miniatur|Die Modenwelt, 1911 Die Modenwelt war eine Frauenzeitschrift von 1865 bis 1942.
Geschichte miniatur|Illustrirte Frauen-Zeitung vom 29. Mai 1876 1865 gründeten der Verleger Franz von Lipperheide und seine Frau Frieda die Modenwelt in seinem Verlag in Berlin. Beide waren vorher bei der Modezeitschrift Der Bazar angestellt gewesen.Barbara Krautwald: Bürgerliche Frauenbilder im 19. Jahrhundert. Die Zeitschrift "Der Bazar". Transkript Verlag Bielefeld, 2021, S. 52f., mit einigen Angaben zur Geschichte. Nach deren Vorbild schufen sie ein ähnliches Blatt, das ausführlich über Mode und Handarbeiten berichtete, aber billiger im Verkauf war. Es gab zahlreiche Abbildungen, vor allem Stahlstiche, einige davon koloriert.Zum fünfundzwanzigsten Bestehen der "Modenwelt", 1890; zitiert in Archiv für Geschichte des Buchwesens, Band XXIV (24), 1983, S. 817; 1890 gab es 18 Xylographen (Holzschnitzer) für die Abbildungen.
Im ersten Jahr gab es 17.000 Abonenntinnen, 1871 waren es bereits etwa 100.000, fast so viel wie bei Der Bazar. Seit 1874 wurde die Illustrirte Frauen-Zeitung als Unterhaltungsbeilage ergänzt. Diese enthielt Berichte zu den verschiedensten Themen, darunter literarische Texte mit einem guten Niveau. Die Modenwelt war neben dem Bazar die wichtigste Frauenzeitschrift im Deutschen Reich im späten 19, Jahrhundert.Ruth Steinberg-Groenhof: Die Schriftstellerin Emmi Lewald (1866–1946). Weibliche Autorschaft, Zeitgeist und Literaturmarkt, Böhlau Köln 2015, S. 184, mit einigen Angaben zur Geschichte. Es gab Ausgaben in zehn weiteren Sprachen und in Österreich-Ungarn.Gustav Dahms: Das litterarische Berlin. Illustriertes Handbuch der Presse in der Reichshauptstadt, Berlin 1895, S. 193f. .
1910 erwarb der Ullstein-Verlag Die Modenwelt. Er übernahm deren beliebte Schnittmusterbögen auch für seine anderen Frauenzeitschriften Das Blatt der Hausfrau und Die Praktische Berlinerin. 1913 wurde Die elegante Mode eingegliedert, 1927 die beiden anderen Zeitschriften.
1937 wurden Die Modenwelt mit dem Bazar zur Neuen Modenwelt zusammengelegt. Seit 1939 hieß sie wieder Die Modenwelt und bestand bis 1942. 1952 wurde die Brigitte als deren Nachfolgerin gegründet.
Persönlichkeiten Leitende Redakteurinnen Frieda Lipperheide, 1865–1896 Doris Kiesewetter, vor 1906–um 1910 Gunda Beeg, 1910–1911, vorher Redakteurin seit etwa 1896Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1700–1910. Band 98, 1983. S. 20 . Maria Müller, 1915Sperlings Zeitschriften-Adressbuch, 1915. Mimi (Dynair?), 1915 Barbara von Treskow, 1932–1943
Weitere Mitarbeiterinnen Clara Blüthgen, 1897–1900 Sebastian Haffner, 1938
Literatur Zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen der „Modenwelt“. 1865–1890. Lipperheide, Berlin 1890 Rudolf Schmidt: Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker Band 4. Eberswalde 1907. S. 622–625 Text, ausführliche frühe Geschichte Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1700–1910. Band 98 Mod – Mons. K. G. Saur, München 1983. S. 19f., mit bibliografischen Angaben 1865–1911 Sperlings Zeitschriften-Adressbuch, 1865–1939
Weblinks Die Modenwelt Blaustrumpf Die Modenwelt Zeitschriftendatenbank Digitalisate
Modenwelt 1869 und einige Ausgaben der Illustrirten Frauen-Zeitung Modenwelt Nr. 10 1899 Archive Illustrirte Frauen-Zeitung 1876/77 BSB, einige Ausgaben
Einzelnachweise
Kategorie:Frauenzeitschrift (Deutschland) Kategorie:Modezeitschrift Kategorie:Zeitung (Berlin, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Deutschsprachige Wochenzeitschrift Kategorie:Ersterscheinen 1865 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1943 Kategorie:Ullstein