Der Otterbach ist ein unter 6 km langer, etwa nordostwärts und überwiegend im Murrhardter Wald fließender Mittelgebirgsbach im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis. Er entspringt und mündet im Gebiet der Kleinstadt Murrhardt und läuft kurz auch am Rand zum Gebiet der Nachbargemeinde Kaisersbach. Am Beginn von deren Oberlaufknie fließt er von rechts in die obere Murr ein.

Die Murr hat noch einen weiteren Zufluss Otterbach am Unterlauf wenig vor Steinheim an der Murr.

Geographie Verlauf Der Otterbach entsteht auf etwa im Behwald am Südrand des Murrhardter Stadtgebietes dicht an der Grenze zur Gemarkung der Nachbargemeinde Kaisersbach. Der Bach fließt anfangs nordnordostwärts und bald auf der Grenze der beiden Kommunen, erst durch die Waldmulde Wanne, dann in der offenen Flur teils von Bäumen begleitet in leichter Schlängelung fast einen halben Kilometer nördlich am Kaisersbacher Weiler Weidenhof vorbei. Nach gut einem Kilometer erreicht er auf etwa den Rand des linken Zweigs der nun wieder bewaldeten Dosenklinge, in der er nach gut zweihundert Metern langem, recht steilem Abfall auf sich mit seinem ersten größeren, durch den anderen Klingenast zuletzt von Süden kommenden Zufluss Weidenbach vereint. Die Bäche stürzen über Wasserfallstufen zu Tale, wonach der Otterbach zunächst nordostwärts weiter durch die Klinge zieht.

Am Ende dieses Waldklingenabschnittes wechselt er aufs Murrhardter Stadtgebiet über, nimmt in künftig wenigstens halbseitig offenem Talgrund, in der ihn meist eine Gehölzgalerie begleitet, von links den Kuhbach auf, aus dessen Klinge die L 1120 ins Tal tritt, und von rechts den Pfaffenbach. Danach wendet er sich an der Mettelberger Sägmühle auf nördlichen Lauf. Er passiert die Schlossmühle am rechten Ufer und weiter abwärts den ebenfalls rechts liegenden Weiler Mettelbach, dem gegenüber mit dem Hühnerbach ein weiterer etwas längerer Klingenbach von links zumündet. Nach dem Ort zweigt in nun beidseits des Bachlaufs offenem Talgrund nach links ein ehemaliger Mühlgraben ab, der gegenüber dem am rechten liegenden Marxenhof am linken Hangfuß verläuft und nach dem heute am ehemaligen Mühlplatz stehenden Sanatorium Waldfrieden wieder zurückfließt.

Dort endet sein bisher stets zumindest an den Hängen bewaldeter, recht enger Talabschnitt, der Otterbach tritt nun in die mit seinem größten Zufluss Gänsbach, der am Unterlauf auch Göckelbach genannt wird, gemeinsame, etwa halbkilometerbreite Flurtalmulde ein und wendet sich nach dessen Zufluss von rechts gegenüber dem Göckelhof in die nordwestliche Zugrichtung der Talachse. Nach einem über einen halben Kilometer langen, nun stark mäandrierenden Restlauf mündet er auf etwa neben der im neuen Tal verlaufenden L 1149 und gegenüber dem Sporn des Raitbergs von rechts in die obere Murr, die um diesen ihre Oberlaufwende von etwa 135° nach links schlägt.

Der Otterbach mündet nach einem 5,7 km langen Lauf mit mittlerem Sohlgefälle von etwa 35 ‰ etwa 198 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle in die Murr, die dort zwar schon etwa ein Drittel länger ist als er, aber ein Siebtel weniger an Einzugsgebiet angesammelt hat, als ihr nun der Otterbach hinzufügt.

Einzugsgebiet Der Otterbach hat ein 14,8 km² großes Einzugsgebiet, das naturräumlich gesehen überwiegend zum Unterraum Murrhardter Wald der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge gehört, während ein kleiner Teil im Nordosten entlang der Unterläufe von Gänsbach und auch Otterbach zu dessen Unterraum Murrtal zählt sowie ein kleiner Streifen im Osten um die oberen rechten Zuläufe des Gänsbachs zum Unterraum Kirnberger Wald gerechnet wird. Im Süden erstreckt es sich bis an den Nordrand des Unterraums Welzheim-Alfdorfer Platten des Welzheimer Waldes im Naturraum Schurwald und Welzheimer Wald. Dort werden zwischen der Kuppe im Gehrn bei Kaisersbach-Höfenäckerle an der Südwest- und der Schanze bei Kaisersbach-Mönchhof an der Südostecke die größten, wenig um schwankenden Höhen erreicht, das Maximum am Wasserturm am Westrand von Kaisersbach liegt bei etwa .

Auf etwas mehr als der Hälfte der Fläche steht Wald, der sich mit offenen Anteilen abwechselt. Diese liegen vor allem auf dem Höhenrücken zur obersten Murr links des Otterbachtales und Weidenhof und Metterberg, am Ostrand westlich der Ortsgrenze von Kirchenkirnberg, in schmalen Streifen der mittleren beiden großen Täler sowie auf dem Grund der Talachse aus unterem Gänsbach und unterstem Otterbach. In der offenen Flur dominieren in den Hoch- wie den Tieflagen die Wiesen.

Reihum grenzen die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer an: Von der Waldkuppe im Gehrn bis zur Mündung liegt jenseits der nordwestlichen Wasserscheide das Einzugsgebiet der obersten Murr, die lange vor allem über ihre rechten Zuflüsse Sitterichbach und Klettenbach konkurriert; im Norden nimmt meist jenseits des Hornbergs der rechte Murr-Zufluss Fornsbach den Abfluss zur anderen Seite auf, der nur wenig abwärts des Otterbachs von Osten her in die Murr einfließt; im Osten läuft auf der anderen Seite der Hochebene um Kirchenkirnberg der Glattenzainbach nordwärts zur Fichtenberger Rot, einem Zufluss nun des Kochers, dessen Wasser sich erst im Neckar mit dem der Murr vermischt; im Südosten verläuft die Wasserscheide kurz zum Quellgebiet des Mosbachs, eines Oberlaufs derjenigen Rot, die an der Voggenberger Sägmühle in den oberen Kocher-Zufluss Lein einfließt; im Süden führt jenseits der Stufenkante des Welzheimer Waldes der Ortsbach seinen Abfluss über die Blinde Rot und dann die Finstere Rot derselben Rot zu; ebenfalls im Süden liegt das Quellgebiet der Lein selbst und im Südwesten entspringt an der Südseite der Gehrn-Kuppe die Wieslauf, größter Zufluss der Rems, die den Neckar noch vor der Murr erreicht.

Etwas über 3 km² des Einzugsgebietes vor allem im Südwesten gehören zur Gemeinde Kaisersbach, fast der ganze übrige Teil davon zum Gebiet der Kleinstadt Murrhardt, ausgenommen nur etwa 0,6 km² auf dem Hornberg rechts des Gänsbach-Unterlaufs, die zur Gemeinde Fichtenberg im Nachbarlandkreis Schwäbisch Hall gehören.

Am Lauf selbst liegen die Murrhardter Orte Mettelberger Sägmühle, Schlossmühle, Mettelbach, Marxhof, Sanatorium Waldfriede und zuletzt Göckelhof. Die drei einzigen Kaisersbacher Orte stehen in Abstand rechts des Oberlaufs (Weidenhof und Bruch) sowie im Tal des ersten rechten Zuflusses gleichen Namens (Weidenbach). Links auf dem Bergrücken neben dem Mittellauf steht Mettelberg, am Lauf des großen Zuflusses Gänsbach folgen aufeinander die Orte Gänshof, Gärtnershof, Mutzenhof, Ober- und Unterneustetten, alle zu Murrhardt gehörig. Rechts der Talachse unterer Gänsbach–unterer Otterbach stehen auf der Höhe Tiefenmahd und Spielhof innerhalb des Einzugsgebietes, dazu wenige Häuser am westlichen Ortsrand des Dorfes Kirchenkirnberg, alle zu Murrhardt gehörig, sowie die zwei kleinen Fichtenberger Orte Hornberg und Hornberger Reute.

Zuflüsse und Seen Liste der Zuflüsse und class=noviewer|10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Ursprung des Otterbachs auf etwa ca. 0,9 km westnordwestlich von Kaisersbach-Weidenhof im Behwald. Der Bach läuft ostnordostwärts bis in die Dosenklinge (oder vielleicht auch Doschenklinge?).

Weidenbach, von rechts und Südwesten auf im beginnenden Waldtal Dosenklinge, 1,5 km und 1,6 km². Entsteht am Waldhang unter dem Kaisersbacher Spatzenhof auf etwa .Nach diesem Zufluss läuft der Otterbach in der Dosenklinge zunächst nordostwärts weiter. (Waldhangbach), von rechts und Südosten auf etwa , 0,6 km und ca. 0,2 km². Ursprung auf etwa unterhalb von Heumahden im Waldgewann Stixenreute. (Flurzufluss), von links und Westen auf etwa am Hangfuß unterhalb von Kaisersbach-Weidenhof, 0,7 km und über 0,3 km². Entsteht auf etwa in einem kurzen bewaldeten Klingenriss. Abschnittsweise verdolt. (Waldklingenbach), von rechts und Südosten auf etwa in Kaisersbach-Weidenbach, 0,7 km und unter 0,4 km². Entsteht auf etwa am Waldgewann Weberteich. (Zufluss aus dem Lichtengehrn), von rechts auf etwa im beginnenden Wald der Dosenklinge, 0,5 km und ca. 0,1 km². Entsteht auf etwa im Waldgewann Lichtengehrn. (Waldklingenbach am Nordostrand des Lichtengehrn), von rechts auf etwa in der Dosenklinge, 0,7 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa südlich über Kaisersbach-Bruch. Kuhbach, von links und Westsüdwesten auf etwa gegenüber einem ersten Gehöft im Stadtgebiet von Murrhardt in der sich wieder öffnenden Talflur, 1,5 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf etwa neben der L 1120 Kaisersbach-Ebni–Murrhardt-Mettelbach im Waldgewann Oberer Wald. class=noviewer|10px Durchfließt auf etwa einen Teich an der Abzweigung von der Landesstraße nach Murrhardt-Mettelberg, 0,1 ha. Pfaffenbach, von rechts und Südosten auf etwas vor und gegenüber der Mettelberger Sägmühle in nun schon offener Auenflur, 1,3 km und 0,9 km². Entspringt auf etwa im Naturschutzgebiet Steinhäusle.Nach diesem Zufluss laufen Tal und Bach nordwärts weiter. Brunnenbach, von links und Westen auf etwa nach der Mettelberger Sägmühle, ca. 0,8 km und unter 0,3 km². Entsteht auf etwa etwa 50 Meter nordöstlich des Ortsrandes von Mettelberg. class=noviewer|10px Durchfließt auf etwa einen hinter einem Waldweg angestauten Teich, 0,1 ha. (Bach aus dem Brucher Wald), von rechts und Ostsüdosten auf etwa vor Murrhardt-Schlossmühle, 0,7 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf bis im Brucher Wald. Schimmelbächle, von rechts und Südosten auf etwa in Murrhardt-Mettelbach, ca. 0,6 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa im Espenhau. class=noviewer|10px Passiert auf rund drei Fischteiche am linken Ufer kurz vor Mettelbach, zusammen unter 0,1 ha. Hühnerbach, von links und Westsüdwesten auf etwa gegenüber Mettelbach, 1,2 km und 0,6 km². Entsteht auf etwa nördlich von Mettelberg am Beginn der Hühnerklinge. →(Abgang eines ehemaligen Mühlkanals), nach links auf etwa wenig abwärts von Mettelbach. ←(Rücklauf des ehemaligen Mühlkanals), von links auf etwa am Ende des Waldtales am Sanatorium Waldfrieden, ca. 0,5 km. Gänsbach, am Unterlauf auch Göckelbach, von rechts und zuletzt Südosten auf gegenüber Murrhardt-Göckelhof, 4,2 km und 7,0 km². Der Otterbach selbst ist am Zusammenfluss erst 4,9 km lang und hat erst ein 7,3 km² Einzugsgebiet akkumuliert.Entsteht auf etwa westlich des Rotenbühls am Waldgewann Finken nahe der Gemeindegrenze von Kaisersbach zu Murrhardt. Der Gänsbach fließt zunächst lange etwa nordwärts class=noviewer|10px Durchfließt auf etwa dessen Vorsee und den Treibsee nahe einem Waldwegstern, zusammen 0,2 ha. Pfaffenklingenbach, von rechts und Südsüdosten auf kurz vor Murrhardt-Mutzenhof, 2,1 km und ca. 2,3 km². Entsteht auf etwa am Steigenkopf der L 1150 Kaisersbach–Kirchenkirnberg gegenüber der Einmündung der K 1803 von Gschwend-Altersberg her. (Bach vom Hengstberg), von rechts und Ostsüdosten auf etwa , 1,1 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf etwa etwas über dem Wasserreservoir auf dem Hengstberg. Gänsbach (!) aus der Rommelenklinge, von rechts auf etwa am untersten Lauf gegenüber Murrhardt-Gärtnershof, 1,3 km und ca. 0,7 km². Entspringt auf etwa am oberen Ende des Siedlungsteils Reute entlang der Kaisersbacher Straße von Murrhardt-Kirchenkirnberg. class=noviewer|10px Passiert auf über einen länglichen Teich am rechten Ufer bei Mutzenhof, etwas unter 0,1 ha. Kaltbach, von rechts und Osten auf etwa bei Murrhardt-Oberneustetten, 1,4 km und ca. 0,9 km². Entspringt auf etwa bei Murrhardt-Spielhof.Nach diesem Zufluss wendet sich der Gänsbach nach links auf nordwestlichen Lauf. class=noviewer|10px Durchfließt auf etwa einen Teich nahe bei Oberneustetten, etwa 0,1 ha. Mordklingenbächle, von rechts auf etwa zwischen Ober- und Unterneustetten, 1,6 km und ca. 0,8 km². Entsteht auf etwa östlich des Weilers Fichtenberg-Hornberg. class=noviewer|10px Passiert auf Höhen um eine viergliedrige Teichkette rechts am Lauf bei Oberneustetten, zusammen 0,1 ha.