mini|Das Schulterabzeichen der 3rd Infantry Division mini|Das Einheitsabzeichen der 3rd Infantry Division
Die 3rd Infantry Division (; Spitzname Rock of the Marne) ist Teil des XVIII. US-Luftlandekorps und hat ihr Hauptquartier in Fort Stewart, Georgia. Kommandeur des ca. 17.000 Mann starken Verbandes ist seit Juli 2025 Brigadegeneral John Lubas.
Geschichte Erster Weltkrieg mini|hochkant|Generalmajor Joseph T. Dickman
Gefechtsordnung 1917/18
5th Infantry Brigade 4th Infantry Regiment 7th Infantry Regiment 8th Machine Gun Battalion 6th Infantry Brigade 30th Infantry Regiment 38th Infantry Regiment 9th Machine Gun Battalion 3rd Field Artillery Brigade 10th Field Artillery Regiment (75 mm) 18th Field Artillery Regiment (155 mm) 76th Field Artillery Regiment (75 mm) Einsatzgeschichte im 1. Weltkrieg
Nach ihrer Aufstellung in Camp Greene, North Carolina im November 1917 griff die Division acht Monate später in die Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs in Frankreich ein. Am 14. Juli 1918 gegen Mitternacht nahm die Division im Rahmen der US-amerikanischen Expeditionstruppen an der Aisne-Marne-Offensive zum Schutz von Paris teil. Dabei lag die Division an beiden Marne-Ufern und sollte sich dort bis Ende der Operation halten. Die 3. Division war dem französischen XXXVIII. Korps (General de Mondésir) angegliedert worden und hielt eine 12 Kilometer breite Front vom Stadtrand von Château-Thierry im Westen bis zu den Hängen vor dem Surmelin-Tal im Osten. Die Infanterieregimenter Nr. 4., 7., 30. und 38 der 3. Division waren alle von West nach Ost ausgerichtet, die rechte Flanke deckte die französische 125. Division (General Antoine Diebold). Am 15. Juli um 02:10 Uhr erkämpften die ersten deutschen Truppen das Südufer der Marne. Dickmans Truppen warfen den Gegner bei Mézy-Moulins zurück und eroberten den südlichen Teil von Crézancy zurück. Die erfolgreiche Abwehr des deutschen XXIII. Reserve-Korps (General von Kathen) brachte der Division kurz darauf ihren Spitznamen: ROCK OF THE MARNE (Fels der Marne) ein. Ab 22. Juli führte die Truppen erbitterte Kämpfe um die bewaldeten Hängen von Le Charmel, das am Abend des 25. Juli eingenommen wurde. Am 30. Juli wurde die Division bei Ronchères durch die 32nd Division abgelöst, nachdem sie einen Totalverlust von rund 7900 Mann erlitten hatte. Während der Schlacht von St. Mihiel (12. September 1918) diente die 3. Division als Reserve des IV Corps. Ab 29. September griffen Teile der Division auch in der Maas-Argonnen-Offensive ein, Mitte Oktober wurde dabei die 4. Division abgelöst.
Im Ersten Weltkrieg hatte die Division 3.177 Gefallene sowie 12.940 Verwundete zu beklagen, für eine Division eine hohe Anzahl.
Zweiter Weltkrieg Gefechtsordnung
Führungsgruppe
Headquarters, 3rd Infantry Division Infanterieabteilungen 7th Infantry Regiment 15th Infantry Regiment 30th Infantry Regiment Divisionsartillerie 9th Field Artillery Battalion (155 mm) 10th Field Artillery Battalion (105 mm) 39th Field Artillery Battalion (105 mm) 41st Field Artillery Battalion (105 mm) Kampfunterstützungstruppen 10th Engineer Combat Battalion 3rd Medical Battalion 3rd Cavalry Reconnaissance Troop, Mechanized 3rd Counterintelligence Corps Detachment Tross Headquarters Company, 3rd Infantry Division 703rd Ordnance Light Maintenance Company 3rd Quartermaster Company 3rd Signal Company Military Police Platoon Band Einsatzgeschichte im 2. Weltkrieg
Die Division war Teil der alliierten Landung in Nordafrika im Rahmen der Operation Torch und landete bei Fedala an. Sie marschierte anschließend Richtung Tunesien und war an der Eroberung der Hälfte des Landes beteiligt. In den Kämpfen gegen die Achsenmächte erlitt sie empfindliche Verluste.
Die Division war ebenfalls Teil der Invasion auf Sizilien am 10. Juli 1943 und bereitete den Weg für eine Invasion der alliierten Truppen auf das italienische Festland. Als Teil der 5. US-Armee und unter dem Kommando des Divisionskommandeurs Generalmajor Lucian K. Truscott landete die 3. Infanteriedivision am 18. September im Brückenkopf von Salerno und bereitete den Weg nach Neapel für die nachrückenden Truppen. Die Stadt fiel am 1. Oktober und die Alliierten bewegten sich in Richtung des Flusses Volturno. Der alliierte Vorstoß kam bei Monte Cassino zum Erliegen. Um das Vorrücken wieder in Gang zu setzen, wurde am 23. Januar 1944 bei Anzio eine amphibische Landung durchgeführt. Seit dieser Landung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Division von Generalmajor John W. O’Daniel geführt.
mini|hochkant|Major General John W. O’Daniel
Wiederholte deutsche Gegenangriffe konnten von der Division abgewehrt werden. Am 29. Februar 1944 konnten sogar drei deutsche Divisionen zurückgedrängt werden. Die Division brach aus dem Brückenkopf in Richtung Rom am 23. Mai aus. Nach der Einnahme Roms am 4. Juni 1944 nahm die Division, nun im Rahmen der 7. US-Armee, an der alliierten Landung in Südfrankreich am 15. August 1944 bei St. Tropez teil. Sie marschierte das Rhonetal hinauf, überquerte die Vogesen und erreichte den Rhein bei Straßburg am 27. November. Nach der Befreiung Colmars am 26. Januar 1945 (Operation Cheerful) stieß die Division auf die Siegfriedlinie. Sie war bei Operation Undertone (15. bis zum 24. März) beteiligt, bei der Teile des Saarlandes und der Pfalz erobert wurden. Die 3. US-Infanteriedivision konnte die Siegfriedlinie bei Zweibrücken durchbrechen und überquerte den Rhein am 26. März. In der Karwoche nahm die Division an der 10-tägigen Schlacht um Aschaffenburg teil.
Die Division kämpfte sich bis Nürnberg durch, dessen Einnahme im Häuserkampf nach der Schlacht um Nürnberg am 20. April 1945 mit einer großen Siegesparade auf dem Hauptmarkt gefeiert wurde. Anschließend wurden Augsburg am 27. April und München am 30. April eingenommen. Einheiten der 3. US-Infanteriedivision kamen zuerst in Berchtesgaden an und klärten Hitlers Berghof auf. Die Division stand bei Salzburg, als der Krieg durch die deutsche Kapitulation endete. Die Division hatte 4.922 Gefallene und 18.766 Verwundete Soldaten zu beklagen, von den Verwundeten starben zusätzliche 636 Soldaten später durch die erlittenen Verwundungen.
Verluste im 2. Weltkrieg
Verluste
Gesamtverluste: 25,977Army Battle Casualties and Nonbattle Deaths (Statistical and Accounting Branch, Office of the Adjutant General), 1 June 1953 Gefallen: 4,922 Verwundet: 18,766 Vermisste: 554 Gefangen: 1,735
Koreakrieg mini|Marilyn Monroe auf einer Veranstaltung für Soldaten der 3. US-Infanteriedivision im Koreakrieg (1954)
Die Division kam 1950 in Wonsan an. Sie nahm an acht Kampagnen teil, wobei die Division sieben Kampf-Sterne (Battle Stars) erhielt und als Fire Brigade bekannt wurde. Bedingt durch die Bekanntheit wurde die Division vielseitig eingesetzt und die Verluste beliefen sich auf 2.160 getötete Soldaten und weitere 7.939 Verwundete.
Stationierung in der Bundesrepublik Deutschland während des Kalten Krieges 1958 wurden die ersten Teile der Division zur Ablösung der 10. Infanteriedivision nach Westdeutschland verlegt. Im selben Jahr wies die Division folgende Struktur und Stationierung auf:
Headquarters Company (Leighton Barracks, Würzburg) 2nd Battle Group, 4th Infantry Regiment (Warner Barracks, Bamberg) 1st Battle Group, 7th Infantry Regiment (Aschaffenburg) 1st Battle Group, 15th Infantry Regiment (Bamberg) 1st Battle Group, 30th Infantry Regiment (Schweinfurt) 2nd Battle Group, 38th Infantry Regiment (Schweinfurt) Headquarters and Headquarters Battery, 3rd Infantry Division Artillery (Kitzingen) 1st Field Artillery Battalion (RKT/HOW), 9th Artillery Regiment (Kitzingen) 1st Howitzer Battalion, 10th Artillery Regiment (Schweinfurt) 10th Engineer Battalion (Kitzingen) 123rd Signal Battalion (Würzburg) 2nd Reconnaissance Squadron, 7th Cavalry Regiment (Bamberg) 1st Medium Tank Battalion, 68th Armor Regiment (Kitzingen) Headquarters, 3rd Infantry Division Trains and Band (Würzburg) 3rd Medical Battalion (Aschaffenburg) 35th Transportation Battalion (Würzburg) 7th Transportation Company (Aschaffenburg) 15th Transportation Company (Bamberg) 100th Transportation Company (Bamberg) 584th Transportation Company (Schweinfurt) 3rd Administration Company (Würzburg) 3rd Aviation Company (Kitzingen) 703rd Ordnance Battalion (Kitzingen) 3rd Quartermaster Company (Würzburg)
Die Division war zwischen 1958 und 1963 dem V. US-Korps sowie anschließend bis 1992 dem VII. US-Korps der 7. US-Armee unterstellt. Bis 1963 war die Unterbringung in den fränkischen Standorten abgeschlossen. Die Division setzte sich im selben Jahr wie folgt zusammen:
Headquarters Company (Leighton Barracks, Würzburg) 10th Engineer Battalion (Larson Barracks, Kitzingen; A-Company: Conn Barracks Schweinfurt; B-Company: Daley Barracks Bad Kissingen) 3rd Military Police Company (Hindenburg-Kaserne, Würzburg) 3rd Military Intelligence Detachment (Division) (Leighton Barracks, Würzburg) 123rd Signal Battalion (Hindenburg-Kaserne, Würzburg) 3rd Aviation Battalion (Harvey Barracks, Kitzingen; B-Company: Peden Barracks, Wertheim) 1st Brigade, 3rd Infantry Division (Ledward Barracks, Schweinfurt) 2nd Brigade, 3rd Infantry Division (Harvey Barracks, Kitzingen) 3rd Brigade, 3rd Infantry Division (Fiori Barracks, Aschaffenburg) 1st Mechanized Battalion, 4th Infantry Regiment (Wharton Barracks, Heilbronn) 1st Mechanized Battalion, 7th Infantry Regiment (Fiori Barracks, Aschaffenburg) 2nd Mechanized Battalion, 7th Infantry Regiment (Fiori Barracks, Aschaffenburg) 1st Mechanized Battalion, 15th Infantry Regiment (Harvey Barracks, Kitzingen) 2nd Mechanized Battalion, 15th Infantry Regiment (Camp Wildflecken) 1st Mechanized Battalion, 30th Infantry Regiment (Ledward Barracks, Schweinfurt) 2nd Mechanized Battalion, 30th Infantry Regiment (Ledward Barracks, Schweinfurt) 1st Battalion, 64th Armor Regiment (Larson Barracks, Kitzingen) 2nd Battalion, 64th Armor Regiment (Conn Barracks, Schweinfurt) 3rd Battalion, 64th Armor Regiment (Conn Barracks, Schweinfurt) 3rd Squadron, 7th Cavalry Regiment (Ledward Barracks, Schweinfurt)
1984 gliederte sich die Division wie folgt:
Division Troops: Headquarters Company (Leighton Barracks, Würzburg) 3rd Aviation Battalion (Giebelstadt Army Airfield, Giebelstadt) 3rd Squadron, 7th Cavalry Regiment 10th Engineer Battalion (Conn Barracks, Schweinfurt) 3rd Battalion, 67th Air Defense Artillery Regiment (Larson Barracks, Kitzingen) 103rd Military Intelligence Battalion (Leighton Barracks, Würzburg) 123rd Signal Battalion (Hindenburg-Kaserne, Würzburg)
Division Support Command: 3rd Medical Battalion (Giebelstadt Army Airfield, Giebelstadt) 3rd Supply & Transportation Battalion (Emery Barracks, Würzburg) 703rd Maintenance Battalion (Larson Barracks, Kitzingen) 1st Forward Support Battalion (Schweinfurt) 2nd Forward Support Battalion (Harvey Barracks, Kitzingen) 3rd Forward Support Battalion (Graves Barracks, Aschaffenburg) 3rd Finance Company (Leighton Barracks, Würzburg) 3rd Military Police Company (Leighton Barracks, Würzburg) 3rd Material Management Center (Kitzingen) 3rd Adjutant General Company (Leighton Barracks, Würzburg) 3rd Infantry Division Band (Leighton Barracks, Würzburg)
Division Artillery (Larson Barracks, Kitzingen): 1st Battalion, 10th Field Artillery Regiment (Ledward Barracks, Schweinfurt) 2nd Battalion, 39th Field Artillery Regiment (Larson Barracks, Kitzingen) 2nd Battalion, 41st Field Artillery Regiment (Daley Barracks, Bad Kissingen) 1st Battalion, 76th Field Artillery Regiment (Warner Barracks, Bamberg) Target Acquisition Battery, 29th Field Artillery Regiment (Peden Barracks, Wertheim)
1st Brigade (Conn Barracks, Schweinfurt): 1st Battalion, 30th Infantry Regiment (Ledward Barracks, Schweinfurt) 2nd Battalion, 30th Infantry Regiment (Ledward Barracks, Schweinfurt) 2nd Battalion, 64th Armor Regiment (Conn Barracks, Schweinfurt)