Christiane Luise Ursula „Ulli“ Friese (* 4. November 1919 in Berlin-Steglitz; † 21. September 1985 in Remseck am Neckar) war eine deutsche Sängerin und Schauspielerin bei Bühne und Film.

Leben und Wirken Die Tochter des Syndikus Wilhelm Friese und seiner Frau Else, geb. Wernicke,Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin-Steglitz, Nr. 753/1919. besuchte ein Lyzeum bis zur Untersekunda und nahm anschließend Unterricht in Schauspiel, Tanz und Gesang. Ihr erstes Engagement erhielt die Künstlerin am Theater am Kurfürstendamm, weitere Stationen wurden das Deutsche Theater, das Metropol-Theater und der Admiralspalast, wo sie sich vor allem als Sängerin einen Namen machte.Bundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Ursula Friese, R 9361-V/109500 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). In der frühen Nachkriegszeit trat sie auch an Kleinkunstbühnen wie dem Berliner Kammerbrettl auf. Mit Beginn der 1950er Jahre übernahm sie für kurze Zeit die Leitung der Kleinstbühne „Berliner Bär“, ehe sie nach ihrer 1952 erfolgten Heirat mit dem Oberspielleiter Heinz-Otto Grosch nach Duisburg übersiedelte. Von da an ist sie mit keinem Festengagement mehr nachzuweisen.

Erste Filmerfahrungen sammelte Ursula Friese als Statistin im Spielfilm Schüsse an der Grenze (1933), ferner trat sie auch für einige Werbefilme vor die Kamera. Etwas größere Aufgaben erhielt sie u. a. in Gustaf Gründgens’ ambitionierter Effi-Briest-Adaption Der Schritt vom Wege und nach dem Zweiten Weltkrieg auch in zwei DEFA-Produktionen. 1983 wird sie als eine von zwei Assistentinnen Rudi Carrells in der am Silvestertag 1983 ausgestrahlten Fernsehshow Unterm Regenbogen erwähnt. Dort stellte sich auch heraus, dass Ursula Friese über ihren Ehemann eine Tante des Showmoderators Frank Elstner war.Unterm Regenbogen auf fernsehserien.de.

Ursula Friese, die zwischenzeitlich im württembergischen Hemmingen gelebt hatte, übersiedelte 1978 mit ihrem Mann nach Remseck am Neckar, wo sie 1985 im Alter von 65 Jahren starb.Stadtarchiv Remseck am Neckar, Sterbebuch Standesamt Remseck am Neckar, Nr. 38/1985.

Filmografie (Auswahl) 1936: Der schüchterne Casanova 1936: Die Stunde der Versuchung 1937: Fanny Elßler 1937: Liebe kann lügen 1937: Zweimal zwei im Himmelbett 1939: Der Schritt vom Wege 1939: Wie werd’ ich bloß die Perle los? (Kurzfilm) 1948: Straßenbekanntschaft 1951: Die letzte Heuer 1983: Unterm Regenbogen (Fernsehshow)

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