Die Unabhängige Verlagsbuchhandlung Ackerstraße war ein Buchverlag in Berlin von 1990 bis 1993.

Geschichte Anfang 1990 gründeten die Verlagslektorin Dorothea Oehme und ihr Mann Matthias Oehme die Unabhängige Verlagsbuchhandlung Ackerstraße als einen der ersten neuen unabhängigen Verlage in der DDR.Bernd Heimberger: Zwischen Streben und Scheitern. Neue Berliner Verlage nach der Wende. In: Berliner Lesezeichen, 9/1997, S. 15; zitiert in Frank Thomas Grub: Wende und Einheit im Spiegel der deutschsprachigen Literatur. Walter de Gruyter, Berlin 2003 S. 43 Sie bauten dafür ein Ladengeschäft in der Ackerstraße in Ost-Berlin zu einer Buchhandlung mit Café für etwa 250.000 DM um. Ende 1990 zogen sie in ein Gemeinschaftskulturzentrum in der Clara-Zetkin-Straße 90 (jetzt Dorotheenstraße), da das vorherige Geschäftsmodell wirtschaftlich nicht tragbar war.Das Drama hat ein Haus besetzt, in taz vom 12. März 1991, S. 16 Text, das Haus gehörte dem Theaterverlag Autoren-Kollegium

1993 kaufte Matthias Oehme den Eulenspiegel-Verlag, woraufhin beide die Unabhängige Verlagsbuchhandlung Ackerstraße auflösten.

Publikationen (Auswahl) Die UVA veröffentlichte Bücher vor allem junger Autoren aus der vorherigen DDR sowie weiterer Dichter. Dazu wurde die Lyrikreihe Poet’s Corner (nach dem Vorbild des Poesiealbums von Dorothea Oehme), die Literaturzeitschrift Eselsohren, Ich. Die Psychozeitung (der Gemeinschaft zur Förderung der Psychoanalyse) und Handbücher für Computerlehrgänge herausgegeben.Ute Brandes: Neugegründet, abgewickelt, aufgelöst. Ostberliner Verlage heute. In: GDR Bulletin 18/1, 1992, S. 57–64, hier S. 61 PDF/Download

Dorothea Oehme (Hrsg.): Fluchtfreuden Bierdurst. Letzte Gedichte aus der DDR, 1990 Frank Goyke, Andreas Sinakowski (Hrsg.): Jetzt wohin? Deutsche Literatur im deutschen Exil. Gespräche und Texte, 1990 Peter Wawerzinek: Es war einmal … Parodien zur DDR-Literatur, 1990 Peter Wawerzinek: Moppel Schappiks Tätowierungen, 1991 Emily Dickinson: Eden ist nicht einsam. Gedichte, 1991, hrsg. v. Beate Hellbach Klaus Rek: Das Dichterleben des Ludwig Tieck, Biographie, 1991

Thomas Bischoff: Das Kabinett der Familie, 1992 Andreas Mand: Der Traum des Konditors, 1992 Key Pankonin: Keynkampf, 1993

Poet’s Corner

1 Eduard Mörike, 1991, hrsg. Thomas Rosenlöcher 2 Li Tai-Peh, 1991 3 Elke Erb 4 Francesco Petrarca, 1991, übersetzt Gottfried August Bürger, hrsg. Peter Gosse 5 Quirinus Kuhlmann, 1991 6 Galaktion Tabidse 7 August Stramm, 1992, hrsg. Peter Brasch 8 Ossip Mandelstam, 1992 9 Papuscha [Bronisława Wajs], 1992, übersetzt und hrsg. Karin Wolff 10 Frank-Wolf Matthies, 1992 11 Lars Gustafsson, 1992, hrsg. Richard Pietraß 12 Friedrich Leopold Graf zu Stolberg, 1992, hrsg. Jürgen Israel 13 Gregor Kunz, 1992 14 Endre Kukorelly, 1992 15 Stefan George, 1992, hrsg. Thomas Böhme 16 Tadeusz Różewicz, 1993, hrsg. Henryk Bereska 17 Jörg Niebelschütz, 1993 18 Nikos Engonopoulos, 1993 19 Peter Gehrisch, 1993 20 Jacques Prévert, 1993 21 Aila Meriluoto, 1993

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Einzelnachweise

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