Frederik R. Wurm (* 1981 in Wiesbaden)Chiara Pelosia, Maria R. Tinèa, Frederik R. Wurm: Main-chain water-soluble polyphosphoesters: Multi-functional polymers as degradable PEG-alternatives for biomedical applications. In: European Polymer Journal. Vol. 141, 5. Dezember 2020, S. 24, . ist ein deutscher Chemiker. Seit 2020 ist er als Professor an der Universität Twente in Enschede tätig und leitet eine Forschungsgruppe über nachhaltige Polymerchemie („Sustainable Polymer Chemistry“, SPC).
Leben Frederik Wurm studierte von 2001 bis 2006 Chemie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und an der University of Toronto. Er promovierte im Jahr 2009 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über die Synthese neuartiger komplexer Makromoleküle. Er verbrachte einen zweijährigen Postdoc-Aufenthalt als Humboldt-Feodor-Lynen-Stipendiat an der École polytechnique fédérale de Lausanne in der Schweiz, wo er sich mit Protein-Polymer-Konjugaten beschäftigte. 2012 kam er zurück nach Deutschland und arbeitete als Gruppenleiter bei Katharina LandfesterWith tiny particles against major diseases, Max-Planck-Institut Mainz, 23. Mai 2018 am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz und leitete die Gruppe „Funktionale Polymere“. 2016 habilitiert er sich. Seit 2020 ist er Professor an der Universität Twente in Enschede, Niederlande.
Wirken Frederik Wurms Forschungsinteresse umfasst die Synthese neuer Bausteine für funktionale Polymere (synthetische Polymerchemie), insbesondere bioabbaubare Polymere besonders den Polyphosphorsäureestern (Polyphosphorester, PPE). Außerdem befasst er sich mit Biopolymeren wie Lignin, Stärke oder DNA. DNA dient besonders als Vorlage für eine Vielzahl an Forschungsartikeln im Bereich der Polyphosphorester.
Er befasst sich mit der Herstellung von Nano- und Mikropartikeln zum Wirkstofftransport („Nanocarrier“), besonders basierend auf Lignin, und zur Verwendung in der Landwirtschaft, wie zum Beispiel dem Weinbau. Aufgewachsen im Rheingau, einem bekannten Weinanbaugebiet, kombinierte Wurm so seine Leidenschaft für Wein mit dem Ziel der Schaffung einer nachhaltigeren Landwirtschaft mit reduzierten chemischen Pestiziden. Er entwickelte Nanocarrier zum gezielten Transport zum Beispiel von Fungiziden im Weinbau, um so flächendeckendes Versprühen zu vermeiden. Sie wurden 2018 im Feldversuch in einem Rebenanbaugebiet bei Neustadt an der Weinstraße als Mittel gegen die Pilzerkrankung Esca getestet.With tiny particles against major diseases, Max-Planck-Institut Mainz, 23. Mai 2018
In der Lehre an der Universität Twente unterrichtet er Organische Chemie, Polymerchemie und Materialwissenschaft.
Er hat etwa 200 Artikel in internationalen Zeitschriften publiziert und hält einige Patente.
Seit 2019 ist er einer der Herausgeber des European Polymer Journal.
Ausgewählte Publikationen
Auszeichnungen 2009 DSM Science and Technology Award (3rd place) 2009 Feodor-Lynen Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung 2011 Rückkehrstipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung 2014 European Young Chemist Award of the European Chemical Society (EuCHeMS, Gold Medal) 2014 Georg Manecke Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) 2016 Reimund Stadler Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) 2017 Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie 2019 Materials Today - European Polymer Journal Award 2018 2019 Polymer Chemistry Lectureship
Weblinks Webseite an der Universität Twente
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Twente) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Mann