mini|Dezső Szentgyörgyi mini|Grab von Dezső Szentgyörgyi
Vitéz Dezső Szentgyörgyi (* 16. Januar 1915 in Kőkút, Königreich Ungarn; † 28. August 1971 bei Kopenhagen, Dänemark) war ein ungarischer Pilot und Offizier. Mit 29 Abschüssen gilt er als der erfolgreichste Jagdflieger der Königlich Ungarischen Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg.
Leben Dezső Szentgyörgyi wurde 1915 in Kőkút geboren und besuchte die Schule in Enying, nachdem seine Familie dorthin gezogen war. Zunächst lernte er den Schlosserberuf, trat jedoch 1933 mit 18 freiwillig in die Königlich Ungarischen Luftstreitkräfte ein und war dort zunächst als Mechaniker tätig. Er erwarb seine Fluglizenz in Székesfehérvár mit ausgezeichneten Prüfungsnoten und ließ sich später zum Jagdflieger ausbilden. Ab 1. Juni 1942 kämpfte er an der Ostfront und flog zunächst Jagdflugzeuge vom Typ Reggiane Re.2000 und später vom Typ Messerschmitt Bf 109. Seinen ersten Luftsieg errang er im Juni 1943. Im Jahr 1944 kam er zur Elite-Jagdgruppe 101. Puma (101. Puma Honi Légvédelmi Vadászrepülő Osztály) und wurde nach 142 Einsätzen und 7 Abschüssen an den ungarischen Kriegsschauplatz beordert. Bis er am 5. Mai in Kriegsgefangenschaft kam, gelangen ihm in 218 Einsätzen 29 Abschüsse.Gyula Gáal: Légi Gyözelmek: Tízen Felül. In: József Szabó (Hrsg.): Magyar Szárnyak a Magyar Repülés Emlékei
Nachdem er 1946 aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt war, wurde er Pilot bei der Fluggesellschaft Maszovlet. Im Jahr 1950 wurde er für seinen Einsatz im Zweiten Weltkrieg verurteilt und kam erst im August 1956 wieder frei. Er wurde Pilot und später Kapitän bei der Malév. Bei seinem letzten Flug vor dem Ruhestand verunglückte er am 28. August 1971 bei einem Flug von Oslo nach Budapest mit einer Iljuschin Il-18 (HA-MOC) im Landeanflug zu einem Zwischenstopp in Kopenhagen tödlich. Von den 34 Insassen überlebten nur 2 Passagiere den Unfall (siehe auch Malév-Flug 731).Unfallbericht IL-18 HA-MOC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 9. August 2021.
Szentgyörgyi wurde auf dem Friedhof Farkasréti in Budapest beerdigt.
Früher trug der Militärflugplatz Kecskemét (MH 59. Szentgyörgyi Dezső repülőbázis) seinen Namen. Seit dem 1. Januar 2023 wird die Luftwaffenbasis unter dem Namen „MH vitéz Szentgyörgyi Dezső 101. Repülődandár (Luftwaffenbrigade)“ weitergeführt.https://honvedelem.hu/alakulat/magyar-honvedseg-vitez-szentgyorgyi-dezso-101-repulodandar.html
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Militärperson (Königreich Ungarn, 1920–1946) Kategorie:Jagdpilot im Zweiten Weltkrieg (Ungarn) Kategorie:Mitglied des Vitézi Rend Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1915 Kategorie:Gestorben 1971 Kategorie:Mann Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse