Heufurt ist ein Gemeindeteil der Stadt Fladungen im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern.
Geographie Das Kirchdorf liegt in der Rhön im Tal der Streu, eines rechten Nebenflusses der Fränkischen Saale, auf . Südlich der Ortschaft mündet der Eisgraben in die Streu. Östlich von Heufurt erhebt sich der hohe Heufurter Kopf. Die Bundesstraße 285 verbindet den Ort mit Fladungen, das zwei Kilometer nordöstlich liegt, und Nordheim vor der Rhön, etwa drei Kilometer südlich. Zudem stellt die Kreisstraße NES 26 nördlich des Ortes eine Verbindung nach Hausen her. Heufurt besaß einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Mellrichstadt–Fladungen, die 1976 im Personenverkehr stillgelegt wurde. Die Strecke wird gelegentlich noch von der Museumsbahn Rhön-Zügle befahren, allerdings ohne Halt in Heufurt.Heufurt im BayernAtlas. Sämtliche Entfernungsangaben jeweils Luftlinie.
Geschichte Heufurt wurde im Jahr 1230 erstmals urkundlich erwähnt.Reinhold Albert: Urkundliche Ersterwähnungen der Städte und Gemeinden im Landkreis Rhön-Grabfeld. S. 4. (online). Abgerufen am 13. August 2021. Die Dorfmauer von Heufurt ist auch heute noch teilweise erhalten. Im Jahr 1635 starb ein Großteil der Heufurter Bevölkerung an der Pest, 1693 zerstörte ein Brand die Ortschaft vollständig.Stadtteile auf der Website der Stadt Fladungen. Abgerufen am 16. August 2021. Im Jahr 1875 zählte der Ort 224 Einwohner und 237 Gebäude. In den Jahren 1896, 1898 und 1933 war Heufurt erneut von schweren Bränden betroffen, zudem wurden im Zweiten Weltkrieg kurz vor Kriegsende 1945 einige Gebäude zerstört.Judith Sandmeier: Denkmalpflegerischer Erhebungsbogen Heufurt. Bayerische Amt für Denkmalpflege. (online).Tanja Heier: In: Rhön- und Saalepost. 2. September 2017, abgerufen am 16. August 2021.Als das Leben in Fladungen den Atem anhielt. In: Main-Post. 1. April 2015, abgerufen am 16. August 2021. Am 25. November 1944 musste ein US-amerikanischer Bomber bei Heufurt notlanden, zur Erinnerung daran wurde 2012 ein Gedenkstein errichtet.Eva Wienröder: Wo der US-Bomber abstürzte, ist nun eine Gedenkstätte. In: Main-Post. 11. September 2012, abgerufen am 16. August 2021.
Heufurt wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Fladungen eingemeindet.
Religion Die an einem Berghang gelegene katholische Kirche St. Jakobus der Ältere wurde am 24. August 1710 geweiht. Heufurt ist ein Teil der Pfarreiengemeinschaft Fladungen–Nordheim im Pastoralen Raum Mellrichstadt innerhalb des Bistums Würzburg.Kirchen und Kapellen auf der Website der Pfarreiengemeinschaft Fladungen–Nordheim. Abgerufen am 16. August 2021.
Vereine In Heufurt gibt es einen Musikverein, einen Turn- und Sportverein, eine Soldaten- und Schützenkameradschaft und eine Freiwillige Feuerwehr. Seit 1984 veranstaltet die Soldaten- und Schützenkameradschaft jährlich das Backhausfest.Backen und kneten wie früher beim Backhausfest. In: Main-Post. 14. Juli 2017, abgerufen am 16. August 2021.
Persönlichkeiten Leopold Hahn (1894–1970), Bildhauer, geboren in Heufurt
Literatur Beschreibung des Filial-Dorfs Heufurt, in: Franz Georg Benkert, Historisch-topographisch-statistische Beschreibung von dem Marktflecken Nordheim vor der Rhöne nebst den Filial-Dörfern der Pfarrei: Heufurt, Roth mit der alten Hildenburg, und Neustädtles, Würzburg 1821, Seite 169 ff. Heufurt, in: Helmut Kiesel, Fladungen – Eine Chronik, Fladungen 1985, Seite 65 f.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Rhön-Grabfeld Kategorie:Geographie (Fladungen) Kategorie:Ort in der Rhön Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Rhön-Grabfeld) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ersterwähnung 1230 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Rhön-Grabfeld