Achatzmühle ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Marktleugast im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).

Geografie mini|Von der Achatzmühle ist von den Bauwerken nur noch eine kleine Kapelle erhalten geblieben. Die Einöde lag auf einer Höhe von am Kleinen Koserbach und war nur über einen Wirtschaftsweg zu erreichen, der nach Marienweiher (1,7 km nordöstlich) bzw. nach Schallerhof (1,4 km westlich) führte. Erhalten geblieben sind eine Wegkapelle, die 1922 von der Familie Hübner erbaut wurde, und ein Kruzifix 0,2 km nördlich flussaufwärts, das 1970 errichtet wurde.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 1.

Geschichte Die Mühle wurde 1602/03 durch Georg Wolf von Guttenberg errichtet. 1694 wurde sie von dem Müller Achaz Hübner gekauft und von da an nach ihm benannt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Achatzmühle aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Marktschorgast aus. Das bambergische Kastenamt Stadtsteinach war Grundherr der Mahl- und Schneidmühle.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Achatzmühle dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Marienweiher und der im selben Jahr gebildeten Gemeinde Marienweiher zugewiesen. Das Anwesen trug die Haus-Nr. 9 von Hermes.Achatzmühle im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme) Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Achatzmühle am 1. Januar 1977 in die Gemeinde Marktleugast eingegliedert. Sie war zu dieser Zeit schon unbewohnt.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 15 17 11 6 8 6 0 0HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 1 1 2 0Quelle

Religion Achatzmühle war katholisch geprägt und nach Mariä Heimsuchung in Marienweiher gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Marktleugast) Kategorie:Wüstung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Erbaut in den 1600er Jahren Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert