Die Chronik der Stadt Osnabrück listet Ereignisse der Geschichte Osnabrücks in Kurzform auf. Miteinbezogen sind die ursprünglich eigenständigen Orte, die heute Stadtteile Osnabrücks sind.
8. Jahrhundert 780 Gründung des Bistums Osnabrück.
9. Jahrhundert 804 Gründung des Gymnasiums Carolinum.
11. Jahrhundert 1002 28. Juli: Heinrich II., König des Ostfrankenreichs und späterer Kaiser, gewährt Osnabrück das Markt- und Münzrecht. 1011 13. Juli: Grundsteinlegung der ersten Kirche von St. Johann durch Bischof Dietmar von Osnabrück.
12. Jahrhundert 1157 Kaiser Friedrich I. weilt auf der Reise von Neuss nach Goslar in Osnabrück.Ludwig Hoffmeyer, Ludwig Bäte, Heinrich Koch: Chronik der Stadt Osnabrück. 4. Auflage. Meinders & Elstermann, Osnabrück 1982, ISBN 3-88926-004-7, S. 814
1171 Friedrich I. gewährt der Stadt Osnabrück das Privilegium de non evocando, das gewährleistete, dass Rechtsfälle, an denen ihre Bürger beteiligt waren, vor dem örtlichen Stadtgericht zu verhandeln waren.
1177 15. Juni: Die von der Vitus-Bruderschaft gebaute Viti-Kapelle an der Hase (heute Vitihof) wird durch Bischof Arnold geweiht. Mit ihr entsteht ein Hospital, welches als erstes Krankenhaus von Osnabrück gilt.
13. Jahrhundert 1217 Die Stadt verwendet als Wappen erstmalig ein Rad als eigenes Siegel, zunächst noch mit acht Speichen. 1233 11. April: Reiner von Osnabrück stirbt. 1256 25. März: Bischof Bruno legt den Grundstein für den zweiten Bau der Kirche St. Johann.
1287 Das Augustinerkloster lässt sich am Neumarkt nieder.
1292 18. August: Der Schlussstein der Kirche St. Johann wird gesetzt und die Kirche geweiht.
1295 Das Dominikanerkloster wird bezogen.
14. Jahrhundert 1308 4. November: In der dritten Schlacht im Haler Feld siegt der Bischof von Osnabrück, Ludwig von Ravensberg, gegen den Bischof von Münster und dem Tecklenburger Grafen.
1309 Die Neustadt wird in die bestehende (Alt-)Stadt eingegliedert.
1318 Das Stadtoberhaupt wird erstmals als magister civium (Bürgermeister) betitelt.
1331 Der Löwenpudel wird als Löwenstein in einer Urkunde erstmals erwähnt.
1338 Kaiser Ludwig IV. erneuert die Stadtprivilegien. Aufgrund der Brandgefahr werden Strohdächer bei Neubauten verboten.
1348 Die Sate entsteht. Älteste Stadtverfassung Deutschlands.
1350 Die Pest wütet in Osnabrück. Nur sieben Ehen soll der Tod in Osnabrück nicht zerrissen haben.
1394 Ein Großbrand vernichtet einen Teil der Altstadt. Daraufhin wurden 103 „Hexen“ verbrannt.
15. Jahrhundert 1412 Osnabrück schließt sich der Hanse an.
1441 Johann V. von Hoya wird bis 1448 im Johanniskasten im Bucksturm gefangen gehalten.
1487 Baubeginn des Rathauses, welches sich bis 1512 hinzieht.
16. Jahrhundert 1517 Bau des Bürgergehorsam, der sich bis 1519 hinzieht. 1521 Der Augustinerprior Gerhard Hecker predigt in der Augustinerkirche erstmals nach dem protestantischen Glaubensverständnis.
1530 21. April: Ein in der Hakenstraße des Katherinenviertels ausgebrochenes Feuer entwickelt sich zum Stadtbrand. In sechs Stunden brannten über 1100 Häuser nieder, nur das Kloster Marienstätte am heutigen Ledenhof blieb verschont. Als Reaktion auf den Stadtbrand wurde bis ins 19. Jahrhundert am 21. April der Brandbußtag in Kirchen der Stadt abgehalten.
1534 Prediger des Täuferreich von Münster werden gefangen genommen und im Bucksturm eingesperrt.
1543 2. Februar: Hermann Bonnus hält in der Marienkirche zu Lichtmess den ersten offiziellen Gottesdienst der Stadt ab. In St. Katharinen wird die Reformation eingeführt.
1544 Die Stadt tritt dem Schmalkaldischen Bund als ordentliches Mitglied bei. Die letzten Mönche verlassen das Augustinerkloster.
1545 Die Hirsch-Apotheke am Nikolaiort wird erstmals urkundlich erwähnt.
1553 Nachdem Philipp Magnus von Braunschweig-Wolfenbüttel die Iburg erobern konnte, belagert er die Stadt Osnabrück erfolglos. Kanonenschüsse vom Gertrudenberg prallen an den kurz zuvor verstärkten Stadtmauern ab.
1595 Gründung des Ratsgymnasiums.
17. Jahrhundert 1601 Die Raths-Apotheke wird auf Veranlassung des Raths als zweite Apotheke der Stadt eröffnet.
1613 11. März: Beim Großen Stadtbrand werden 942 Gebäude zerstört.
1628 Baubeginn der Petersburg.
1633 13. August: Nachdem die kaiserlichen Truppen in der Schlacht bei Hessisch Oldendorf den Schweden unterlagen, beginnt die Belagerung der Stadt durch die Schweden. 12. September: Den Schweden wird die Stadt kampflos übergeben. Die kaiserlichen Truppen ziehen sich in die Petersburg zurück. 5. Oktober: Die noch von den kaiserlichen Truppen gehaltene Petersburg kapituliert vor den Schweden.
1636 Die kaiserlichen Belagern kurzzeitig und erfolglos die Stadt.
1643 Die schwedischen Gesandtschaft nutzt die Kirche St. Katharinen bis 1648 für Gottesdienste und Begegnungen.
1644 6. April: Der schwedische Gesandte Johan Axelsson Oxenstierna trifft in Osnabrück ein, um an den Verhandlungen zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges teilzunehmen. 1645 Juni: Beginn der Friedensverhandlungen zum Westfälischen Frieden in Osnabrück.
1667 Baubeginn des Schlosses. Die Fertigstellung erfolgte 1673.
1694 Die Heger Laischaft schaft eine Feuerschlange mit ledernen Schläuchen an.
18. Jahrhundert 1727 22. Juni: König Georg I. von Großbritannien stirbt im Schloss Osnabrück. 30. Juni: Lütticher Bergleute beginnen mit der Auffahrung des Lücker Stollens am Piesberg.
1751 Abriss der Klosterkapelle des ehemaligen Augustinerklosters am Neumarkt.
1766 Die erste Ausgabe der Zeitung Osnabrückische Anzeigen erscheint.
1781 Der Pappelgraben wird an der Grenze zwischen der Martini- und der Neustädter Laischaft ausgehoben um die Wüste zu entwässern.
1797 Der Maler Peter Arnold Honsberg richtet an den Magistrat der Stadt die Bitte eine Zeichenschule errichten zu dürfen. Der Magistrat lehnt dieses aus Geldmangel ab. Honsberg errichtet die Schule daraufhin in Emden.
Ab 19. Jahrhundert Aufgrund der großen Anzahl von Ereignissen ist die Chronik in die folgenden Teillisten unterteilt:
19. Jahrhundert 1801–1825 1826–1850 1851–1875 1876–1900 20. Jahrhundert 1901–1925 1926–1950 1951–1975 1976–2000 21. Jahrhundert
Literatur Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land, Heimat-Jahrbücher für Stadt und Land Osnabrück, seit 1974 Ludwig Hoffmeyer: Chronik der Stadt Osnabrück. 6. Auflage. Osnabrück 1995.
Weblinks
Einzelnachweise