Suitane (englisch Suit, Anzug) sind chemische Verbindungen, bei denen zwei Moleküle durch rein sterische Verkeilung miteinander verbunden sind. Zwischen den Molekülen besteht weder eine kovalente noch eine ionische Bindung.

Struktur Bei dem ersten Molekül (blau) eines Suitans handelt es sich um eine Struktur mit zwei, drei oder vier „Gliedmaßen“, die von einem zweiten Molekül (rot) ummantelt ist und das zwei, drei oder vier „Öffnungen“ besitzt, in welche die „Gliedmaßen“ des ersten Moleküls ragen.

Aus der Zahl der Gliedmaßen, bzw. Öffnungen ergibt sich die Bezeichnung Suitan, Suitan und Suitan.

Beispiele Der einfachste Vertreter der Suitane wurde von einem Team um Fraser Stoddart von der University of California in Los Angeles und David J. Williams vom Imperial College London synthetisiert. Es handelt sich um ein Suitan, bei dem zwei Glieder eines inneren Moleküls durch ein äußeres "Mantelmolekül" umgeben ist. Bei den beiden „Öffnungen“ des ummantelnden Moleküls handelt es sich um Kronenether, die über eine p-Phenylendiamin-Brücke miteinander verbunden sind.

Beispiele für ein Suitan und ein Suitan wurden 2020 veröffentlicht.

Weblinks Abbildung eines dreidimensionalen Suitanmodells auf der Online-Bibliothek des Wiley-VCH Verlags

Siehe auch Rotaxane Catenane

Einzelnachweise

Kategorie:Stoffgruppe Suitane