rechts|120px In der Liste der Baudenkmale in Heiningen sind die Baudenkmale der niedersächsischen Gemeinde Heiningen und ihrer Ortsteile aufgelistet. Der Stand der Liste ist der 10. März 2026. Die Quelle der Baudenkmale und der Beschreibungen ist der Denkmalatlas Niedersachsen.

Allgemein

Heiningen Einzelbaudenkmale

Gut Heiningen ID 33967322 Das Rittergut Heiningen ging aus einer geistlichen Einrichtung für adelige Frauen hervor, die um 1000 als Kanonissenstift gegründet wurde und im Jahre 1126 die Augustinerregel angenommen hatte. Geistiges Zentrum des Chorfrauenstifts war die Stiftskirche St. Peter und Paul; wiewohl von Anfang an aus dem Besitz des Rittergutes ausgeschieden, wird sie hier im gleichen Kontext wie die Konvents- und Wirtschaftsbauten behandelt. Nach der Restitution des Hildesheimer Großen Stifts 1643 wurde 1658 die Kirche neu geweiht, bald begannen Propst und Priorin mit Renovierung und Neubau von Stiftsgebäuden. Zeugnisse erneuter Bautätigkeit unter Priorin Margareta Juliana Schröders (1695–1724) sind das triumphtorartige Haupttor an der Hauptstraße von 1702, die nach einem Brand errichtete Große Scheune von 1705, die heute noch teilweise erhaltene Mauer um das Stiftsgelände mit einem Datumstein von 1715 und das nördliche Stallgebäude sowie die Schmiede von 1721. Unter Priorin Katharina Philippina Feigen (1735–1748) folgten der Kuhstall mit Dachreiter und weitere Wirtschaftsbauten. 1810 wurde das Stift durch das Königreich Westphalen aufgehoben, seither ist die Gutsanlage in Privatbesitz. Zwischen 1820 und 1830 wurde westlich und südwestlich des Herrenhauses ein Landschaftspark angelegt, zu dem ein Pavillon am Rande des Oderwaldes gehört. Auf der südlichen Grenze des Stiftsbezirks wurde im 19. Jh. ein Pfarrhaus für den katholischen Geistlichen errichtet, der die ehemalige Stiftskirche versorgte. Gegen Ende des 19. Jh. entstanden auf dem Gesindehof östlich des Mühlengrabens Wohnhäuser für Landarbeiter.

Kriegsgräberstätte ID 33967340

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