miniatur|Sachsenverlag-Gebäude Leipzig, 1951 Der Sachsenverlag war ein Verlag in Sachsen von 1946 bis 1962. Der Sachsenverlag wurde 1991 als ein Fachverlag für die Telefon- und Branchenverzeichnisse in Dresden neu gegründet.

Geschichte 1946 wurde der Sachsenverlag durch die VOB Zentrag als Landesverlag für Sachsen gegründet.Heinz Börner, Bernd Härtner: Im Leseland. Die Geschichte des Volksbuchhandels. Verlag Das Neue Berlin, 2012, S. 1748 Der Hauptsitz befand sich in Dresden, Zweigstellen gab es in Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Plauen. Leiter wurden Hermann Eckardt (KPD) und Hans Finsterbusch (SPD). Letzterer wurde im Oktober 1947 eingesetzt und Ende 1951 plötzlich wieder abgesetzt, nachdem er im April noch eine Überprüfung bestanden hatte.Michael H. Scholz: Skandinavische Erfahrungen erwünscht? Stuttgart 2000, S. 156, nach Kaderunterlagen Kurzzeitig kam 1949 der Universalverlag hinzu. mini|Annonce des Verlags 1947 Von 1946 bis 1952 erschien die Zeitschrift Zeit im Bild im Sachsenverlag.Christoph Links: Das Schicksal der DDR-Verlage. Ch. Links Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-86153-523-2, S. 175–176 Onlinefassung

Im Sachsenverlag erschienen mehrere hundert Titel vor allem zu Kultur, Geschichte, Geographie und Wirtschaft Sachsens. Es wurden dort auch die regionalen SED-Zeitungen Freie Presse und Volksstimme (auch Sächsische Zeitung und Leipziger Volkszeitung?) sowie einige Zeitschriften herausgegeben. 1950 wurden kurzzeitig die Sportvereine BSG Sachsenverlag Dresden, Leipzig und Plauen unterstützt.

Von 1962 sind letzte Veröffentlichungen bekannt, danach wurde der Sachsenverlag wahrscheinlich im Zuge von Umstrukturierungen der Verlagslandschaft in der DDR geschlossen.

Neuere Geschichte Seit 2003 bezeichnet der Sachsenverlag einen Zusammenschluss sächsischer Fachverlage für die Telefon- und Branchenverzeichnisse Gelbe Seiten, Das Telefonbuch, Das Örtliche mit Hauptsitz in Dresden.Registergericht: Amtsgericht Dresden / Registernummer: HRB 26644 Der Sachsenverlag bietet heute neben klassischen Verlagsprodukten auch Leistungen rund um elektronische Medien an. Seit 2015 firmiert der Sachsenverlag, wie einige weitere Fachverlag für Telefon- und Branchenverzeichnisse, unter der Marke SELLWERK.

Weblinks

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Einzelnachweise

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