mini|links|Blick über Mortágua in der Abenddämmerung Mortágua ist eine Vila (Kleinstadt) und ein Kreis (Concelho) in Portugal mit Einwohnern (Stand ).
Geschichte Die Anwesenheit der Römer wird durch Funde in einigen Ortschaften des heutigen Kreises belegt. Nach Eroberung des Gebietes von den Mauren im Zuge der Reconquista wurde es im Jahr 985 an das Kloster von Lorvão gegeben. Der Ort hieß damals Mortalago, zurückgehend auf die Namensgebung durch die Römer nach der Trockenlegung eines etwa 30 Quadratmeter großen Sees durch Abschneiden eines Zuflusses an einem Felsen im Süden des heutigen Ortes im ersten Jahrhundert (ins heutige Portugiesisch hergeleitet aus: Morte = Tod, und Lagoa = See).João Fonseca: Dicionário do Nome das Terras. 2. Auflage, Casa das Letras, Cruz Quebrada 2007, Seite 172 (ISBN 978-972-46-1730-5) Nach erneuter Einnahme durch die Araber wurde Mortalago, aus dem sich der heutige Name entwickelte, zwischen 1058 und 1064 endgültig zurückerobert, durch Ferdinand I. (León).
Seine ersten Stadtrechte (Foral) nach der Unabhängigkeit des Königreich Portugals erhielt Mortágua 1192, die 1403 und schließlich 1514 erneuert wurden.
Im Verlauf der Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel zogen französische Truppen mehrmals durch den Kreis Mortágua, wo sie vor der Schlacht von Buçaco am 27. September 1810 auch lagerten.
Ab 1854 ließ die Stadtverwaltung von Mortágua Brachland und für Landwirtschaft ungeeignete Flächen aufforsten, insbesondere mit iberischen Kiefernarten. In der Folge wurden bis zu zwei Dritteln der Fläche des Kreises zu Waldgebieten. Von Bedeutung für den Kreis war auch der 1979 fertiggestellte und 1981 in Betrieb genommene Stausee Barragem da Aguieira, am Rio Dão., abgerufen am 7. Januar 2013www.verportugal.net, abgerufen am 7. Januar 2013
Verwaltung Kreis Mortágua ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho) im Distrikt Viseu. Am hatte der Kreis Einwohner auf einer Fläche von km².
Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Águeda, Tondela, Santa Comba Dão, Penacova, Mealhada sowie Anadia.
Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden die Gemeinden (Freguesias) Mortágua, Vale de Remígio, Cortegaça und Almaça zur neuen Gemeinde União das Freguesias de Mortágua, Vale de Remígio, Cortegaça e Almaça zusammengefasst. Der Kreis besteht seither aus den folgenden sieben Gemeinden:Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014 mini|hochkant=1.3|Kreis Mortágua
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerzahl im Kreis Mortágua (1801–2011) 1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011 5.864 7.520 8.834 10.268 13.024 11.291 10.662 10.379 9.864
Kommunaler Feiertag Christi Himmelfahrt mini|rechts|Der Bahnhof Mortágua um 1900 Städtepartnerschaften : Figueira da Foz (seit 1997)www.anmp.pt, abgerufen am 7. Januar 2013
Verkehr Mortágua liegt an der Eisenbahnstrecke Linha da Beira Alta.
Die Durchgangsstraße IP3 und die Nationalstraßen (E.N., auch N) 234, 334-1 und 228 führen durch Mortágua, das mit der geplanten Weiterführung der A35 auch einen Autobahnanschluss erhalten wird.
Söhne und Töchter der Stadt Tomás da Fonseca (1877–1968), liberaler Politiker und Schriftsteller Branquinho da Fonseca (1905–1974), Schriftsteller, Sohn des Tomás da Fonseca Francisco Neto (* 1981), Fußballtrainer
Weblinks
Offizielle Website der Kreisverwaltung
Einzelnachweise
Kategorie:Weinbauort in Portugal