Anna Schapiro (geboren 1988 in Moskau) ist eine deutsche bildende Künstlerin und Publizistin. Sie war Mitbegründerin und -herausgeberin des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart.

Leben Die ersten Jahre ihrer Kindheit verbrachte Anna Schapiro in Moskau. 1992 kam sie mit ihrer Familie als jüdische Kontingentflüchtlinge nach Deutschland. Nach einer Sonderbegabtenprüfung wurde sie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden aufgenommen. Dort studierte sie ab 2009 in der Klasse von Ulrike Grossarth und im Jahr 2011 Bildhauerei an der Fakultät für Schöne Künste der Universidade do Porto in Portugal. 2013 schloss sie das Studium mit Diplom ab. Nach Studienaufenthalten zwischen 2014 und 2016 in Österreich und New York war sie bis 2017 Meisterschülerin von Grossarth mit einem Stipendium des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks. Anschließend folgte bis 2018 ein Studium am „Paideia. European Institute for Jewish Studies“ in Stockholm.Eugen El: Porträt der Woche. »Mitgefühl kann man üben«, Jüdische Allgemeine, 1. Dezember 2019

2018 wurde sie Mitglied im Kollektiv „Ministerium für Mitgefühl“ das sich als Gegenentwurf zu Horst Seehofers „Heimatministerium“ gründete. Seit März 2020 ist sie im Beirat der „KunstNothilfe“, die Geld sammelt, Auktionen und KunstaktionenHanno Hauenstein: Kunst-Aktion. Kunst trotzt Lockdown: „ONE for ONE“, Berliner Zeitung, 16. Dezember 2020 veranstaltet, um Kunstschaffende zu unterstützen, die während der COVID-19-Pandemie in existenzielle Not geraten sind.Juliane Rohr: Künstler engagieren sich für Künstler, ntv, 12. Mai 2020

Schapiro lebt in Berlin.

Kunst Schapiros Bilder mit dem Titel Zwei Tore in einer Ausstellung 2020 in der Neuen Synagoge Berlin beschrieb Gareth Joswig in der Taz als von „sattem Blau“ dominiert. „Bei der Draufsicht wirken sie wie ein aufgewirbeltes Meer“ oder auch „ein herunterfallender rissiger Vorhang“. Sie ließen „Raum für Interpretationen“. Vor allem, „wenn man weiß, dass auch der Zufall und die Schwerkraft die blauen in Wachs getauchten Papierstreifen mitgeformt haben.“Gareth Joswig: Ausstellung in der Neuen Synagoge Berlin. Es bleibt in der Familie. Taz,27. Januar 2020

Publizistik Anna Schapiro war 2016 Gründungsmitglied des Magazins Jalta, zu dessen Herausgeber- und Redaktionsteam sie bis zur Einstellung der Zeitschrift 2020 gehörte.Anna Schapiro, Neofelis Verlag Seit 2022 ist sie Mitherausgeberin und Beiträgerin der auf die Einstellung der Zeitschrift folgenden Buchreihe.Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart, Bd. 8/März 2022 Sie tritt in Diskussionsveranstaltungen zum Thema jüdische Identitäten und jüdische Gegenwart auf.„Desintegration“ – Gespräch mit Micha Brumlik, Max Czollek und Anna Schapiro im Jüdischen Salon, Universität Hamburg, 21. Januar 2018, Video-Mitschnitt (ca. 1 Stunde, 29 Minuten)Literarisches Colloquium Berlin, 19. November 2020

Ausstellungen (Auswahl) Beteiligungen 2013 Vot ken you mach? Jüdische Identitäten in Europa heute. Kunsthaus DresdenAusstellung. Vot ken you mach? Kunsthaus Dresden, 1. Dezember 2013 bis 2. Mai 2014 2015 Muzeum Współczesne Wrocław, Polen (Museum der Gegenwartskunst in Breslau)Vot ken you mach? 29. Mai–31. August 2015, Muzeum Współczesne Wrocław 2014 OSTRALE – Internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste, Dresden.Ostrale 014, Biennale für zeitgenössische Kunst 2017/2018: Das Ereignis eines Fadens. Globale Erzählungen im Textilen. Kunsthaus Dresden. 2020: Family Business. Erinnern als künstlerisches Motiv. Centrum Judaicum, Berlin.FAMILY BUSINESS.Erinnern als künstlerisches Motiv, Centrum Judaicum

Installation 2022 2022 Messingwerk Eberswald 2023 Offene Geheimnisse. Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin.Anna Schapiro. Offene Geheimnisse. 28. Juli - 30. November 2023. Website der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

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Einzelnachweise

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