Veronika Arendt-Rojahn (* 7. August 1946 in Berlin; † 4. Januar 2025 ebenda) war eine deutsche Rechtsanwältin mit Schwerpunkt auf dem Migrationsrecht und Notarin. Von 1992 bis 2000 war sie Richterin am Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin.

Beruflicher Werdegang Arendt-Rojahn begann 1966 ein Jura-Studium, wurde 1972 Referendarin und bestand 1975 das zweite juristische Staatsexamen. In demselben Jahr wurde sie als Rechtsanwältin zugelassen. 1986 machte sie sich selbstständig. Sie war als Rechtsberaterin der Freien Wohlfahrtsverbände und des UNHCR tätig.

Auf Vorschlag der Bündnis 90/Die Grünen Berlin wurde Arendt-Rojahn 1992 als Richterin in den neu gegründeten Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin gewählt, dem sie bis 2000 angehörte. Der Wahl waren Schwierigkeiten wegen des CDU-Anspruchs, insgesamt fünf der neun Verfassungsrichter zu stellen, vorausgegangen. Sie war engagiert für Bürgerrechte, insbesondere im Flüchtlingsrecht, und wurde dafür mit dem Werner-Holfort-Preis geehrt. Es gab eine Zusammenarbeit mit dem Berliner Flüchtlingsrat.

Auszeichnungen 1995: Werner-Holtfort-Preis für ihr Engagement für Bürgerrechte und FlüchtlingeVgl. Humanistische Union, Mitteilungen, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Mitteilungen149_01.pdf, abgerufen am 11. Januar 2025. 2007: Ehrenzeichen des Deutschen Anwaltverein (DAV), Netsuke

Schriften

mit Michael Tscherch: Die Praxis der Berufsverbote und die Karlsruher Entscheidung. In: Kritische Justiz, Jahrgang 8 (1975), Heft 4, S. 380–391

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Einzelnachweise

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