Die Kriegserklärung der Vereinigten Staaten an das Vereinigte Königreich 1812 fand am 18. Juni 1812 während der napoleonischen Kontinentalsperre statt.
Vorgeschichte Im Jahre 1812 kulminierten jahrelange Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich. In einer Rede vom 1. Juni 1812 nannte der US-amerikanische Präsident James Madison folgende Gründe, die aus seiner Sicht einen Britisch-Amerikanischen Krieg rechtfertigten:
Die Zwangsrekrutierung (impressment) US-amerikanischer Seeleute in die britische Kriegsmarine (Royal Navy). Übergriffe britischer Kriegsschiffe gegen US-amerikanische Schiffe. Die britische Blockade US-amerikanischer Häfen, um Handel mit dem von Napoleon besetzten Europa zu unterbinden. Die Weigerung der britischen Regierung, ein Verbot aufzuheben, das den neutralen USA angesichts der napoleonischen Kontinentalsperre den Handel mit den europäischen Staaten untersagte. Die angebliche Aufstachelung von Indianervölkern zu Gewaltakten gegen die USA.
Proklamation Am 18. Juni 1812 verabschiedete der Kongress der Vereinigten Staaten eine Kriegserklärung an das Vereinigte Königreich:
Folgen
Die Vereinigten Staaten versuchten über die Grenze Kanadas zu stoßen, scheiterten dabei jedoch in mehreren vernichtenden Niederlagen. Da die Briten jedoch auch kein Interesse an einem großen Krieg hatten und mit Napoleon in Europa beschäftigt waren, wurde sich nach zwei Jahren und sechs Monaten auf einen Friedensvertrag geeinigt, welcher den Vorkriegszustand wieder herstellte (Status quo ante bellum).
Die Vereinigten Staaten hatten ca. 17.000 Gefallene und Tote durch Krankheit oder Verwundung zu beklagen, die Briten um die 5.000.
Siehe auch Koalitionskriege Friede von Gent
Literatur Johannes Eue: Die Oregon-Frage: Amerikanische Expansionspolitik und der Pazifische Nordwesten, 1814–1848. Lit-Verlag Münster 1995, Kap. 2.1.1, S. 24 ff.; (digitalisiert)
Einzelnachweise
Kategorie:Britisch-Amerikanischer Krieg Kategorie:Politik 1812 Vereinigte Staaten