Bednarki () ist ein kleines Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Ostróda (Landgemeinde Osterode in Ostpreußen) im Powiat Ostródzki (Kreis Osterode in Ostpreußen).

Geographische Lage Bednarki liegt am Nordostrand des Landschaftspark Kernsdorfer Höhen () im südlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 15 Kilometer südlich der Kreisstadt Ostróda ().

Geschichte Das Leben im kleinen Ort Bednarken – vor 1785 noch Bednarkowo genannt – wurde von seinem Gut und der Ziegelei bestimmt. 1874 wurde der Gutsbezirk Bednarken im Amtsbezirk Glanden (polnisch Glądy) im Kreis Osterode in Ostpreußen aufgenommen.Rolf Jehke: Amtsbezirk Glanden 166 Einwohner waren 1910 in Bednarken mit seinen Ortsteilen Friedenthal (polnisch Kaczeniec) und Sulawken (1933 bis 1945 Klein Bednarken, polnisch Żuławki) gemeldet. Ihre Zahl belief sich 1933 auf 160 und 1939 auf 151.Michael Rademacher:

In Kriegsfolge wurde Bednarken 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen an Polen abgetreten. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Bednarki“ und ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Ostróda (Landgemeinde Osterode in Ostpreußen) im Powiat Ostródzki (Kreis Osterode in Ostpreußen), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren (mit Sitz in Olsztyn (Allenstein)) zugehörig.

Kirche Bis 1945 war Bednarken in die evangelische Kirche DöhringenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 499 (polnisch Durąg) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche OsterodeAGOFF: Kreis Osterode in Ostpreußen (polnisch Ostróda) im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Bednarki evangelischerseits zur Kirche in Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen und katholischerseits zur Kirche in Szczepankowo (Steffenswalde) im Erzbistum Ermland.

Verkehr Bednarki liegt an einer Straße, die von Ryn (Rhein) durch den Nordteil des Landschaftsparks Kernsdorfer Höhe bis nach Zajączki (Haasenberg) führt. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.

Tourismus Durch Bednarki verläuft der Radweg („Szlak rowerowy“) Nr. 84, der auf 29 Kilometern Länge als Rundweg von und nach Brzydowo (Seubersdorf) über die 312 Meter hohen Dylewska Góra (Kernsdorfer Höhe) führt.

Persönlichkeit Gerhard von Essen (1932–2002), deutscher evangelischer Theologe und Politiker (SPD)

Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Diashow Bednarken Bildarchiv Ostpreußen: Bednarken Kr. Osterode (Ortsplan, Stand vor 1945)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Ostróda