mini|Lage der Gemarkung Gorbitz in Dresden Die Liste der Straßen und Plätze in Gorbitz beschreibt das Straßensystem im Dresdner Stadtteil Gorbitz mit den entsprechenden historischen Bezügen. Aufgeführt sind Straßen und Plätze, die im Gebiet der Gemarkung Gorbitz liegen. Kulturdenkmale in der Gemarkung Gorbitz sind in der Liste der Kulturdenkmale in Gorbitz aufgeführt.

Das Gebiet von Gorbitz ist seit 1991 den fünf statistischen Stadtteilen Löbtau-Nord (Nr. 92), Naußlitz (Nr. 94), Gorbitz-Süd (Nr. 95), Gorbitz-Ost (Nr. 96) und Gorbitz-Nord/Neuomsewitz (Nr. 97) zugewiesen, die wiederum zum Stadtbezirk Cotta der sächsischen Landeshauptstadt Dresden gehören. Wichtigste Straßen in der Gorbitzer Flur sind die Kesselsdorfer Straße und die Coventrystraße. Historisch bedeutsam ist zudem die Uthmannstraße als Verbindung zwischen den beiden Dorfkernen Ober- und Niedergorbitz. Insgesamt gibt es in Gorbitz 58 benannte Straßen und Plätze, die in der folgenden Liste aufgeführt sind.

Legende

Straßenverzeichnis Name/Lage Länge/Maße Namensherkunft Jahr der Benennung Anmerkungen Bild Altgorbitz Dorfkern von Niedergorbitz 1921 150px|Altgorbitz Altgorbitzer Ring Gorbitz 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Einkaufsmöglichkeiten, Freiwillige Feuerwehr Gorbitz, Alten- und Pflegeheim der Volkssolidarität Dresden 150px|Altgorbitzer Ring Am Altfrankener Park Altfrankener Park 1950 vor 1926 Wilhelmstraße, dann Am Lucknerpark 150px|Am Altfrankener Park Am Brunnen Gorbitzer Röhrfahrt 1921 Bis 1921 Talstraße. 1584 wurde hier ein Brunnen angelegt, von dem aus über hölzerne Wasserleitung (die Gorbitzer Röhrfahrt) das Dresdner Residenzschloss mit Wasser versorgt wurde. Das Haus Nr. 5 steht unter Denkmalschutz. 150px|Am Brunnen Am Gorbitzbach Gorbitzbach 1979 Wohnbebauung (WBS 70), ehemalige 132. Grund- und Mittelschule (2012–14 zu Wohnungen umgebaut) 150px|Am Gorbitzbach Am Ziegenberg Flurname Am Ziegenberg 1921 bis 1921 Quergasse; bei den Luftangriffen auf Dresden wurden hier im Februar 1945 einige Gebäude zerstört 150px|Am Ziegenberg Amalie-Dietrich-Platz Amalie Dietrich 1993 bis 1993 Platz der Bauarbeiter, Einkaufszentren Gorbitzer Hof und Kess, Ärztehaus, drei Wohnhochhäuser des Typs WHH 17, 135. Grundschule 150px|Amalie-Dietrich-Platz Asternweg Astern 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Kindertagesstätte 150px|Asternweg Beerenhut Wüstung Beerhut 1921 Bis 1921 Roßthaler Straße. Die Häuser Nr. 10a, 14 und 24 stehen unter Denkmalschutz. 150px|Beerenhut Birkenstraße Birken 1983 Wohnbebauung (WBS 70) 150px|Birkenstraße Braugäßchen ehemalige Gorbitzer Brauerei 1921 bis 1921 Brauereistraße 150px|Braugäßchen Braunsdorfer Straße Braunsdorf 1921 Die Straße wurde 1898 in Löbtau angelegt und wurde zunächst nach der sächsischen Kronprinzessin Luise von Toscana Prinzeß-Luisen-Straße genannt. 1921 wurde sie in Braunsdorfer Straße umbenannt. Im Zuge der Errichtung des Neubaugebiets wurde sie nach Gorbitz verlängert. Auf Gorbitzer Flur befindet sich hier Wohnbebauung (WBS 70 und ein Hochhaus des Typs WHH 17) 150px|Braunsdorfer Straße Coventrystraße Coventry 1993 1979 angelegt; bis 1993 Hermann-Matern-Straße, dann Umbenennung nach Dresdens Partnerstadt Coventry; die Straße mündet in den zwischen 1999 und 2002 erbauten Bramschtunnel 150px|Coventrystraße Dahlienweg Dahlien 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Kindertagesstätte 150px|Dahlienweg Ebereschenstraße Eberesche 1983 Wohnbebauung (WBS 70), 2005 wurde ein Teil der Bebauung abgerissen und an dieser Stelle der Stadtblickpark angelegt. 150px|Ebereschenstraße Espenstraße Espe 1983 Laborschule Dresden, Kindertagesstätte 150px|Espenstraße Fliederberg Flurname Fliederberg 1921 Bis 1921 Bergstraße; Die Häuser Nr. 2 und 18 dienten ehemals als Schänke bzw. Restaurant. Die Häuser Nr. 1, 2 und 4 sowie der Keller von Nr. 18 stehen unter Denkmalschutz. 150px|Fliederberg Forsythienstraße Forsythien 1986 Die Straße verläuft durch Gorbitz und Omsewitz. Die hier befindliche 142. Grundschule wurde nach 2002 abgerissen; an ihrer Stelle entstand 2006 ein Neubau; die ehemalige Schulsporthalle ist noch erhalten. 150px|Forsythienstraße Georginenweg Dahlien (Georginen) 1967 Anfang der 1930er Jahre angelegt; zwischen 1933 und 1967 Malmedystraße 150px|Georginenweg Geyersgraben Geyersgraben 1921 Bis 1921 Am Graben. Das Haus Nr. 15 steht unter Denkmalschutz 150px|Geyersgraben Gorbitzer Straße Gorbitz 1926 Die Straße hieß in Leutewitz ursprünglich Oberer Leichenweg und in Gorbitz Leutewitzer Straße. 1904 wurde sie in Leutewitz in Gorbitzer Straße umbenannt, 1926 erfolgte auch in Gorbitz die Umbenennung. 150px|Gorbitzer Straße Hainbuchenstraße Hainbuche 1983 Wohnbebauung (WBS 70) 150px|Hainbuchenstraße Heimkehr unbekannt 1920 Wohnbebauung 150px|Heimkehr Helbigsdorfer Weg Helbigsdorf 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Volkshochschule Dresden (Standort Gorbitz) 150px|Helbigsdorfer Weg Herzogswalder Straße Herzogswalde 1979 Wohnbebauung (WBS 70) 150px|Herzogswalder Straße Hetzdorfer Straße Hetzdorf 1979 Wohnbebauung (WBS 70) 150px|Hetzdorfer Straße Hilbertstraße Carl Hilbert (1848–1923), Gemeindeältester 1912 1920 Verlängerung zur Kesselsdorfer Straße 150px|Hilbertstraße Hirtenstraße ehemalige Viehtreibe des Kammerguts Gorbitz 1926 Nach 1921 wurde hier mit dem Bau einer Stadtrandsiedlung begonnen, die erst in den 1930er Jahren fertiggestellt wurde. Bis 1926 hieß die Straße Pietzschstraße. 150px|Hirtenstraße Hofwiesenstraße Flurname Hofwiesen 1921 Bis 1921 Dammweg. Die Hofwiesen, die an dieser Straße lagen, trugen diesen Namen, weil sie zum Kammergut Gorbitz gehörten, das direkt dem kurfürstlich-sächsischen Hof unterstand. Die Hofwiesenstraße führt als Gartenweg weiter durch das benachbarte Wölfnitz. Die Häuser Nr. 6 und 28 stehen unter Denkmalschutz. 150px|Hofwiesenstraße Höhenpromenade 1979 Fußgängerzone beiderseits der Straßenbahntrasse 150px|Höhenpromenade Julius-Vahlteich-Straße Julius Vahlteich 1979 Polizeirevier Dresden-West 150px|Julius-Vahlteich-Straße Kapellenweg Kapelle Gorbitz 1926 bis 1926 Hermannstraße 150px|Kapellenweg Kaufbacher Straße Kaufbach 1986 Die Straße wurde Anfang der 1980er Jahre angelegt, um Abraum, der bei der Errichtung des Neubaugebiets anfiel, zur ehemaligen Sandgrube am Firstenweg in Dölzschen/Roßthal zu transportieren. Hier befindet sich das Herrenhaus Gorbitz, der letzte erhaltene Teil des ehemaligen Kammerguts; es steht unter Denkmalschutz. 150px|Kaufbacher Straße Kesselsdorfer Straße Kesselsdorf 1904 Die Kesselsdorfer Straße war ursprünglich Teil der Verbindung zwischen dem Kloster Altzella und dessen Besitzungen in Leubnitz-Neuostra und verband die Residenzstadt Dresden mit der wichtigen Bergbaustadt Freiberg. Im 18. Jahrhundert wurde sie zur Poststraße, von 1810 bis 1812 dann zur Chaussee ausgebaut. Ab 1871 hieß sie zunächst Wilsdruffer Straße, im 20. Jahrhundert war sie als Bundesstraße 173 bedeutend, bis diese nach Norden (Bramschtunnel) verlegt wurde. Die Häuser Nr. 127, 179, 179a, 185, 187, 189, 200 und 208 stehen unter Denkmalschutz.150px|Kesselsdorfer Straße Kirschenstraße Japanische Blütenkirsche 1983 Wohnbebauung (WBS 70) 150px|Kirschenstraße Leßkestraße Friedrich August Leßke 1921 bis 1921 Schulstraße; hier befindet sich das älteste Schulgebäude von Gorbitz (1890 errichtet, 2001 geschlossen); Kindertagesstätte. Die Häuser Nr. 1, 6, 10 und 12 stehen unter Denkmalschutz. 150px|Leßkestraße Leutewitzer Ring Leutewitz 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Philippuskirche, Schulcampus mit Gymnasium Dresden-Gorbitz und BSZ für Wirtschaft „Franz Ludwig Gehe“, zwei Kindertagesstätten, Seniorenheim des Arbeiter-Samariter-Bundes. Die Häuser Nr. 31 und 33, die Wand- und Deckenbilder von Nr. 5, der Märchenbrunnen und die Philippuskirche (Nr. 75) stehen unter Denkmalschutz. 150px|Leutewitzer Ring Limbacher Weg Limbach 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Kindertagesstätte 150px|Limbacher Weg Malterstraße Malter 1926 bis 1926 Südstraße; seit 1923 befindet sich hier auf Gorbitzer Flur die Sportstätte Malterstraße; Kindertagesstätte 150px|Malterstraße Margeritenstraße Margeriten 1967 Anfang der 1930er Jahre angelegt; zwischen 1933 und 1967 Eupener Straße 150px|Margeritenstraße Merianplatz Maria Sibylla Merian 1993 1979 angelegt; bis 1993 Platz der Eisenbahner, Einkaufszentrum Sachsenforum, Stadtteilbibliothek 150px|Merianplatz Nelkenweg Nelken 1933 Hier entstand 1933 eine Stadtrandsiedlung, in der Arbeitslose zu günstigen Krediten kleine Wohnhäuser mit Ställen errichten konnten. Die Grundstücke wurden von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach der benachbarten Schweinesenke wurde die Siedlung bald „Schweinesiedlung“ genannt, ihre offizielle Bezeichnung lautet aber „Wetterscheide“. 150px|Nelkenweg Neunimptscher Straße Günther Karl Albrecht von Nimptsch Der Roßthaler Rittergutsbesitzer Günther Karl Albrecht von Nimptsch ließ hier ab 1785 mehrere Drescherhäuser errichten. Die Siedlung, zu der noch weitere Gebäude gehören, erhielt den Namen Neunimptsch. Die Häuser Nr. 6 und 12 stehen unter Denkmalschutz. 150px|Neunimptscher Straße Omsewitzer Ring Omsewitz 1979 Wohnbebauung (WBS 70), 138. Ober- und 139. Grundschule, zwei Kindertagesstätten 150px|Omsewitzer Ring Pesterwitzer Straße Pesterwitz 1922 Die Häuser Nr. 2 und 7 stehen unter Denkmalschutz. 150px|Pesterwitzer Straße Rädestraße Friedrich Gottlieb Räde, Gemeindevorstand 1926 bis 1926 Heinrichstraße; 1905 wurde hier der Obergorbitzer Friedhof angelegt 150px|Rädestraße Robinienstraße Robinien 1983 Wohnbebauung (WBS 70) 150px|Robinienstraße Schlehenstraße Schlehdorn 1986 Die Straße liegt größtenteils in der Gemarkung Omsewitz, auf Gorbitzer Flur befindet sich der Betriebshof Gorbitz 150px|Schlehenstraße Schreberstraße Moritz Schreber 1933 Hier entstand 1933 eine Stadtrandsiedlung, in der Arbeitslose zu günstigen Krediten kleine Wohnhäuser mit Ställen errichten konnten. Die Grundstücke wurden von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach der benachbarten Schweinesenke wurde die Siedlung bald „Schweinesiedlung“ genannt, ihre offizielle Bezeichnung lautet aber „Wetterscheide“. 150px|Schreberstraße Silberfund Fund historischer Silbermünzen 1921 bis 1921 Mittelstraße. Das Haus Nr. 3 und der Keller von Haus Nr. 2 stehen unter Denkmalschutz. 150px|Silberfund Sonnenblumenweg Sonnenblume 1979 Wohnbebauung (WBS 70) 150px|Sonnenblumenweg Spartenweg 1979 Fußweg zwischen Conertplatz und Dahlienweg 150px|Spartenweg Tanneberger Weg Tanneberg 1979 Wohnbebauung (WBS 70) 150px|Tanneberger Weg Tulpenweg Tulpen 1933 Hier entstand 1933 eine Stadtrandsiedlung, in der Arbeitslose zu günstigen Krediten kleine Wohnhäuser mit Ställen errichten konnten. Die Grundstücke wurden von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach der benachbarten Schweinesenke wurde die Siedlung bald „Schweinesiedlung“ genannt, ihre offizielle Bezeichnung lautet aber „Wetterscheide“. 150px|Tulpenweg Uthmannstraße Gustav Adolf Uthmann 1921 bis 1921 Dorfstraße bzw. Brauereistraße; Verbindungsstraße zwischen Ober- und Niedergorbitz. Die Häuser Nr. 30, 31, 32, 34, 36, 38, 40, 43, 67, 71, 75 und 79 sowie die Kapelle Gorbitz (Nr. 26) und die Stützmauern entlang der Straße stehen unter Denkmalschutz. 150px|Uthmannstraße Weideweg Weiden 1983 Wohnbebauung (WBS 70) 150px|Weideweg Wilsdruffer Ring Wilsdruff 1983 1983 angelegt; Wohnbebauung (WBS 70) 150px|Wilsdruffer Ring Wölfnitzer Ring Wölfnitz 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Erlebnisbad Elbamare 150px|Wölfnitzer Ring

Literatur Karlheinz Kregelin: Das Namenbuch der Straßen und Plätze im Westen der Stadt Dresden. Briesnitz, Cotta, Dölzschen, Friedrichstadt, Gorbitz, Kemnitz, Leutewitz, Löbtau, Naußlitz, Omsewitz, Roßthal, Stetzsch, Wölfnitz, Wilsdruffer Vorstadt. Herausgegeben vom Stadtmuseum Dresden. Fliegenkopf, Halle (Saale) 1996, ISBN 3-930195-09-7.

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Einzelnachweise

Gorbitz !Strassen und Platze in Gorbitz