Vogtendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Stadtsteinach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Vogtendorf hat eine Fläche von 1,893 km². Sie ist in 143 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 13240,92 m² haben.
Geografie Der Weiler bildet mit dem südlich gelegenen gleichnamigen Weiler eine geschlossene Siedlung. Unmittelbar westlich entspringt der Vogtendorfer Bach (im Unterlauf Haslerbach genannt), einem linken Zufluss der Unteren Steinach, der sich in das Gelände tief einschneidet. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Guttenberg zur Kreisstraße KU 13 (1,1 km südöstlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße bei Bergleshof (1,6 km nordöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1333 als „Vokendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Vocko.Ortsteile auf der Website gemeinde-guttenberg.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Vogtendorf aus zehn Anwesen. Das Hochgericht über neun Anwesen (5 Höfe, 2 Güter, 2 Gütlein) übte das bambergische Centamt Stadtsteinach aus. Grundherr war das Kastenamt Stadtsteinach. Über ein Anwesen hatte das Burggericht Guttenberg das Hochgericht. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Marktschorgast auszuliefern. Grundherr des Hofes war das Rittergut Steinenhausen.
1802 kam Vogtendorf zum Kurfürstentum Bayern. Mit dem Gemeindeedikt gehörte der Ort zum 1808 gebildeten Steuerdistrikt Stadtsteinach. 1811 wurde es dem Steuerdistrikt Zaubach zugewiesen, 1812 dem Steuerdistrikt Guttenberg. Zugleich entstand die Gemeinde Vogtendorf, zu der auch das guttenbergische Vogtendorf gehörte. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die Ruralgemeinde Vogtendorf ohne den guttenbergischen Teil. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Münchberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Münchberg. 1840 wurde die Gemeinde an das Landgericht Stadtsteinach und an das Rentamt Stadtsteinach überwiesen (1919 in Finanzamt Stadtsteinach umbenannt). Ab 1862 gehörte Vogtendorf zum Bezirksamt Stadtsteinach (1939 in Landkreis Stadtsteinach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Stadtsteinach (1879 in Amtsgericht Stadtsteinach umgewandelt). Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 1,895 km². Am 1. April 1971 wurde Vogtendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Stadtsteinach eingegliedert.
Baudenkmäler Zwei Martern
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987Einwohner 66 62 72 73 71 64 66 58 72 77 83 72 60 59 67 71 74 66 42 58 53 44 37 27 27HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 8 9 9 9 9 9 9 9Quelle
Religion Vogtendorf ist katholisch geprägt und nach St. Michael (Stadtsteinach) gepfarrt. Bis ins 20. Jahrhundert hinein gab es nur wenige Protestanten. Diese sind bis heute nach St. Georg (Guttenberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Stadtsteinach) Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1333 Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Kulmbach