Robert Fitz (* 20. Dezember 1900 in Furtwangen; † 23. Juni 1980 in Baden-Baden) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.
Wirken Robert Fitz erhielt seine Bühnenausbildung von Felix Baumbach. Ab 1919 wirkte er am Badischen Staatstheater Karlsruhe, dem Pfalztheater Kaiserslautern (1929–1935), dem Theater Baden-Baden (1936–1939 und 1945–1949), dem Hessischen Landestheater Darmstadt (1940–1944) und schließlich an den Bühnen der Stadt Lübeck (ab 1950). Er verkörperte zunächst meist komische Rollen oder solche eines Bonvivants. Während seines Engagements in Lübeck war er jedoch auch in Dramen wie Peter Lotars Das Bildnis des Menschen, Schillers Die Räuber oder Herman Wouks Meuterei auf der Caine zu sehen. Seinen ersten belegten Filmauftritt hatte er 1955 in dem Spielfilm Die Mädels vom Immenhof. In den 1970er Jahren folgten Auftritte in verschiedenen Fernsehfilmen und -serien. Bekannt wurde er insbesondere durch sein Mitwirken in der Serie Autoverleih Pistulla.
Zahlreiche Hörspielaufzeichnungen meist des Südwestfunks mit seiner Beteiligung existieren aus dem Zeitraum 1946 bis 1967.
Robert Fitz war der Vater des Schauspielers Peter Fitz.
Filmografie (Auswahl) 1955: Die Mädels vom Immenhof 1973: Gabriel (Fernsehfilm) 1973: Dem Täter auf der Spur (Fernsehserie, eine Folge) 1974: Im Auftrag von Madame (Fernsehserie, eine Folge) 1974: Tatort: Kneipenbekanntschaft (Fernsehreihe) 1974: Sonderdezernat K1 (Fernsehserie, eine Folge) 1974: Autoverleih Pistulla (Fernsehserie, 13 Folgen) 1975: Lehmanns letzter Lenz (Fernsehfilm)
Hörspiele (Auswahl) 1946: Curt Goetz: Die tote Tante – Regie: Heinz Coubier 1946: Roger Ferdinand: Jugendliche unter 18 – Regie: Heinrich Wiedemann 1947: Maurice Rostand: Der Mann, den sein Gewissen trieb – Regie: Werner Hausmann 1947: Aristophanes: Lysistrata – Regie: Karl Peter Biltz 1947: Heinrich Mann: Die herrlichen Zeiten – Regie: Arthur Georg Richter 1947: Robert Walter: Sokrates. Die große Hebammenkunst – Regie: Arthur Georg Richter 1947: Bernhard Zebrowski: Abschied von Shanghai – Regie: Arthur Georg Richter 1948: Theodor Plievier: Stalingrad – Regie: Arthur Georg Richter 1948: Bruno Wellenkamp: Die goldene Treppe – Regie: Karl Peter Biltz 1948: Wilhelm Hauff: Das kalte Herz – Regie: Gerd Beermann 1948: Molière: Tartuffe – Regie: Karl Peter Biltz 1948: Antoine de Saint-Exupéry: Nachtflug – Regie: Karl Peter Biltz 1949: Waldemar Maass: Das kleinere Übel – Regie: Karl Peter Biltz 1949: Bruno Wellenkamp: Der Mann, der den Kuchen holen wollte – Regie: Gerd Beermann 1949: Ernst von Khuon: Der Fäscher – Regie: Karl Peter Biltz 1949: Max Frisch: Santa Cruz – Regie: Ludwig Cremer 1949: Christian Bock: Tödliche Rechnung – Regie: Karl Peter Biltz 1950: Egon Jameson: Hero und Leander 1950 – Regie: Karl Peter Biltz 1951: Josef Martin Bauer: Um Jahr und Tag – Regie: Otto Kurth 1965: Jaromir Ptácek: Ein Tag aus ferner Vergangenheit – Regie: Jiří Horčička 1965: Rainer Puchert: Aufstand der Fahrräder – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1967: Wolfgang Graetz: Ein ganz gewöhnlicher Fall – Regie: Otto Kurth
Weblinks
Einzelnachweise
Literatur Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch., Verlag Ferd. Kleinmayr 1953, Band I: A – Hurka, S. 456 (abgerufen über De Gruyter Online). Ingrid Bigler-Marschall: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. K. G. Saur, Zürich und München 2013, Nachtragsband: A–F, S. 373 (abgerufen über De Gruyter Online). Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 174 (abgerufen über De Gruyter Online). Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Prominent-Filmverlag 1960–1961, Band I, S. 415.
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