Prasdorf ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein.
Geografie Geografische Lage Das Gemeindegebiet von Prasdorf erstreckt sich im südlichen Hinterland der Kieler Förde im nordwestlichen Teilbereich des Naturraums Ostholsteinisches Hügel- und Seenland (Haupteinheit Nr. 702) etwa 15 km östlich von Kiel. Der Bachlauf der Hagener Au bildet größtenteils die westliche Gemeindegrenze ab; Die Tallage ist Teil des Landschaftsschutzgebietes Hagener Au von Probsteierhagen bis zur Einmündung in die Ostsee und Umgebung sowie die Ostseeküste zwischen Laboe und Stein. Die Hagener Au und deren Uferbereiche im Gemeindegebiet sind Teil des europäischen NATURA 2000-Schutzgebietes FFH-Gebiet Hagener Au und Passader See.
Gemeindegliederung Siedlungsgeografisch gliedert sich die Gemeinde in die Wohnplätze des namenstiftenden Dorfes und die Häusergruppe Hagener Weg.
Nachbargemeinden Unmittelbar angrenzende Gemeindegebiete von Prasdorf sind:
Geschichte Der Ort wurde 1240 erstmals erwähnt.
Im Jahr 1994 erreichte die Gemeinde den ersten Platz auf Kreis- und Landesebene im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden. Im Bundeswettbewerb wurde sie im folgenden Jahr mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.
Die Gemeinde gehörte dem Amt Probstei-West an. Seit dessen Auflösung zum 1. Juni 1970 ist sie Teil des Amts Probstei.
Politik Gemeindevertretung
Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt neun Sitze vergeben. Von diesen erhielt die Wählergemeinschaft Prasdorf sieben Sitze und die SPD zwei Sitze.
Wappen Blasonierung: „Durch einen goldenen Wellenbalken von Blau und Grün schräglinks geteilt. Oben ein abgebrochener goldener Krummstab, unten zwei begrannte goldene Getreideähren.“[ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein]
Wirtschaft und Verkehr mini|Blick zum Dorf Die Wirtschaft in der Gemeinde ist überwiegend von der Urproduktion der Landwirtschaft und dem Tourismus geprägt.
Die Gemeinde liegt an der Straßenverbindung zwischen Probsteierhagen (Anschluss an der schleswig-holsteinischen Landesstraße 50) und Lutterbek (Bundesstraße 502).
Mit Prasdorf verbunden Die Bäuerin und Widerstandskämpferin Lilli Arp, geborene Havemeister (1889–1965), wurde in Prasdorf geboren und wuchs dort auf. Ab 1931 bewirtschaftete sie den elterlichen Hof Havemeister (Hufe 22, Hörn 7). Um ihr Leben zu würdigen, wurde 2015 – anlässlich ihres 50. Todestages – ein Gedenkstein für sie enthüllt.
Vom 1. Oktober 1945 bis zum 9. August 1946 nahm sie ihre Tochter Käthe Bockelmann, geborene Arp (1908–1989), mit deren Söhnen bei sich auf. Im Prasdorfer Schülerverzeichnis findet sich für 1946 eine Eintragung zu Jürgen Bockelmann, dem späteren Sänger Udo Jürgens.
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Prasdorf Gemeinde Prasdorf beim Amt Probstei
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kreis Plön Kategorie:Ersterwähnung 1240