Coralie Gladys Lassource (* 1. September 1992 in Maisons-Laffitte, Frankreich) ist eine französische Handballspielerin, die dem Kader der französischen Nationalmannschaft angehörte.

Karriere Im Verein Lassource begann das Handballspielen im Alter von zehn Jahren, nachdem sie mit ihren Eltern nach Martinique zog. Später lief die Außenspielerin für die 2. Mannschaft von Issy Paris Hand auf. Nachdem die 1. Mannschaft aus der höchsten französischen Liga zwangsabsteigen musste, rückte sie nach diversen Abgängen in den Kader auf.sans-filtre.fr: Coralie Lassource - D'Issy Paris Hand à ma découverte d'Erd, abgerufen am 19. August 2021handnews.fr: Gandais quittera le club en fin de saison, abgerufen am 19. August 2021 Mit Issy Paris Hand gewann sie 2010 die Zweitligameisterschaft und feierte den damit verbundenen Wiederaufstieg in die Erstklassigkeit.

Lassource konnte sich schnell mit dem Verein in der höchsten französischen Spielklasse etablieren und gewann im Jahr 2013 den französischen Ligapokal., abgerufen am 19. August 2021 Im selben Jahr stand Issy Paris Hand im Finale des Europapokals der Pokalsieger, in dem die Mannschaft im Hin- sowie im Rückspiel deutlich gegen die österreichischen Mannschaft von Hypo Niederösterreich unterlag. In der folgenden Saison erreichte die Mannschaft im EHF Challenge Cup erneut ein Europapokalfinale. Diesmal traf Issy Paris Hand mit der Mannschaft von H 65 Höör auf einem ebenbürtigen Gegner, dem sich die Französinnen aufgrund der Auswärtstorregel geschlagen geben mussten.

Lassource schloss sich zur Saison 2017/18 dem ungarischen Erstligisten Érd NK an. Seit der Saison 2019/20 steht die Rechtshänderin beim französischen Erstligisten Brest Bretagne Handball unter Vertrag.lequipe.fr: Transferts : Coralie Lassource à Brest, abgerufen am 19. August 2021 Mit Brest gewann sie 2021 sowohl die französische Meisterschaft als auch den französischen Pokal. Weiterhin stand Lassource im Jahr 2021 in der EHF Champions League zum insgesamt dritten Mal in ihrer Karriere in einem Europapokalfinale, in dem sie gegen die norwegische Spitzenmannschaft Vipers Kristiansand unterlag.

Lassource pausiert seit dem Sommer 2025 aufgrund ihrer ersten Schwangerschaft, wodurch sie in der Meisterschaftssaison 2025/26 nicht zum Einsatz kam.brest-bretagnehandball.fr: Une nouvelle aventure commence pour Coralie Lassource, abgerufen am 15. August 2025

In der Nationalmannschaft Lassource lief anfangs für die französische Jugendnationalmannschaft auf, mit der sie sowohl bei der U-17-Europameisterschaft 2009 als auch bei der U-18-Weltmeisterschaft 2010 den vierten Platz belegte.history.eurohandball.com: 2009 Women's European Championship 17, abgerufen am 19. August 2021history.eurohandball.com: 2009 Women's European Championship 17: Top 50 scorers, abgerufen am 19. August 2021archive.ihf.info: III Women's Youth World Championship 2010 in DOM, abgerufen am 19. August 2021 Anschließend gehörte Lassource dem Kader der französischen Juniorinnennationalmannschaft an, mit der sie das erste Großturnier, die U-19-Europameisterschaft 2011, auf dem zehnten Platz abschloss.history.eurohandball.com: 2011 Women's European Championship 19, abgerufen am 19. August 2021history.eurohandball.com: 2011 Women's European Championship 19: Top 50 scorers, abgerufen am 19. August 2021 Ein Jahr später errang sie mit der französischen Auswahl die Silbermedaille bei der U-20-Weltmeisterschaft 2012.archive.ihf.info: Final: Gold for Sweden at the 18th Women’s Junior World Championship, abgerufen am 19. August 2021archive.ihf.info: Team Roster, abgerufen am 19. August 2021

Coralie Lassource bestritt am 8. Oktober 2015 ihr Debüt für die französische A-Nationalmannschaft gegen Island.history.eurohandball.com: France vs. Iceland, abgerufen am 19. August 2021 Noch im selben Jahr lief Lassource für Frankreich bei der Weltmeisterschaft auf, für die sie in sechs Einsätzen insgesamt zwei Treffer erzielte.archive.ihf.info: XXII Women's World Championships 2015: Cumulative Statistics, abgerufen am 19. August 2021 Bei den Olympischen Spielen in Tokio führte Lassource ihre Mannschaft als Kapitänin aufs Feld, mit der sie die Goldmedaille gewann.france24.com: Tokyo 2021 : Coralie Lassource, une capitaine providentielle pour les Bleues du handball, abgerufen am 20. November 2024handball-world.news: Doppel-Gold in Tokio: Frankreich holt sich auch bei den Frauen den Olympiasieg, abgerufen am 19. August 2021 Sie steuerte insgesamt zehn Treffer zum Erfolg bei.ihf.info: Cumulative Statistics: France, abgerufen am 19. August 2021 Im selben Jahr gewann sie bei der Weltmeisterschaft die Silbermedaille und wurde in das All-Star-Team gewählt.handball-world.news: 16:4-Spurt im Finale der Handball-WM der Frauen: Norwegen krönt sich gegen Frankreich zum Weltmeister, abgerufen am 21. Dezember 2021ihf.info: Spain 2021 All-star Team, abgerufen am 22. August 2026 Mit Frankreich gewann sie die Weltmeisterschaft 2023.www.ihf.info, „Team cumulative statistics France“, 17. Dezember 2023, abgerufen am 23. Dezember 2023 Bei den Olympischen Spielen in Paris gewann sie die Silbermedaille.olympics.com: Paris 2024: Medallists, abgerufen am 11. August 2024 Im Juni 2025 beendete sie ihre Länderspiellaufbahn.

Sonstiges Ihre Schwester Déborah Lassource spielt ebenfalls Handball.

Weblinks

Coralie Lassource in der Datenbank der Europäischen Handballföderation

Einzelnachweise

Kategorie:Handballnationalspieler (Frankreich) Kategorie:Handballspieler (Issy Paris Hand) Kategorie:Handballspieler (Brest Bretagne Handball) Kategorie:Olympiateilnehmer (Frankreich) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2020 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2024 Kategorie:Olympiasieger (Handball) Kategorie:Weltmeister (Handball) Kategorie:Französischer Meister (Handball) Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter) Kategorie:Handball-Außenspieler Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1992 Kategorie:Frau