Ernst Johannes „Hans“ SievertThomas Klein (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe B: Mitteldeutschland. Band. 14: Sachsen. Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn 1982, ISBN 3-87969-129-0, S. 279, 281. (* 3. Juni 1880 in Dresden; † 21. Juni 1956 in Marburg) war ein deutscher Verwaltungsjurist in Sachsen.
Leben Sievert war Sohn eines Fabrikbesitzers. Er studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Philipps-Universität Marburg Rechtswissenschaft. Am 8. Juni 1901 wurde er im Corps Teutonia zu Marburg recipiert.855 Sievert, Hans, Blaubuch des Corps Teutonia zu Marburg 1825 bis 2000, S. 210. Er zeichnete sich als Fuchsmajor, Subsenior und Senior aus.Kösener Corpslisten 1960. Als Inaktiver wechselte er an die heimatliche Universität Leipzig. Er bestand 1904 das Referendarexamen und wurde 1907 zum Dr. iur. promoviert.Dissertation: Die Rechte und Pflichten des Genossen nach dem Reichsgesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften : eine systematische Darstellung. Seit 1908 Assessor, trat er in den Verwaltungsdienst des Königreichs Sachsen. 1913 wurde er in seiner Vaterstadt Regierungsamtmann. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs diente er 1914/15 in der Sächsischen Armee, zuletzt als Hauptmann d. R. 1916 kam er als Regierungsrat zur Amtshauptmannschaft Meißen, deren Leitung er 1919 übernahm.Thomas Klein (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe B: Mitteldeutschland. Band. 14: Sachsen. Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn 1982, ISBN 3-87969-129-0, S. 347. Ab 1924 leitete er die Amtshauptmannschaft Kamenz, ab 1928 die Amtshauptmannschaft Bautzen. 1938–1945 war er Regierungsvizepräsident im Regierungsbezirk Zwickau. Im Jahr 1944 übernahm er zusätzlich vertretungsweise die Leitung des Landkreises Zwickau.Thomas Klein (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe B: Mitteldeutschland. Band. 14: Sachsen. Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn 1982, ISBN 3-87969-129-0, S. 413. Sein Corps wählte ihn am 18. Juli 1954 zum Ehrenmitglied. Verheiratet war er seit 1911 mit Louise Abée aus Marburg. Aus der Ehe gingen vier Töchter und ein Sohn hervor.
Einzelnachweise
Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Amtshauptmann (Sachsen) Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Ehrenmitglied eines Corps Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Hauptmann (Sachsen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1880 Kategorie:Gestorben 1956 Kategorie:Mann