mini|hochkant|Stammwappen derer von Ingenhaeff Ingenhaeff (auch: Ingenhave(n), Ingenhoven, in gen Hoeve o. ä.) ist der Name eines klevischen Adelsgeschlechts.
Geschichte Die Familie Ingenhaeff gehört dem jülichschen Uradel an und wurde mit Sander Ingenhove im Jahre 1383 zuerst urkundlich genannt.Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden. Köln 1848, S. 187–188. Die Stammreihe beginnt um 1550 mit Ludolf von Ingenhaeff auf Bärenkamp (Dinslaken) im Herzogtum Kleve. Das Geschlecht konnte sich nach Sachsen, Hessen und Schlesien ausbreiten, einzelne Söhne standen in dänischen und österreichischen Militärdiensten. Die Großherzoglich hessische Anerkennung und Bestätigung des Freiherrenstandes erfolgte am 9. April 1840 in Darmstadt für Silvio Freiherr von Ingenhaeff (1812–1876).Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 70. Jahrgang, Gotha 1920, S. 398.
Gutsbesitz bei der Familie bestand auch zu Cassel (1614) bei Budberg und Gelinde (1550), jeweils im späteren Kreis Rheinberg, sowie zu Schwarzenmühle im Amt Bochum (1588)Haus Schwarzemühle (Schalke) auf GenWiki., zudem zeitweise in der Oberlausitz zu Quolsdorf (1720–1761) und in Schlesien zu Mittelherwigsdorf und Deutsch-Paulsdorf (1720–1761)J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, Band 6 (Abgestorbene, erloschene Geschlechter), 8. Abt., Teil 3: Konrad Blažek: Der abgestorbene Adel der Preußischen Provinz Schlesien, 3. Teil, Nürnberg 1894, S. 139 (Digitalisat); Band 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 2. Abt., Band 2: Otto Titan von Hefner, Alfred Grenser, George Adalbert von Mülverstedt, Adolf Matthias Hildebrandt: Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute. (Nachträge und Verbesserungen), Nürnberg 1906, S. 107 (Digitalisat), weiterhin auch zu Pließkowitz (1761–1770).Leopold von Ledebur: Adelslexikon der preußischen Monarchie. Band 1, Berlin 1855, S. 398–399.
Wappen Das Stammwappen zeigt in Rot ein silberner Schrägrechtsbalken, begleitet von zwei aufwärts schreitenden silbernen Leoparden. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein sitzender silberner Löwe.
Angehörige Johann Peter von Ingenhaeff († 1717), dänischer Generalmajor Christopher Frederik Ingenhaeff (1703–1781), dänischer Generalleutnant
Literatur
Herbert M. Schleicher: Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Band 9 (Mappe 666–764, Hüchelhoven–Louvenberg), Köln 1995, S. 161–167. Otto Titan von Hefner (Hrsg.): J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, Bd. III, Abt. 4: Der Adel des Kurfürstenthums, Grossherzogthums und der Landgrafschaft Hessen. Nürnberg: Bauer & Raspe, 1859, S. 15; Tafel 15, Wappen „INGENHÄFF (FHR.)“.
Weblinks Ingenhaeff auf Adelslexikon.com
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1383 Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht