangssterilisation im Bezirk des Erbgesundheitsgerichtes Lörrach 1934 - 1945“, Dissertation, Medizinische Fakultät der Universität Bern, 2018.

Am 20. Mai 2025 wurde von Günter Demnig eine weitere Stolperschwelle in Lörrach verlegt. Vor der Justizvollzugsanstalt Lörrach wird an die dort inhaftierten jüdischen Bürger und Regimegegner erinnert: „Hier begann für viele unschuldige Männer, Frauen und Kinder ihr letzter Weg.“Gabriele Hauger: Stolperschwelle in Lörrach verlegt Zum Gedenken an die Deportierten aus der Justizvollzugsanstalt. In Die Oberbadische vom 20. Mai. 2025.Stolperschwelle. Das Lörracher Gerichtsgefängnis. Auf der Website der Stadt Lörrach.

Auswärts verlegte Stolpersteine/-schwellen mit Bezug zu Lörrach Riehen Eine Stolperschwelle für abgewiesene Juden und Jüdinnen an der Basler Grenze am Grenzübergang Lörrach/Riehen gedenkt der über 30'000 Menschen, die auf der Flucht vor dem nationalsozialistischen Terror vergeblich Rettung in der Schweiz gesucht und um Einlass gebeten hatten.Stolperschwelle für abgewiesene Juden und Jüdinnen an der Basler Grenze auf www.stolpersteine.ch

x80px|Stolperschwelle für abgewiesene Juden und Jüdinnen an der Basler Grenze

Köln 120px|Stolperstein für Albert Richter in Köln. In Köln wurde ein Stolperstein für den im Lörracher Gefängnis ermordeten Radrennfahrer Albert Richter verlegt.

Liste der Stolpersteine in Lörrach Die Tabelle ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach Familien- und Vornamen.

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben Blücherstraße 1 120px HIER WOHNTEADELE BECKJG. 1884DEPORTIERT 1940GURSINTERNIERT DRANCY1942 AUSCHWITZERMORDED Teichstraße 9 Ulrich Tromm: Adele Beck 1884 - 1942. Auf der Homepage der Stadt Lörrach; abgerufen am 23. September 2021 Die Familie Beck gehörte zu den ältesten jüdischen Familien in Lörrach. Adele wurde mit ihrer Schwester Babette und ihren Brüdern Isaak und Samuel am 22. Oktober 1940 (Wagner-Bürckel-Aktion) von Gestapoleuten abgeholt und nach Gurs verbracht. Die weiteren Stationen war das Lager Récébédou → Drancy → † AuschwitzVor dem Haus Teichstraße 9 in Lörrach wurden vier Stolpersteine für die Familie nebeneinander verlegt. 120px HIER WOHNTEBERNHARD BECKJG. 1874SCHUTZHAFT 1938DACHAUTOT 21.2.1940 Teichstraße 9 Ulrich Tromm: Bernhard Beck 1874 - 1940. Auf der Homepage der Stadt Lörrach; abgerufen am 23. September 2021 Bernhard Beck wurde im Zuge des Novemberpogroms am 10. November 1938 aus dem Lörracher Gefängnis mit zwei Brüdern in das KZ Dachau verbracht. Ein Jahr und drei Monate nach seiner Entlassung verstarb er am 21. Februar 1940 in Lörrach. 120px HIER WOHNTEELISE BECKGEB. HEILBRONNERJG. 1883DEPORTIERT 1940GURSINTERNIERT DRANCY1942 AUSCHWITZERMORDED Herrenstraße 10 Familien Beck und Heilbronner Auf der Homepage der Stadt Lörrach; abgerufen am 4. November 2022 120px HIER WOHNTEHEINRICH BECKJG. 1912FLUCHT 1938USA Herrenstraße 10 Familien Beck und Heilbronner Auf der Homepage der Stadt Lörrach; abgerufen am 4. November 2022 120px HIER WOHNTEISAAK BECKJG. 1878SCHUTZHAFT 1938DACHAUDEPORTIERT 1940GURSINTERNIERT DRANCYAUSCHWITZERMORDED Teichstraße 9 Ulrich Tromm: Isaak Beck 1878 - 1942. Auf der Homepage der Stadt Lörrach; abgerufen am 23. September 2021 Isaak Beck wurde im Zuge des Novemberpogroms am 10. November 1938 aus dem Lörracher Gefängnis mit zwei Brüdern in das KZ Dachau verbracht. Nach der Entlassung aus der Schutzhaft lebte er im Haus Teichstraße 29. Isaak Beck, seine Schwestern Babette und Adele und sein Bruder Samuel wurden dort am 22. Oktober 1940 von Gestapoleuten abgeholt und nach Gurs verbracht. Weitere Stationen waren Drancy → † Auschwitz 120px HIER WOHNTELUDWIG BECKJG. 1869SCHUTZHAFT 1938DACHAUDEPORTIERT 1940GURSERMORDED 26.12.1940 Herrenstraße 10 Familien Beck und Heilbronner Auf der Homepage der Stadt Lörrach; abgerufen am 4. November 2022 120px HIER WOHNTESAMUEL BECKJG. 1872SCHUTZHAFT 1938DACHAUDEPORTIERT 1940GURSTOT 27.11.1940 Teichstraße 9 Ulrich Tromm: Samuel Beck 1872 - 1940. Auf der Homepage der Stadt Lörrach; abgerufen am 23. September 2021 Samuel Beck wurde im Zuge des Novemberpogroms am 10. November 1938 aus dem Lörracher Gefängnis mit zwei Brüdern in das KZ Dachau verbracht. Nach der Entlassung aus der Schutzhaft lebte er im Haus Teichstraße 29.