mini|Maria Hilf Maria Hilf ist ein Ort in Kärnten (Österreich) im Bezirk St. Veit an der Glan, der durch die Wallfahrtskirche Maria Hilf ob Guttaring geprägt wird. Durch den Ort verläuft die Grenze zwischen den Katastralgemeinden Hollersberg und Wieting, die gleichzeitig die Grenze zwischen den politischen Gemeinden Guttaring und Klein St. Paul ist. Dadurch zerfällt der Ort in zwei Ortschaften: die Ortschaft Maria Hilf in der Gemeinde Guttaring hat Einwohner (Stand ), die Ortschaft Maria Hilf in der Gemeinde Klein St. Paul hat Einwohner (Stand ).

Lage Der Ort liegt im Brückler Bergland. Er besteht hauptsächlich aus der kleinen Kirchensiedlung um die Wallfahrtskirche, die weithin sichtbar auf einer Anhöhe von thront und somit mehr als 200 Höhenmeter über Guttaring im Nordwesten als auch über dem Görtschitztal im Osten liegt. Eine Straßenanbindung besteht von Norden, von der L82 Silberegger Straße her. Diese Siedlung, die lange Zeit durch eine Katastralgemeinde- und Gemeindegrenze geteilt wurde, gehört seit 1973 zur Gänze zur Katastralgemeinde Hollersberg und damit zur Gemeinde Guttaring.

Einen Kilometer südlich dieser Kirchensiedlung befindet sich auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Wieting das Gehöft vulgo Voglbauer, das heute die Ortschaft Maria Hilf in der Gemeinde Klein St. Paul bildet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Ort ist geprägt von der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf ob Guttaring.

Geschichte Um 1640 befand sich hier eine hölzerne Kapelle. Eine gemauerte Kapelle wurde in den 1690er-Jahren errichtet. Weitere Ausbauten verzögerten sich zunächst durch Grenzstreitigkeiten zwischen der Pfarre Guttaring und der damals salzburgischen Propstei Wieting. 1721 bis 1727 wurde dann die heutige barocke Wallfahrtskirche erbaut.

Die Grenze zwischen Guttaring und Wieting verlief mitten durch die Kirche: der Hochaltar stand auf Wietinger Gebiet; die Gottesdienstbesucher saßen auf Guttaringer Gebiet. Dementsprechend gehörte der Westteil des Kirchweilers in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Althofen (Herrschaft und Landgericht) und nach den Reformen 1850 zur Gemeinde Guttaring, wohingegen der Ostteil des Kirchweilers zunächst zum Steuerbezirk Wieting und dann zur Gemeinde Wieting gehörte.Franz Hartl: Mein Görtschitztal. Völkermarkt, o. J. (= 2015).

Die Gemeindestrukturreform brachte es 1973 mit sich, dass die Gemeinde Wieting an die Gemeinde Klein St. Paul angeschlossen wurde. Im Zuge dessen kam es im Bereich des Kirchweilers Maria Hilf zu einer Grenzänderung, so dass seit 1973 der gesamte Kirchweiler in der Katastralgemeinde Hollersberg liegt und somit zur Gemeinde Guttaring gehört. Das wurde damit begründet, dass Maria Hilf nur von der Guttaringer Seite aus auf einer Straße erreichbar ist.

Doch der 1 Kilometer südlich des Kirchweilers gelegene Voglbauerhof, der über denselben Zufahrtsweg angefahren wird, verblieb in der Katastralgemeinde Wieting und somit in der Gemeinde Klein St. Paul.

Bevölkerungsentwicklung des gesamten Orts Für den Ort ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

1869: 6 Häuser, 27 Einwohner 1880: 5 Häuser, 20 Einwohner 1890: 6 Häuser, 34 Einwohner 1900: 6 Häuser, 31 Einwohner 1910: 6 Häuser, 26 Einwohner 1923: 5 Häuser, 37 Einwohner 1934: 29 Einwohner 1961: 5 Häuser, 16 Einwohner 2001: 5 Gebäude, 8 Einwohner, 3 Haushalte, 1 Arbeitsstätte, 2 land- und forstwirtschaftliche Betriebe 2011: 5 Gebäude, 7 Einwohner, 2 Haushalte, 1 Arbeitsstätte 2021: 5 Gebäude, 5 Einwohner, 2 Haushalte, 1 Arbeitsstätte

Ortschaft Maria Hilf (Gemeinde Guttaring)

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 3 Häuser, 5 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 57. 1880: 2 Häuser, 10 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 46. 1890: 2 Häuser, 9 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 47. 1900: 2 Häuser, 16 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 62. 1910: 2 Häuser, 8 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 29. 1923: 2 Häuser, 17 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 13. 1934: 13 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 13. 1961: 2 Häuser, 10 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 252. 2001: 4 Gebäude (davon 2 mit Hauptwohnsitz) mit 1 Wohnung; 8 Einwohner und 0 Nebenwohnsitzfälle; 3 Haushalte; 1 Arbeitsstätte, 1 land- und forstwirtschaftlicher Betrieb 2011: 4 Gebäude, 7 Einwohner, 2 Haushalte, 1 ArbeitsstätteAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. 2021: 4 Gebäude, 5 Einwohner, 2 Haushalte, 1 ArbeitsstätteAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 37.

Ortschaft Maria Hilf (Gemeinde Klein St. Paul)

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 3 Häuser, 22 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 63. 1880: 3 Häuser, 10 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 50. 1890: 4 Häuser, 25 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 51. 1900: 4 Häuser, 15 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 68. 1910: 4 Häuser, 18 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 33. 1923: 3 Häuser, 20 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 12. 1934: 16 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 12. 1961: 3 Häuser, 6 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 253. 2001: 1 Gebäude (davon 1 mit Hauptwohnsitz) mit 1 Wohnungen; 0 Einwohner und 1 Nebenwohnsitzfall; 0 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 1 land- und forstwirtschaftlicher BetriebStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 110. 2011: 1 Gebäude, 0 Einwohner, 0 Haushalte, 0 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. 2021: 1 Gebäude, 0 Einwohner, 0 Haushalte, 0 ArbeitsstätteAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 39.

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Guttaring) Kategorie:Geographie (Klein St. Paul) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan