Köstenberg ist ein Gemeindeteil des Marktes Presseck im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Köstenberg hat eine Fläche von 1,151 km². Sie ist in 142 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 8102,64 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Köstenhof.
Geografie Das Dorf liegt auf einem Höhenrücken des Frankenwaldes. Südlich des Ortes im Flemersbachtal gibt es einen ehemaligen Steinbruch, der als Geotop ausgezeichnet ist. Über Anliegerwege gelangt man nach Köstenhof (0,5 km nördlich) und nach Elbersreuth (1,7 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1143 als „Adeloldesperch“ erstmals urkundlich erwähnt. Er war eine bambergische Enklave im Herrschaftsbereich der Wildensteiner.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 288.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Köstenberg mit Köstenhof aus 10 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Stadtsteinach aus. Grundherren waren das Kastenamt Stadtsteinach (2 Viertelhöfe, 2 Güter, 1 Gütlein, 3 Tropfhäuser) und die Herrschaft Wildenstein (2 Güter).
Mit dem Gemeindeedikt wurde Köstenberg dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Heinersreuth zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Köstenberg, zu der Köstenhof gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Stadtsteinach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Stadtsteinach (1919 in Finanzamt Stadtsteinach umbenannt). Am 20. September 1816 gelangte die Gemeinde an das Herrschaftsgericht Heinersreuth, was am 6. August 1818 revertiert wurde. Zugleich wurde Köstenberg mit Köstenhof der Gemeinde Enchenreuth angegliedert. Am 31. August 1860 wurde erneut die Gemeinde Köstenberg gebildet, zu der Schnebes gehörte. Ab 1862 gehörte Köstenberg zum Bezirksamt Stadtsteinach (1939 in Landkreis Stadtsteinach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Stadtsteinach (1879 in Amtsgericht Stadtsteinach umgewandelt). Köstenhof gehörte zunächst noch zu Enchenreuth, wurde aber vor 1869 nach Köstenhof überwiesen. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,680 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde nach Presseck eingegliedert.
Baudenkmal Haus Nr. 10: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung Gemeinde Köstenberg Jahr 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 198 199 204 197 152 178 169 173 151 156 146 141 147 153 133 220 187 175 121 80HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 25 26 26 27 27 30 30 Quelle
Ort Köstenberg Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 72 102 84 71 66 49 69 44 31 23Häuser 10 10 11 10 12 12 13Quelle
Religion Köstenberg ist katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Thomas (Wallenfels) gepfarrt, seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Petrus Canisius (Presseck) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Presseck Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1143 Kategorie:Gemeindegründung 1808 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Kulmbach