Die Santa-Ana-Klasse war eine Klasse von acht 112-Kanonen-Linienschiffen der spanischen Marine, die von 1784 bis 1816 in Dienst stand.

Geschichte Die Klasse wurde von dem Schiffbauingenieur Romero Landa entworfen auf den Marinewerften Ferrol in Spanien (3 Einheiten) und Havanna auf Kuba (5 Einheiten), zwischen 1783 und Mitte der 1790er gebaut.

Einheiten Name Bauwerft Bestellung Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib Prototyp Santa Ana Reales Astilleros de Esteiro,Ferrol 3. Februar 1783 Juni 1783 28. September 1784 24. November 1784 1816 im Arsenal von Havanna gesunken 1. Gruppe Mexicano Real Astillero de La Habana,Havanna 10. September 1784 Februar 1785 20. Januar 1786 5. Mai 1786 verkauft 1813, später abgebrochen Conde de Regla 27. Januar 1786 4. November 1786 abgebrochen 1811 Salvador del Mundo Reales Astilleros de Esteiro,Ferrol 23. August 1785 19. Dezember 1785 2. Mai 1787 Im Februar 1797 (Seeschlacht bei Kap St. Vincent) durch die Royal Navy gekapert,als HMS Salvador del Mundo in Dienst, abgebrochen 1815 Real Carlos Real Astillero de La Habana,Havanna 30. Oktober 1786 25. Januar 1787 4. November 1787 Im Juli 1801 (Zweites Seegefecht vor Algeciras) gesunken 2. Gruppe San Hermenegildo Real Astillero de La Habana,Havanna 30. Oktober 1787 1788 20. Januar 1789 Januar 1789 Im Juli 1801 (Zweites Seegefecht vor Algeciras) gesunken Reina María LuisaFernando VII (ab 1809) Reales Astilleros de Esteiro,Ferrol 4. August 1789 1790 12. September 1791 Im Dezember 1815 vor Béjaïa gesunken Príncipe de Asturias Real Astillero de La Habana,Havanna 28. Januar 1794 abgebrochen 1817

Technische Beschreibung mini|Zeichnung eines 36-Pfünders Die Klasse war als Batterieschiff mit drei durchgehenden Geschützdecks konzipiert und hatte eine Länge von 58,806 Metern (Geschützdeck), eine Breite von 16,16 Metern und einen Tiefgang von 7,542 Metern. Sie waren Rahsegler mit drei Masten (Fockmast, Großmast und Kreuzmast). Der Rumpf schloss im Heckbereich mit einem Heckspiegel, in den Galerien integriert waren, die in die seitlich angebrachten Seitengalerien mündeten. Diese waren aus Repräsentationsgründen durch zeitspezifische Schnitzereien und Bildhauerarbeiten geschmückt. Die Beplankung war kraweel ausgeführt, das heißt, die Kanten der Planken stießen stumpf aufeinander, so dass eine glatte Außenfläche entstand.

Die Bewaffnung der Klasse bestand bei Indienststellung aus 112 Kanonen, wobei sich die Anzahl und das Kaliber veränderten (in Friedenszeiten wurden die 36-Pfünder-Kanonen durch 24-Pfünder ersetzt). UnteresBatteriedeck MittleresBatteriedeck OberesBatteriedeck Backdeck Achterdeck Kanonen(Geschossgewicht)Bei der Berechnung des Gewichtes einer Breitseite kann es zu Unterschieden kommen, da in der damaligen Zeit ein Pfund, je nach Land, unterschiedliche Gewichtswerte hatte. Das spanische Libra hatte z. B. ein Gewicht von 460,08 Gramm, während das englische Pound ein Gewicht von 453,592 Gramm hatte. Design 30 × 36-Pfünder 32 × 24-Pfünder 32 × 12-Pfünder 6 × 8-Pfünder 12 × 8-Pfünder 112 Kanonen(545 kg) 1797(Salvador del Mundo) 30 × 36-Pfünder 32 × 24-Pfünder 32 × 12-Pfünder 20 × 8-Pfünder 114 Kanonen(549 kg) 1805(Reina María Luisa) 30 × 36-Pfünder-Kanonen 32 × 24-Pfünder-Kanonen 32 × 12-Pfünder-Kanonen 6 × 8-Pfünder-Kanonen 10 × 8-Pfünder-Kanonen10 × 36-Pfünder-Haubitzen4 × 24-Pfünder-Haubitzen 124 Geschütze(646 kg)

Besatzung Die Besatzung eines Schiffes der Klasse hatte eine Stärke, nach dem 1788 Reglement, von 888 Mann, welche sich aber bis 1803 auf 982 erhöhte.

Bemerkungen

Literatur

Siehe auch Victory – britisches 104-Kanonen-Linienschiff Commerce-de-Marseille-Klasse – französische 118-Kanonen-Linienschiffklasse

Weblinks Spanish Meregildos / Santa Ana Class auf threedecks.org (englisch) Navío Santa Ana (2) auf todoababor.es (spanisch)

Einzelnachweise Rif Winfield, John Tredrea, Enrique Garcia-Torralba Pérez & Manuel Blasco Felip: Spanish Warships in the Age of Sail 1700–1860., S. 56.

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