Fiva [], Künstlername von Nina Sonnenberg (* 12. November 1978 in München), vormals Fiva MC, poolbar.at; abgerufen am 15. April 2024. ist eine deutsche Rapperin, Moderatorin und Autorin.

Musik mini|Fiva bei Rock am Ring 2012 mini|Fiva auf dem Zelt-Musik-Festival 2014 in Freiburg

Nina Sonnenberg kam 1995 das erste Mal mit deutschem Rap in Berührung und übte dann vier Jahre lang im Stillen, bis sie 1999 ihren ersten Freestyle-Auftritt im Münchner Flava Club 70 absolvierte. Bereits ein Jahr später ging sie mit MC Rene auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. fiva-radrum.de Im Jahr 2001 unterschrieben Fiva MC und Radrum beim Hamburger Label Buback ihren ersten Plattenvertrag. Bei Buback nahm sie 2001 mit Radrum ihre erste Single Status Quo und ihr Debütalbum Spiegelschrift auf, das im Herbst 2002 erschienen ist. Das Debütalbum wurde unter anderem von Edward Sizzerhand produziert.Diskografie. sizzerhand.com buback.de; abgerufen am 15. April 2024. mini|Backstage im Stadtpark in Hamburg Im Frühjahr und Dezember 2005 tourte sie mit Fettes Brot.

Im Herbst 2005 gründete sie zusammen mit DJ Radrum (bürgerlich Sebastian Schwarz) ihr eigenes Label Kopfhörer Recordings; dort erschien im November 2006 das zweite Album Kopfhörer.cd-check.de

Im Februar 2009 erschien Rotwild. Weil Radrum mit seinem Studienabschluss beschäftigt war, produzierte Flip von Texta das Album und kümmerte sich auch um die Beats.Interview mit Fiva zu „Rotwild“. regioactive.de

Am 24. Februar 2012 erschien ihr viertes Studioalbum mit dem Titel Die Stadt gehört wieder mir. Produziert wurde es von den Münchner Künstlern Rüde Linhof (Sportfreunde Stiller) und Paul Reno (ehemals Emil Bulls). Mit Band tritt Fiva als „Fiva & Das Phantom Orchester“ auf.laut.de Im September 2012 traten sie für den Bundesvision Song Contest 2012 (Pro7) für Bayern an und landeten auf dem 14. Platz. hiphop.de

Am 20. Juni 2014 erschien das Studioalbum Alles leuchtet. Gäste auf dem Album waren u. a. 5/8erl in Ehr’n, Bernadette La Hengst und Peter Balboa von Sportfreunde Stiller.

2016 stellte sie mit der Jazzrausch Bigband ihr Album Keine Angst vor Legenden auf einer Tournee vor.Mit unprätentiöser Präsenz. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Januar 2016 Das bis heute letzte Album erschien 2019 und trägt als Titel Nina,Fiva MC. Discogs. Fivas bürgerlichen Vornamen. Im Jahr 2022 veröffentlichte Fiva die EP So viel Meer mit sieben neuen Titeln.

Spoken Word / Poetry Slam Auch auf den Poetry-Slam-Bühnen ist Fiva erfolgreich. wdr.de; abgerufen am 15. April 2024. So belegte sie bei den deutschsprachigen Slam-Meisterschaften 2002 den dritten Platz im Einzelwettbewerb und 2004 in Leipzig wurde sie mit ihrem Team Tha Boyz with tha Girlz in Tha Back (mit Nora-Eugenie Gomringer und Mia Pittroff) zum besten Slam-Team im deutschsprachigen Raum gekürt. Im Herbst 2007 veröffentlichte sie ein Buch mit Spoken-Word-CD mit dem Titel Klub Karamell.

Fiva gibt Spoken-Word- und Literatur-Workshops für Jugendliche. Ihre Arbeit als Autorin führte sie u. a. schon zum Poetry Festival Oslo (Norwegen), zum European Lebanese Rapfestival (Beirut (Libanon)), nach Israel und Palästina und nach Sibirien (Barnaul, Omsk, Nowosibirsk). goethe.de

2010 erfolgte ein Musiktheater-Autoren- und Regie-Engagement an der Oper Kiel. Zusammen mit dem Choreographen Mario Schröder und der Dramaturgin Beate Anders setzte sie die „Nibelungen“ szenisch um. Sonnenberg schrieb „Die Nibelungen“ aus der Sicht der Kriemhild um und übernahm die Rolle der Erzählerin. fivasolo.de

Radiomoderation Seit 2007 moderiert Nina Sonnenberg auf dem österreichischen Sender FM4 (ORF) z. B. „Fivas Ponyhof“ (Musiksendung, wöchentlich) und „Unter Palmen“ bzw. „Unter Tannen“ (Talkshow, saisonal); frühere Sendungen, die sie moderierte, waren Zündfunk (Bayern 2) und „Fivas Reim auf die Welt“ / „Das Leben ist eine Scheibe“ auf on3radio (BR).

Fernsehmoderation Ab Mai 2011 moderierte Nina Sonnenberg unter ihrem bürgerlichen Namen auf dem mittlerweile eingestellten Sender ZDFkultur die Sendung „Der Marker“, die im Januar 2012 für den Grimme-Preis nominiert war. Zudem berichtete sie mit ihrer Reihe „Theater: Ein Fest“ für ZDFkultur von europäischen Theaterfestivals, moderierte zusammen mit Jo Schück den „ZDFkultur Poetry Slam“ kultur.zdf.de und berichtete live für ZDFkultur von Musikfestivals in ganz Europa. zdf.de Ab September 2012 moderierte sie zudem im Wechsel mit Pegah Ferydoni das junge Kulturmagazin zdf.kulturpalast, das donnerstags um 20.15 Uhr auf ZDFkulturfernsehserien.de abgerufen am 19. Mai 2011. und samstags um 19.25 Uhr auf 3sat gezeigt wurde; das Magazin war im Jahr 2013 für den Grimme-Preis nominiert.grimme-institut.de Später wurde die Sendung auf dem Sender 3Sat samstags um 19.30 Uhr als Kulturpalast ausgestrahlt und wird mit der Sendung vom 1. Dezember 2018 eingestellt.

2021 war sie neben Ina Regen und Tim Bendzko Jurymitglied der ORF-Castingshow Starmania 21.

Auszeichnungen 2018: Bayerischer Kulturpreis

Diskografie Alben 2002: Spiegelschrift (als Fiva MC mit DJ Radrum) 2006: Kopfhörer (mit DJ Radrum) 2009: Rotwild 2012: Die Stadt gehört wieder mir (mit dem Phantom Orchester) 2014: Alles leuchtet 2016: Keine Angst vor Legenden (mit JRBB) 2019: Nina

EPs 2005: Rücken an Rücken (mit Mnemonic) 2022: So viel Meer

Singles 1999: Demotape (als Fiva MC mit DJ Radrum) 2001: Status Quo (als Fiva MC mit DJ Radrum) 2002: Blaue Flecken / Ich bin (als Fiva MC mit DJ Radrum) 2003: Gegensätze (als Fiva MC mit DJ Radrum feat. Pyranja) 2005: Zurück (in die Zukunft) (als Fiva MC mit DJ Radrum) 2012: Die Stadt gehört wieder mir (mit dem Phantom Orchester) 2012: Dein Lächeln verdreht Köpfe (mit dem Phantom Orchester) 2014: Das Beste ist noch nicht vorbei 2014: Alles leuchtet (feat. 5/8erl in Ehr’n) 2019: Gönn dir (mit Granada) 2019: Auf mich 2019: Der Apfel fällt (mit Flo Mega)

Sampler-Beiträge, Kollaborationen 2000: Kopf oder Kragen (als Fiva MC mit Roey Marquis II) – auf Momentaufnahmen 2 LP von Roey Marquis II 2001: Backfisch (Exclusive Mix) (als Fiva MC & DJ Radrum) – auf Unter Unserem Himmel – Die Zündfunk Compilation 3 2001: Backfisch (als Fiva MC) – auf Masterblaster II 2002: Special Broadcast (als Fiva MC mit DJ Lifeforce & Pyranja) – auf Beatz aus der Bude LP von DJ Lifeforce 2002: Meine Schrift (als Fiva MC mit DJ Stylewarz) – auf The cut von DJ StylewarzEintrag. Discogs. 2003: Unter vier Augen (Waxolutionists feat. Fiva MC) – auf RE:WAX von Waxolutionists 2005: Fädärläsä (als Fiva MC mit DJ Questionmark) – auf Jugend & Kultur von Kutti MCEintrag. Discogs. 2006: Schluss (als Fiva MC mit DJ Radrum) – „Juice-Exclusive“ auf Juice Vol. 70 2007: Klub Karamell (als Nina »Fiva« Sonnenberg) – Buch mit CD, Spoken-Word-AlbumKurzvorstellung. Voland & Quist. 2010: Immer wenn ich rhyme (Mammut Remix) (Kool Savas feat. Franky Kubrik, Tone, Patrick mit Absicht, Kitty Kat, Ercandize, Amar, Caput, Sinan, Vega, Tua, Kaas, Fiva MC & MoTrip) – auf der Bonus-CD des Mixtapes John Bello Story 3 2010: Geh heim (als Flip ft. Fiva) – auf Umberto Ghetto von Flip 2011: Grotesk Intro (als Texta ft. Fiva) – auf Grotesk von Texta 2015: Angst (Kallsen Allstar Remix) (Donato feat. Fiva, Inferno.79, Inflabluntahz, Mnemonic & Pure Doze) – auf Tauschobjekt (dritter Versuch) von Kallsen 2017: Das Leben anderer Leute (als Philipp Nykrin feat. Fiva) – auf Songbook von Philipp Nykrin 2025: Halt den Moment an (als Spilif & Fiva)

Literatur Angelika Baier: „Ich muss meinen Namen in den Himmel schreiben“. Narration und Selbstkonstitution im deutschsprachigen Rap. Tübingen 2012 (analysiert Lieder der Alben Spiegelschrift und Kopfhörer).

Weblinks

Website: Nina Fiva Sonnenberg Fivas Ponyhof. FM4 Fiva MC und DJ Radrum. laut.de

Einzelnachweise

Kategorie:FM4-Moderator Kategorie:Rapper Kategorie:Hörfunkmoderator Kategorie:Fernsehmoderator (Deutschland) Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Lyrik Kategorie:Drama Kategorie:Slam-Poet Kategorie:Teilnehmer am Bundesvision Song Contest Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Frau