mini|Myxosporen von H. salminicola mini|Beispiel eines mit H. zschokkei infizierten Buckellachses. mini|Beispiel eines mit H. salminicola infizierten Silberlachses. Henneguya zschokkei ist ein Parasit aus dem Taxon Myxozoa,NCBI: Henneguya zschokkei (species); graphisch: Henneguya zschokkei, auf: Lifemap, NCBI Version. der bestimmte Lachsfische der Gattungen Oncorhynchus, Salmo und Coregonus befällt. Er verursacht milchig erscheinende Flecken im Fleisch, genannt Tapioka-Krankheit (). Laut fishpathogens.net von der (OSU) ist der Artname ein Synonym für Henneguya salminicola WoRMS: Henneguya salminicola Ward, 1919 (Umschalten auf nicht-marine Arten!) (beide Namen werden auf GBIF jedoch getrennt geführt, allerdings mit unterschiedlichen QuellenGBIF: Henneguya salminicola Ward, 1919. Id:6881057, Quelle: World Register of Marine Species (WoRMS)GBIF: Henneguya zschokkei Ward, 1919. Id:6881028, Quelle: Norwegian Biodiversity Information Centre (NBIC), Artsnavnebasen). Die Synonymisierung wird unterstützt von H. Buchtová et al. (2004);H. Buchtová, I. Dyková, D. Vršková, L. Krkoška: Záchyt lososa masivně infikovaného myxosporidií Henneguya zschokke, in: Veterinářství, Band 54, 2004, S. 47–48. Memento im Webarchiv vom 28. September 2007. ein weiteres Synonym ist Henneguya kolesnikovi .Zul Faizuddin Osman: Development of Henneguya zschokkei (Myxozoa: Myxosporea) actinospores in oligochaetes and plasmodia in whitefish Coregonous lavaretus, Dissertation an der Universität Jyväskylä (Finnland), Faculty of Science, Department of Biological and Environmental Science, 1. Juni 2013
Henneguya zschokkei ist das erste mehrzellige Tier, das kein mitochondriales Genom (Mitogenom) und auch keine typischen Mitochondrien besitzt, d. h. es nutzt nicht die aerobe Atmung zur Energiegewinnung, sondern einen anderen, noch unbekannten Weg;. Dazu: Unique non-oxygen breathing animal discovered – The tiny relative of the jellyfish is parasitic and dwells in salmon tissue, auf: ScienceDaily vom 25. Februar 2020 es atmet also keinen Sauerstoff.
Während Eukaryoten üblicherweise auf aerobe Atmung angewiesen sind, haben einige Einzeller, die sich in hypoxischen Umgebungen entwickeln, diese Fähigkeit verloren. Die Mitochondrien dieser Organismen haben in Abwesenheit von Sauerstoff ihr gesamtes Genom oder Teile davon verloren. Wegen ihrer entwicklungsgeschichtlichen Verwandtschaft zu Mitochondrien nennt man diese MROs (, wie etwa Hydrogenosomen und Mitosomen). Die Existenz von MROs bei mehrzelligen Tieren (Metazoa) ist dagegen äußerst ungewöhnlich.
Beschreibung H. salminicola kommt in Fischen als eiförmige Spore mit zwei vorderen Polkapseln () und zwei langen Schwanzanhängseln vor. Die einzelnen Individuen haben einen Durchmesser von 3–6 mm und können an jeder Stelle der Muskelmasse gefunden werden. Der Parasit ist als Nesseltier ein entfernter Verwandter der Quallen.
Wirte Bekannte Wirte von H. zschokkei sind alle aus der Familie Salmonide (Lachsfische):
Oncorhynchus gorbuscha (Buckellachs, ) Oncorhynchus keta (Ketalachs, en. ) Oncorhynchus kisutch (Silberlachs, en. ) Oncorhynchus nerka (Rotlachs, en. ) Anadrome Formen von Oncorhynchus mykiss (Regenbogenforelle, en. ) Oncorhynchus tshawytscha (Königslachs, en. ) Salmo salar (Atlantischer Lachs, en. ) Coregonus lavaretus (Lavaret, en. ) Alle Vertreter stammen aus der Unterfamilie Salmoninae, bis auf den Lavaret (Unterfamilie Coregoninae).
Fehlen des Mitogenoms Die anaerobe Natur von H. zschokkei wurde zufällig von Wissenschaftlern der Universität Tel Aviv entdeckt, die ihre Ergebnisse im Februar 2020 veröffentlichten. Dorothee Huchon und Kollegen stellten fest, dass diesem Parasiten das mitochondriale Genom (Mitogenom) fehlt, dass sich also in den vorhandenen mitochondrienartigen Organellen (MROs) keine Erbsubstanz befindet.
Siehe auch Cryptosporidium parvum, ein Protist ohne Organellengenom Mastigamoebaea, ein Taxon anaerober Protisten ohne Mitochondrien Monocercomonoides, ebenfalls ein Protist ohne Mitochondrien Nanoloricida (Korsetttierchen, wissenschaftlich Loricifera): andere Metazoa, von denen einige Arten keinen Sauerstoff benötigen und denen möglicherweise die Mitochondrien fehlen (Spinoloricus cinziae, Rugiloricus sp. und Pliciloricus sp.). Im Jahr 2021 stellte sich jedoch erneut die Frage, ob sie Mitochondrien haben oder nicht.Alison Snyder: §6 Something wondrous, Axios Science, 6. Mai 2021.
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Einzelnachweise
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