Die Operation Squarepeg war die Einnahme der Green Islands während des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg durch die neuseeländische 3. Division vom 15. bis zum 27. Februar 1944.

Vorgeschichte Green Islands umfasst eine Reihe kleiner Atolle im Gebiet nördlich der Insel Bougainville und östlich der Insel Neuirland.

Die größte dieser Inseln ist Nissan, die 14,5 Kilometer lang und 8 Kilometer breit ist und mit zwei kleineren, Barahun und Sirot eine tiefe, geschützte zentrale Lagune umschließt, zu der es nur zwei schiffbare Eingänge gibt, die beide sehr schmal sind. Abgesehen von zwei Kokosnussplantagen, einer damals verlassenen Missionsstation und ein paar gerodeten Lichtungen sind die Inseln von dichtem Wald bedeckt. Es gibt keine Bäche und keine Frischwasserversorgung. Entlang der Außenküste von Nissan, im Inneren des Riffs, erheben sich mit Felsbrocken übersäte Strände mit bis zu sechs Meter hohen Korallenklippen, die oft mit tiefen Höhlen durchzogen sind. Innerhalb der Lagune überragen Waldbäume einen Großteil der abfallenden Küste, die selten mehr als ein paar Meter hoch ist, aber nur wenige leicht zugängliche Strände bietet.

Anfang 1942 wurde die Nissan-Lagune von den Japanern als Standort für Wasserflugzeuge genutzt. Im März 1942 besetzten die Japaner dann die Insel Nissan. Im weiteren Verlauf des Krieges diente die Lagune als Binnenschiffstation auf der Versorgungsstrecke von Rabaul nach Bougainville. Als die amerikanischen Bombenangriffe zunahmen, versteckten sich japanische Lastkähne tagsüber in der Gegend von Green Island, bevor sie nachts nach Süden fuhren.

Planung Nach der Errichtung des Brückenkopfes auf Bougainville zog Admiral Halsey die nächstfolgenden Schritte in Betracht, die die Eroberung der nördlichen Salomonen zur Einkreisung von Rabaul abschließen sollten.

Damals deuteten die Pläne der Joint Chiefs of Staff darauf hin, dass der nächste Schritt der Südpazifikstreitkräfte die Neutralisierung von Kavieng sein würde, einer japanischen Hochburg auf Neuirland im Bismarck-Archipel.

Voraussichtliche Operationen im Zentralpazifik, nämlich die in den Marshalls, Karolinen und Marianen, schienen jedoch die Verfügbarkeit der notwendigen Flottenunterstützung für eine solche geplante Landung bis etwa 1. Mai 1944 auszuschließen.

Vorkehrungen für eine landgestützte Deckung mit Jagdflugzeugen über dem Gebiet von Kavieng und für landgestützte Luftangriffe im Vorfeld eines amphibischen Angriffs waren sehr wünschenswert. Zu diesem Zweck wurden Zwischenziele gesucht, die geeignete Plätze für die erforderlichen Landebahnen böten. Umgekehrt müsste das schließlich ausgewählte Ziel in die Reichweite von Flugzeugen fallen, die vom Flugfeld Torokina aus starten, damit eine kontinuierliche landgestützte Jagdabdeckung über dem Brückenkopf sowie die Versorgung aufrechterhalten werden könnte. Diese Anforderung wurde erforderlich, da keine Unterstützung durch Flugzeugträger zur Verfügung stand.

Nach vielen Meinungsverschiedenheiten unter den alliierten Führungsstäben, die schon im März 1943 begonnen hatten, fiel die Entscheidung, die Green Islands zu besetzen, erst spät. Während einer Konferenz in Port Moresby am 20. Dezember 1943 mit Mitgliedern von Admiral Halseys Stab schlug General MacArthur, der daraufhin die Einkreisung von Rabaul abschließen und die Admiralitätsinseln einnehmen wollte, die Landung auf den Green Islands als Basis für den Bau von Flugplätzen vor. Anschließend sollten auch die St.-Matthias-Inseln eingenommen werden.

Zugunsten der Besetzung der Green Islands sprach die Unterstützungsmöglichkeit der Landung dort durch Flugzeuge, die von Flugplätzen innerhalb des Perimeters an der Kaiserin-Augusta-Bucht und den Treasury-Inseln starten konnten. Die Inselgruppe war auch von Rabaul, nur 350 Kilometer westlich, leichter zu erreichen. Zudem war Admiral Halsey auch bestrebt, Torpedobootbasen zu errichten, um die japanischen Versorgungslinien zu ihren verbleibenden, isolierten Garnisonen in Bougainville zu durchtrennen. Er wies daher Vizeadmiral Wilkinson an, vorläufige Pläne für die Besetzung der Inselgruppe auszuarbeiten und schlug vor, die neuseeländische 3. Division für diese Aufgabe einzusetzen. General Harold Barrowclough, der Oberbefehlshaber der 3. Division, nahm in Begleitung der Generäle Brooke und Bennett am 31. Dezember an einer Konferenz in Wilkinsons Hauptquartier auf Guadalcanal teil, auf der die Ziele der Operation unter Angabe des Decknamens Squarepeg und des vorläufigen Datums der Landung für den 25. Januar umrissen wurden. mini|Motortorpedoboote auf Patrouillenfahrt Die Aufgabe umfasste eine schwierig auszuführende amphibische Landung und, sobald die Insel besetzt war, den Bau von zwei Flugfeldern, die Errichtung einer Marine- und Motortorpedobootbasis sowie die Installation von Radarstationen. Das operative Kommando bekam Barrowclough übertragen, der nach erfolgreicher Landung Inselkommandant werden würde. Barrowclough beschloss, die 14. Brigade einzusetzen und seine Streitkräfte durch die Einbeziehung der 144. Unabhängigen Batterie und des Panzergeschwaders zu verstärken, von denen keines seit ihrer Ankunft einige Monate zuvor auf Guadalcanal im Einsatz gewesen war.

Bis genauere Informationen verfügbar waren, wurden drei Pläne ausgearbeitet, von denen jeder so beschaffen war, dass zwei beliebige zugunsten eines im letzten Moment ausgewählten Plans verworfen werden konnten. Dazu erstellten die Ingenieure unter der Leitung von Oberstleutnant Andrew Murray, basierend auf verfügbaren Daten großformatige Modelle der Inselgruppe, wobei Spielzeuglandungsboote an den ausgewählten Landungsstränden der Lagune platziert wurden. Ein Modell im Maßstab 1:76 Meter wurde auch vom Geheimdienst des 14. Brigade-Hauptquartiers hergestellt und verwendet, um den Männern der Angriffsbataillone die Operation zu erklären. Am Ende der Übungsmanöver am Strand von Ruravai war jeder Mann mit dem Territorium und seiner speziellen Aufgabe so vertraut, wie es die verfügbaren Karten, Modelle, Fotos und Anleitungen leisten konnten. mini|Maßstabsgetreues Modell, das für die Planung zur Landung auf Nissan angefertigt wurde In der Anfangsphase wurde die Operation durch Änderungen des Invasionstermins behindert, die nicht nur die Heeresplaner, sondern auch die Marine- und Luftwaffeneinheiten betrafen, mit denen die gesamte Operation sehr eng koordiniert war. Am 4. Januar wurde Barrowclough mitgeteilt, dass die Operation auf den 1. Februar verschoben worden sei, was eine entsprechende Verschiebung der Vorabaufklärung bedeutete, da zwischen den beiden Ereignissen nur maximal zehn Tage vergehen sollten. Am folgenden Tag wurde die Operation durch eine weitere Verschiebung auf den 15. Februar terminiert. Auch dies war zweifelhaft, bis Halsey am 24. Januar einen Befehl erließ, der sowohl das Datum als auch den Ort bestätigte.

Um trotz der Anwesenheit der Japaner eine gründliche Erkundung zu gewährleisten, wurde eine Aufklärung angeordnet. Aus Gründen der Geheimhaltung wurde als Datum der Aufklärung der 31. Januar 1944 festgelegt, der letzte Moment, in dem die resultierenden Informationen bei der Vorbereitung oder endgültigen Ausarbeitung der Angriffspläne hilfreich sein würden.

Die Japaner auf den Green Islands Die Japaner hatten die Green Islands am 23. Januar 1942 annektiert. Das japanische Kommando in Rabaul erkannte, dass der Verlust der Green Islands den Alliierten einen ausgezeichneten Standort für einen Flugplatz bieten würde, um Rabaul und ihre anderen Stützpunkte in Neubritannien und Neuirland anzugreifen. Aber außer der Positionierung von zwölf Spähposten der Marine und Befehlen, dass eine strenge Wache aufrechtzuerhalten sei, taten sie nichts, um die Inseln aufzurüsten. Lastkähne nutzen die Inseln als Zwischenstation. Sie lagen tagsüber geschützt in der Lagune und bewegten sich nur nachts auf der Fahrt zwischen Rabaul und Buka. Die hölzernen Boote der Daihatsu-Klasse waren im Allgemeinen mit beeindruckenden Waffen ausgestattet. Die Luftaufklärung der Alliierten zeigte, dass die Inseln nur leicht besetzt waren, aber die Zahlen neigten dazu zu schwanken, wenn Lastkähne die Inseln erreichten.

Aufklärung Am 10. und 11. Januar 1944 untersuchten vier PT-Boote vom Stützpunkt Torokina kommend die Lagunenkanäle und fanden den Südkanal tief genug, um Panzerlandungsschiffe (LSTs) passieren zu lassen. mini|Die schnellen Zerstörer der Fletcher-Klasse waren in den Gewässern um die Salomonen die meist eingesetzten Schiffe ihrer Art. Hier die USS Bennett. Die nächste Aufklärungsaktion fand in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar statt, so kurz vor dem Start der Operation Squarepeg, dass die Japaner keine Zeit hatten die Garnison zu verstärken und so zogen sie sich auf die Südseite der Insel zurück. Ein Transportverband mit den Zerstörern Talbot, Waters und Dickerson, abgeschirmt von den Zerstörern Fullam, Bennett, Guest und Hudson, nahm am 29. Januar 1944 eine 300 Mann starke gemischte Truppe, bestehend aus amerikanischen und neuseeländischen Soldaten, auf Vella Lavella an Bord. Die Truppe nahm Kurs auf die Green Islands. Die beiden Torpedoboote PT-176 und PT-178 stießen vor Torokina zu ihnen.

In der nächsten Nacht leiteten die PT-Boote die Landungsboote durch die Lücke zwischen Barahun und Nissan und in die tiefen Gewässer der Lagune bei der Pokonian Plantage. Kurz darauf erkundeten die Männer die Insel, wählten Landungsstrände und einen Flugplatz aus, überprüften die Tiefe der Lagune und befragten Mitglieder der einheimischen Bevölkerung, die den Japanern im Allgemeinen feindlich gegenüberstanden.

Die Aufklärungsmission verlief nicht ohne Zwischenfälle. Ungefähr anderthalb Kilometer südlich des Brückenkopfes der Alliierten auf der Pokonian Plantage entdeckte eine Gruppe einen japanischen Lastkahn, der unter den Bäumen in einer kleinen Bucht vor Anker lag. Die Inselbewohner sagten ihnen, dass sich die Mannstärke der Japaner auf etwa 50 bis 60 belief, allerdings keine Japaner in der Gegend seien, aber der Kommandeur der Gruppe beschloss Nachforschungen anzustellen. Er beobachtete den Kahn durch sein Fernglas, konnte aber kein Lebenszeichen entdecken. Daher befahl er dem Steuermann seines Landungsbootes, sich dem Kahn zu nähern. Kurz darauf eröffneten japanische Soldaten, die in zwei gut getarnten Lastkähnen nur einige Meter entfernt lagen, das Feuer. Weitere Japaner schossen aus Erdbunkern und aus den Bäumen auf die Gruppe. Der Angriff kam so überraschend, dass es nicht sofort gelang, das eigene Boot zu wenden und ein Gegenfeuer zu eröffnen. Nachdem die Gruppe sich einige hundert Meter von den Japanern entfernt hatte, stellten die Japaner das Feuer ein. Drei Gruppenmitglieder waren gefallen und fünf verwundet. mini|Japanischer Jäger Mitsubishi A6M (Zero) Als die Vorbereitungen zum Verlassen der Insel liefen, tauchten sechs japanische Zero-Jäger auf und bombardierten die alliierten Landungsboote, von denen eines mit Munition gefüllt war. Um ein schlechteres Ziel zu bieten, fuhren die Boote im Zickzack in alle Richtungen davon. Die Zeros versuchten noch einen Angriff im Tiefflug, doch eine Maschine wurde getroffen. Das Flugzeug warf seine Bomben ab und verlor mit rauchendem Triebwerk schnell an Höhe. Die anderen Maschinen drehten ab. Auf den Booten wurde ein Soldat getötet und zwei verwundet.

Die japanische Reaktion