Der Graukehl-Tropfenvogel (Nicator chloris) ist eine von drei Arten der Tropfenvögel.

Merkmale mini|alt=Auf eine Ast sitzt ein grün-bräunlicher Singvogel, den man von schräg unten aus sieht. Der Vogel schaut nach rechts, der Hintergrund ist verschwommen, man sieht aber wohl das Blätterdach und Fetzen eines blaugrauen Himmels| Adulter Graukehl-Tropfenvogel im Semliki-Nationalpark in Uganda Rein äußerlich sind sich alle drei Tropfenvogelarten ziemlich ähnlich (siehe gemeinsame Merkmale aller Tropfenvögel) und der Graukehl-Tropfenvogel ließe sich, abgesehen von seinen olivgrünen Wangen und dem ebenfalls olivgrünen Scheitel, insbesondere nur schwer von dem Braunkopf-Tropfenvogel unterscheiden. Da sich aber die Verbreitungsgebiete beider Arten nicht überlappen und auch einige ihrer Lautäußerungen sich unterscheiden lassen, gibt es im Feld dieses Problem nicht.

Stimme Der Graukehl-Tropfenvogel macht unter anderem ein Geräusch, das an zwei aneinandergeschlagene Steine erinnert. Diesen Ton wiederholt er unrhythmisch im Durchschnitt etwa ein- bis zweimal pro Sekunde, mitunter als doppelter oder dreifacher Schlag tackack – tackack – tack – tack – tackackack – tackack. Das kann nach zehn Schlägen enden – oder minutenlang weitergehen. Daneben gibt es auch einen kurzen abfallenden „hiö“-Ruf, der in kürzeren Sequenzen wiederholt wird und verschiedene andere Laute, die der Graukehl-Tropfenvogel zwischendurch kurz einmal einfließen lässt – meist aber bleibt es bei kurzen wenig melodischen Lauten. Mit viel Glück hört man mitunter eine kurze Sequenz mit meist schneller werdenden aufsteigenden Tönen wie gluck-gluck-gluck-gluckuckuckückückück.ebird bietet zahlreiche Beispiele für Lautäußerungen des Graukehl-Tropfenvogels

Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitung des Graukehl-Tropfenvogels Ursprünglich bewohnt der Graukehl-Tropfenvogel afrikanischen tropischen Regenwald. Daneben bewohnt er auch Sümpfe und feuchte tropische Sekundärwälder in Höhen von 700 bis 1850 m.

Unterarten Die Art wird als monotypisch betrachtet.IOC World bird list Nicators, Bearded Reedling, larks

Bestand Die Art gilt als nicht gefährdet (least concern).

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Graukehl-Tropfenvogels erfolgte 1826 durch Achille Valenciennes unter dem wissenschaftlichen Namen Lanius chloris. Das Typusexemplar nannte Coenraad Jacob Temminck Crinon.Achille Valenciennes (1826), S. 226. 1870 führte Otto Finsch und Gustav Hartlaub die für die Wissenschaft neue Gattung Nicobar ein.Otto Finsch u. a. (1870), S. 359.Finsch und Hartlaub stellten den Graukehl-Tropfenvogel (Nicator chloris) und den Braunkopf-Tropfenvogel (Nicator gularis & , 1870) in die neue Gattung. Dieser Name leitet sich von »nikatōr, nikatoros, nikaō, nikē « für »Eroberer, erobern, Sieg« ab.James A. Jobling, S. 270. Der Artname »chloris« ist lateinischen Ursprungs und bedeutet »grün, grünlich«.James A. Jobling, S. 102.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Anmerkungen

Kategorie:Sperlingsvögel