Karl war der Deckname eines von der deutschen Luftwaffe und der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Funkmessstörsenders (FuMS). Die damalige authentische Schreibweise war „Funkmeßstörsender“.Frank Dörenberg: Kurzbezeichnungen – Radio & COM Related Abbrevations. S. 8, PDF; 720 kB, abgerufen am 13. August 2021. Seine eigentliche Kurzbezeichnung war FuMS 3.Kommando Koch – July 1942–May 1943 (englisch), abgerufen am 13. August 2021. Er stellt ein frühes Mittel der elektronischen Kampfführung dar.
Geschichte Störsender wurden von der Wehrmacht eingesetzt, um gegnerische Funkmessgeräte (FuMG) beziehungsweise Funkmessortungsgeräte (FuMO) – heute nennt man sie Radargeräte – mithilfe aktiv abgestrahlter Hochfrequenzsignale (HF-Signale) elektromagnetisch zu stören.
Karl war vom Reichspostzentralamt (RPZ) des Reichspostministerium mit Sitz in Berlin-Tempelhof entwickelt worden. Die Ausgangsleistung betrug 450 W und Karl deckte den Frequenzbereich von 170 bis 220 MHz ab, entsprechend einem Wellenlängenbereich von 1,36 bis 1,76 m.Funkmeß-Störsender, abgerufen am 13. August 2021.Kommando Koch – July 1942–May 1943 (englisch), abgerufen am 13. August 2021.
Literatur Arthur O. Bauer: Funkpeilung als alliierte Waffe gegen deutsche U‑Boote 1939–1945. Wie Schwächen und Versäumnisse bei der Funkführung der U‑Boote zum Ausgang der „Schlacht im Atlantik“ beigetragen haben. Arthur O. Bauer Selbstverlag, Diemen, Niederlande 1997, ISBN 3-00-002142-6. Gerhard Hepcke: The RADAR War. PDF; 135 kB.
Weblinks Funkmeß-Störsender Radio and RADAR Equipment of the Luftwaffe. A.D.I.(K) Report No. 380/1945, PDF; 90 kB bei CDV&T. Kommando Koch – July 1942–May 1943 (englisch).
Einzelnachweise
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