Maximilian Freiherr von Biegeleben (* 1859; † 1945Biegeleben, Maximilian Leopold Engelbert Freiherr von. In: LAGIS. Hessische Biografie; Stand: 15. April 2021.) aus dem Adelsgeschlecht Biegeleben war Ministerialbeamter im Großherzogtum Hessen, Gesandter des Großherzogtums und später des Volksstaats Hessen und maßgeblich am Zustandekommen des Gesetzes, den Denkmalschutz betreffend, des ersten modernen Denkmalschutzgesetzes in Deutschland, beteiligt.
Familie Sein Vater war Maximilian Leopold Engelbert (seit 1893: Freiherr) von Biegeleben (1813–1899), seine Mutter Emma Elisabeth von Biegeleben aus Arnsberg (1839–1893).
Karriere Maximilian von Biegeleben studierte Rechtswissenschaft und wurde Mitglied der katholischen Studentenverbindungen KStV Palatia Heidelberg und KStV Teutonia Leipzig im KV.Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine: Jahrbuch des Kartellverbandes der katholischen Studentenvereine Deutschlands (K.V.) 1925, Berlin 1925, S. 199. Er begann seinen Berufseinstieg im Staatsdienst als Gerichtsassessor. 1888 wurde er Sekretär im Großherzoglich-Hessischen Ministerium der Finanzen, in dem er Karriere machte: 1894 wurde er Oberfinanzassessor im Ministerium und war dort ständiger juristischer Hilfsarbeiter, 1895 Finanzrat und 1897 Oberfinanzrat, vortragender Rat und juristisches Mitglied im Ministerium. Ab 1899 war er dort Vorsitzender der Ministerialabteilung für Bauwesen (Abteilungsleiter).
Die hessische Regierung beauftragte Maximilian von Biegeleben mit dem Entwurf eines Denkmalschutzgesetzes. Am ersten Tag für Denkmalpflege am 24./25. September 1900 stellte von Biegeleben sein Konzept dem Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine vor und erfuhr dafür viel Zustimmung. Winfried Speitkamp: Entstehung und Bedeutung des Denkmalschutzgesetzes für das Großherzogtum Hessen 1902. In: Landesamt für Denkmalpflege Hessen: 100 Jahre Denkmalschutzgesetz in Hessen. Stuttgart 2003, S. 13–22 (15). Es wurde schließlich als Gesetz, den Denkmalschutz betreffend, von den Landständen verabschiedet und trat 1902 als erstes modernes Denkmalschutzgesetz in Deutschland in Kraft. Maximilian von Biegeleben wurde von der Regierung zum Vorsitzenden des ersten Denkmalrats ernannt, der aufgrund des Gesetzes von 1902 für das Großherzogtum Hessen eingerichtet wurde.Bekanntmachung, die Bestellung des Denkmalrats betreffend vom 10. Februar 1903. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt – Beilage 4 vom 2. März 1903, S. 49f.
1911 wurde Maximilian von Biegeleben zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister des Großherzogs von Hessen in Berlin ernannt, 1921 zum Vertreter der Hessischen Regierung bei der Reichsregierung mit der Amtsbezeichnung „Gesandter“.
Weitere Engagements 1881 Hofamt am großherzoglichen Hof in DarmstadtDen konkreten Rang oder die Hofämter, die er im Laufe der Zeit innehatte, nennt die Quelle nicht. 1897 Mitglied des Verwaltungsgerichtshofs 1898 Bevollmächtigter für die Rheinschifffahrt und Bevollmächtigter bei der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (bis 1909) bis 1906 Mitglied der Prüfungskommission für das Finanz- und technische Fach 1906 Stellvertretender Vorsitzender des Technischen Oberprüfungsamts in Darmstadt (bis 1911) 1906 Mitglied der Zentralstelle für die Landesstatistik
Ehrungen 1900 Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen 1902 Großherzoglich-Badische Regierungs-Jubiläums-Medaille 1902 Verleihung des Komturkreuzes II. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen 1906 Verleihung des Hofdienstehrenzeichens für 25 Dienstjahre 1906 Geheimrat 1908 Großoffizierkreuz des niederländischen Ordens von Oranien-Nassau 1909 Preußischer Kronenorden II. Klasse 1909 Kommandeurkreuz II. Klasse des badischen Ordens vom Zähringer Löwen 1911 Geheimer Staatsrat 1913 Wirklicher Geheimrat mit dem Prädikat „Exzellenz“ 1913 Preußischer Kronenorden I. Klasse 1913 Großkreuz des Hausordens der Wachsamkeit oder vom Weißen Falken des Großherzogtums Sachsen 1917 Großkreuz des Verdienstordens Philipps des GroßmütigenArcinsys Hessen (Weblinks).
Weblinks
Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Ministerialrat (Hessen) Kategorie:Hessen-darmstädtischer Diplomat Kategorie:Gesandter in Preußen Kategorie:Träger des Verdienstordens Philipps des Großmütigen (Großkreuz) Kategorie:Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Großoffizier) Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 1. Klasse Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Kommandeur II. Klasse) Kategorie:Träger des Hausordens vom Weißen Falken (Großkreuz) Kategorie:Geheimrat Kategorie:Person (Darmstadt) Maximilian Kategorie:Freiherr Kategorie:Korporierter im KV Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1859 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann