Kucharzewo war ein Ort in Ostpreußen. Seine Ortsstelle liegt heute im Gebiet der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren innerhalb der Gmina Stawiguda (Landgemeinde Stabigotten) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).

Geographische Lage Kucharzewo lag am Südufer des Großen Plautziger SeesDie genaue Lage kann mangels vorhandener Belege nicht ermittelt werden und gilt als geschätzt () im Süden des einstigen Kreises Allenstein, 23 Kilometer südlich der Kreisstadt Allenstein (polnisch Olsztyn).

Geschichte Der vor 1785 Kuckerkeim genannte kleine Ort bestand in seinem Kern lediglich aus einem kleinen Gehöft.Dietrich Lange: Kucharzewo Im Jahre 1874 wurde die Landgemeinde Kucharzewo in den neu errichteten Amtsbezirk Plautzig (polnisch Pluski) im ostpreußischen Kreis Allenstein eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Plautzig

Die Einwohnerzahl Kucharzewos belief sich im Jahre 1910 auf 31, im Jahre 1925 auf 27.Michael Rademacher: Am 1. April 1937 verlor Kucharzewo seine Eigenständigkeit und wurde in den Nachbarort Nußtal (polnisch Orzechowo) eingemeindet.

Mit dem gesamten südlichen Ostpreußen kam Kucharzewo 1945 in Kriegsfolge an Polen. Eine polnische Namensform liegt nicht vor, auch dürfte eine Neubesiedlung nicht erfolgt sein. So findet der Ort keine Erwähnung mehr und gilt als untergegangen.

Kirche Bis 1945 war Kucharzewo in die evangelische Pfarrkirche Hohenstein (Ostpreußen)Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 498 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche NußtalAGOFF: Kreis Allenstein (Orzechowo) im Bistum Ermland eingepfarrt.

Verkehr Zur Ortsstelle von Kucharzewo gelangt man von Orzechowo aus über einen Landweg, ebenso von Swaderki (Schwedrich).

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Einzelnachweise

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