Die Liste der Straßen in Essen-Bochold beschreibt das Straßensystem im Essener Stadtteil Bochold mit den entsprechenden historischen Bezügen.Sofern nicht anders angegeben, wird als Quelle benutzt:
Einführung und Überblick In Essen-Bochold leben Einwohner () auf einer Fläche von 3,19 km². Bochold hat die Postleitzahlenbezirke 45355 (westliches Bochold), 45356 (östliches Bochold) und 45143 (Dinslaker Straße 13a sowie Dorstener Straße 19/21/23).
Vor der Industrialisierung im 19. Jahrhundert bestand Bochold aus Gehöften, heute ist Bochold der am dichtesten besiedelte Stadtteil im Stadtbezirk Borbeck. Die Besiedelung begann mit der Anlage von Zechen, die erste war die 1841 gegründete Zeche Carolus Magnus. Sechs Jahre später eröffneten die Zinkhütte an der heutigen Zinkstraße und die Phönixhütte am Bahnhof Essen-Bergeborbeck mit dem ersten funktionstüchtigen Koks-Hochofen im Ruhrgebiet.
Unter Bürgermeister Rudolf Heinrich, der vom 26. November 1881 bis zum 1. April 1907 im Amt war, wurden viele Reformen an der Straßenbenennung umgesetzt. Vor seiner Amtszeit gab es in Borbeck keine Adressen mit Straßennamen mit Hausnummern. Es gab eine aufsteigende Nummerierung der Häuser nach Sektionen (zum Beispiel „Bochold Nr. 156“). Heinrich trieb ab 1891 die Benennung von Straßen voran. Da es aufgrund der anfangs spärlichen Bebauung keine Straßenschilder gab, trugen die Häuser nun die Straßennamen an den Schildern der Hausnummer. Aus Kostengründen wählte Heinrich vorwiegend kurze Straßennamen. Dies führte zu mitunter seltsamen Namen, die unter „Herleitung: Kurzname“ zu finden sind.
Es gibt mehrere Straßennamengruppen im Stadtteil Bochold:
Benennung nach Getreidearten rund um die Bergmühle Benennung nach belgischen Städten in der Siedlung Neu-Altenberg rund um die Flandernstraße, nördlich der Germaniastraße Benennung nach ehemaligen Gemeinden, welche hauptsächlich in Essen-Altendorf fortgeführt wird
Bochold grenzt im Westen und Norden an Borbeck-Mitte und Bergeborbeck, nördlich und östlich, entlang der Bottroper Straße grenzt Bochold an Vogelheim und Altenessen-Süd. Im Südosten Bocholds, entlang der Helenenstraße grenzt das Nordviertel an sowie entlang des Borbecker Mühlenbachs der Stadtteil Altendorf. Im Süden, entlang der Altendorfer Straße grenzt der Stadtteil Schönebeck.
Es gibt 80 benannte Verkehrsflächen und keine Plätze. 10 Straßen davon befinden sich nur teilweise im Stadtteil:
Carolus-Magnus-Straße führt nach Bergeborbeck und zweigt von der Bottroper Straße ab, die nördlich aus Bergeborbeck kommend die Grenze nach Vogelheim und Altenessen-Süd beschreibt und Bochold südlich ins Nordviertel verlässt. Hafenstraße und Hövelstraße werden in Altenessen-Süd fortgeführt. Haus-Berge-Straße und Schölerpad führen südlich nach Altendorf. Flandernstraße, Germaniastraße und Zechenstraße werden in Bergeborbeck fortgeführt, die Wüstenhöferstraße führt nach Borbeck-Mitte.
Durch den Stadtteil Bochold verläuft
Die Bundesstraße auf der Altendorfer Straße Die Landesstraße auf der Bocholder Straße Die Landesstraße auf der Bottroper Straße Die Landesstraße auf der Jahnstraße und Theodor-Hartz-Straße Die Kreisstraße auf der Haus-Berge-Straße, Germaniastraße und Theodor-Hartz-Straße Der Borbecker Mühlenbach, entspringt südlich im Stadtteil Essen-Bredeney und mündet nördlich in Essen-Bergeborbeck der Berne
Liste der Straßen Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Straßen und Wege im Stadtteil mit entsprechenden Informationen.
Name: aktuelle Bezeichnung der Straße. Länge/Maße in Metern: Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind gerundete Übersichtswerte, die in Google Earth mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet. Der Zusatz „+“ bemerkt die Länge einer Straße in der Hauptlänge „+“ die abzweigenden Nebenstraßen. Bei Plätzen sind die Maße in der Form ab angegeben. Der Zusatz (im Stadtteil) gibt an, dass die Länge die des Straßenabschnitts innerhalb des Stadtkerns ist, sofern die Straße in benachbarte Stadtteile weitergeführt wird. Herleitung: Ursprung oder Bezug des Namens Datum der Benennung: amtliche Erstbenennung Anmerkungen: zusätzliche Informationen Bild: Foto der Straße oder eines anliegenden Objekts
NameLänge/Maße(in Metern)HerleitungDatum der BenennungBemerkungenBildAm Jungborn255Naturheilverein JungbornDer Verein Jungborn betrieb hier ein Licht- und Luftbad, das 1925 von der Bockmühle zum Schölerpad verlegt wurde. Die Straße verläuft im Bogen zwischen Kesselstraße und Schölerpad. Zwischen Am Jungborn und Haskens Land erstreckt sich ein weitläufiger Grünbereich, der bis zum Borbecker Mühlenbach reicht, 140px|Am JungbornAm Kornkamp90GetreidenameDie Straße verläuft als Sackgasse nördlich der Bergmühle. Über einen Fußweg ist der Sportplatz an der Germaniastraße und die Hirsestraße erreichbar. 140px|Am KornkampAn der Gärtnerei160OrtsbezugDie Straße An der Gärtnerei ist eine südliche Stichstraße der Bocholder Straße.Antwerpenweg225Belgische StädteDie Straße verläuft südwestlich vom Brüggeweg, in der Mitte der Siedlung Neu-Altendorf, die durch die Flandernstraße umzogen wird. → FlandernstraßeAsbeckstraße445Heinrich Asbeck (1949–1901), Ressortchef bei KruppDie Straße zweigt nördlich von der Bergmühle ab, verläuft in einem Bogen um die Otto-Beyer-Straße und mündet wieder in der Bergmühle. 140px|AsbeckstraßeBergmühle835Haus BergeDie Straße ist auf Höhe des Borbecker Mühlenbachs für den Straßenverkehr unterbrochen. An dieser Stelle befindet sich südlich der Straße ein Spielplatz. Dort stand bis ins 19. Jahrhundert die Obere Bergmühle. Ungefähr 500 Meter nördlich und abwärts des Mühlenbachs stand die Untere Bergmühle in direkter Nachbarschaft zum Haus Berge. Die Straßen um die nördliche Bergmühle zwischen der Germaniastraße und der Bocholder Straße herum gehören zur Straßennamengruppe Getreidenamen, zum Beispiel Weizenstraße oder Roggenstraße. 140px|BergmühleBergmühlenwehr95Haus BergeDie Straße kreuzt Im Bocholdsfeld und verbindet mit der Troststraße. → Bergmühle 140px|BergmühlenwehrBocholder Straße2520Bauernschaft BocholdBochold war landwirtschaftlich geprägt mit zahlreichen Bauernhöfen und hatte mit dem Haus Berge einen Rittersitz. Durch die einsetzende Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts wandelte sich das Bild hin zu einer Reihe von Zechen und Hütten. Am 1. April 1915 wurde Bochold als Stadtteil von Essen eingemeindet. Nach dem Ende der Kohleförderung Ende des 20. Jahrhunderts wandelte sich das Bild Bocholds wiederum und ist heute ein hauptsächlich durch Siedlungen geprägter Stadtteil. 140px|Bocholder StraßeBottroper Straße1290(im Stadtteil)Hauptausfallstraße nach BottropAn ihrem nördlichen Ende, beginnend an der Hafenstraße über die Länge des „Volkspark Phoenixhalde“ beschreibt die Bottroper Straße die Grenze zu Essen-Vogelheim. Im weiteren Verlauf südlich von der Hövelstraße bis zur Helenenstraße bildet sie die Grenze zu Altenessen-Süd. Der nördliche Teil der Bottroper Straße, westlich der Hafenstraße bis zur Flözstraße liegt nicht im Stadtteil Bochold, sondern in Bergeborbeck. Die Bottroper Straße verläuft als Landesstraße 64 von der Essen-Stadtmitte bis Bottrop. Brinkstraße100Flurname SteinbrinkDie Brinkstraße ist eine Sackgasse, die von der Germaniastraße abzweigt und in der Nähe der Wolfsbankstraße endet. 140px|BrinkstraßeBrüggeweg240 + 280Belgische StädteDer Brüggeweg ist inmitten der Siedlung Neu-Altenberg und erstreckt sich von der Flandernstraße bis zur Germaniastraße. Südwestlich liegen der Antwerpenweg, der Ostendeweg und der Diestweg. → FlandernstraßeButzweg260Gustav Butz (1844–1912), Direktor der Zeche König WilhelmDer Butzweg verbindet die Preisstraße mit der Bocholder Straße und verläuft parallel zwischen Hohehausstraße und Otto-Brenner-Straße. 140px|ButzwegCarl-Kruft-Straße240Carl Anton Joseph Kruft (1838–1881), Borbecker Bürgermeister 1869–1881Die Straße verbindet die Theodor-Hartz-Straße und die Zechenstraße und liegt in der Grenze von Bochold zu Bergeborbeck. 140px|Carl-Kruft-StraßeCarolus-Magnus-Straße285 + 50(im Stadtteil)Zeche Carolus MagnusDer Verlauf der Straße auf Bocholder Gebiet wurde erst nach dem Abriss der Zeche Carolus Magnus, Schacht I und II umgesetzt. In den 1950ern wurde der Betrieb stillgelegt, in den 1960ern abgerissen und durch Straßen ersetzt. Dabei wurde auch der Borbecker Mühlenbach teilweise wieder freigelegt, der für den Zechenbetrieb überdeckt wurde. Der Verlauf der Carolus-Magnus-Straße im westlichen Abschnitt im Stadtteil Bergeborbeck und die Flözstraße am östlichen Ende der Carolus-Magnus-Straße waren durch die Zeche nicht verändert worden. 140px|Carolus-Magnus-StraßeDiestweg105Belgische StädteDer Diestweg eine der kürzesten Straße in der Siedlung Neu-Altenberg und verbindet die Flandernstraße mit dem Antwerpenweg. Parallel zum Diestweg verläuft der Ostendeweg.