mini|Antoniuskapelle in Altenbeuren Die Antoniuskapelle ist eine Wallfahrtskapelle in Altenbeuren, einem zum Salemer Teilort Beuren gehörendem kleinen Dorf im Bodenseekreis in Baden-Württemberg.
Kirchlich gehörte die Kapelle zur katholischen Pfarrei Weildorf.
Geschichte Der Ort Altenbeuren wurde erstmals im Jahr 783 durch eine Schenkung an das Kloster St. Gallen urkundlich erwähnt:
„… Ich übergebe und übertrage aus meinem rechtmäßigen Besitz mit dem heutigen Tag zur Herrschaft der obengenannten Kirche des Heiligen Gallus im Dorf Altenbeuren dreißig Hektar dieses Landes, eingeschlossen einhundert Jurnales und über die Wiesen hin siebenunddreißig Hütten, weitere Gebäude sowie Höfe mit Häusern, Betrieben und Werkstätten und deren sieben Leibeigene mit folgenden Namen: Franco und Liutsinda, Kerhilt, Liublia, Folrato, Dacarat, Hailrat mit allem Geld und all ihrem Hab und Gut…“.Festschrift 2008 Der urkundlich erwähnte Stifter dieser Dorfschenkung war ein gewisser Edler Wichar. Als exaktes Datum nennt die Festschrift den 1. Mai 783.
Architektur Der schlichte gotische BauSalem-Altenbeuren Kapelle St. Antonius, in: Orte der Einkehr und des Gebets im Bodenseekreis. Tag des offenen Denkmals 2007. Hrsg. Kreisarchiv Bodenseekreis (Digitalisat des Katalogs, abgerufen am 11. September 2021, PDF-Seite 22). ist dem Einsiedler St. Antonius geweiht.
Der Bau der kleinen Kapelle besitzt ein steiles Satteldach, ein sechseckiges Türmchen mit einer welschen Haube mit Kugel und Wetterfahne. Die Kapelle weist vier spitzbogige Maßwerkfenster auf, ein fünftes in der Ostwand ist bis auf das Bogenfeld vermauert. Der Bau wurde 1978 renoviert und dient Altenbeuren als Dorfkapelle.
Ausstattung Das Innere der Kapelle überrascht. Die in Braun-, Grün- und Goldtönen gehaltene Schablonenmalerei an den Wänden (1904) im Zusammenspiel mit den neugotischen Glasmalereien und der in braun, gold, grün und rot gehaltenen, wohl noch bauzeitlichen Decke geben dem Kapellenraum einen ausgesprochen mystischen Charakter. Der etwas von der Ostwand abgerückte Altar trägt ein barockes Retabel mit einem Zentralbild, das Maria mit dem Jesuskind darstellt (C. Vogel, 1861). Als Schreinwächter fungieren Figuren des hl. Antonius des Einsiedlers (re., mit T-Kreuz und Schweinchen) und des hl. Papstes Silvester (li., mit Tiara und Kirchenmodell), beide aus der Zeit nach 1500. Seinen Abschluss findet der Altar in einem weiteren Gemälde, das die Hl. Dreifaltigkeit darstellt. Die steinerne Mensa ist verdeckt durch ein hölzernes Antependium, welches das apokalyptische Lamm auf dem Buch mit den Sieben Siegeln zeigt. An der Südseite hängt ein barockes Kruzifix. Der Westteil des Kapellenraumes wird von einer großen Empore eingenommen.Hugo Gommeringer: Kirchen ... Seite 43 f
Literatur Christian Keller, Renate Böhmann (2008): Festschrift – 1225 Jahre Altenbeuren Hugo Gommeringer: Kirchen und Kapellen in der Seelsorgeeinheit Salem, 2004, ISBN 3-7954-6483-8
Weblinks
Kapelle St. Antonius in: Orte der Einkehr und des Gebets im Bodenseekreis. Tag des offenen Denkmals 2007 Festschrift 2008 Altenbeuren Altenbeuren auf leoBW-Landesarchiv online Kath Kapelle St. Antonius in Altenbeuren im Glockenatlas des Erzbistums Freiburg
Einzelnachweise
Antoniuskapelle Antoniuskapelle Kategorie:Antonius-der-Große-Kirche Kategorie:Wallfahrtskirche des Erzbistums Freiburg Kategorie:Kapelle im Erzbistum Freiburg Kategorie:Kapelle im Bodenseekreis Kategorie:Kirchengebäude in Europa