Die Rheinpfalz ist ein ehemaliges deutsches Fahrgastschiff.
Geschichte Über die Geschichte des Schiffes sind verschiedene Versionen im Umlauf. Laut Dieter Schubert wurde das Schiff 1909 bei Sachsenberg in Roßlau an der Elbe als Dampfschiff gebaut und 1955 bei Fiebig in Berlin motorisiert. Es trug zunächst den Namen Dorothee.Dieter Schubert: Deutsche Binnenfahrgastschiffe. Illustriertes Schiffsregister, Berlin 2000, ISBN 3-933177-10-3, S. 438 Nach Angaben Kurt Groggerts ist das Schiff aber noch älter und soll bereits um 1890 von den Gebrüdern Sachsenberg in Dessau gebaut worden sein. Übereinstimmend wird aber auch hier angegeben, dass das Schiff zunächst den Namen Dorothee trug und einen Dampfantrieb hatte. Laut Groggert war die DorotheeZur Schreibweise des Namens und einer eventuellen Abbildung siehe diese Diskussion! zeitweise bei der Reederei Willi Bittkow im EinsatzHiernach scheint es zeitweise zwei Schiffe namens Dorothee nebeneinander bei Bittkow, der den Dorotheenhof bei der Plauer Schleuse betrieb, gegeben zu haben. und wurde 1955 von Kurt Hinze gekauft, der dann den Umbau bei der Fiebig-Werft in Spandau veranlasste. Die Schale des Schiffes, das ab 1956 den Namen Rheinpfalz trug, wurde dabei verbreitert. Das Schiff, damals 23,34 Meter lang und 5,32 Meter breit, wurde laut Groggert im Jahr 1965 bei den Deutschen Industriewerken ein weiteres Mal umgebaut und war danach 31,23 Meter lang.Angaben nach den Zitaten aus: Kurt Groggert, Personenschiffahrt auf Spree und Havel, Berlin 1988, auf www.berliner-dampfer.de 1973 kaufte die Reederei Riedel die Reederei Kurt Hinze samt dem Fahrgastschiff Rheinpfalz. Das Schiff wurde 2002Reederei Riedel, Nachhaltigkeitsbericht 2009... unterwegs zum nachhaltigen Handeln (Digitalisat), S. 6 oder 2003NN, Notausstiege waren mit Tischen verstellt, 28. Juni 2002 auf www.tagesspiegel.de außer Dienst gestellt und durch die Spree-Comtess ersetzt, aber von Riedel in Halle an der Saale als Restaurantschiff und Büro weiter genutzt.
Die Rheinpfalz hatte ihren Liegeplatz in Halle am Riveufer. Im Jahr 2010 wurde das Schiff dort von Randalierern leicht beschädigt.Tobias Fischer: Unbekannte randalieren auf Saaleschiff, 25. Juli 2010 auf meinhallesaale.de
2016 wurde die Rheinpfalz, ebenso wie die Peißnitz, laut einem Zeitungsbericht nach Polen verkauft, nachdem Riedel Insolvenz angemeldet hatte. Es verblieben damals noch zwei Schiffe bei Riedel auf der Saale, die Elfe und die Stadt Halle.Michael Falgowski: Schifffahrt auf der Saale: Reederei Riedel verkauft zwei Schiffe, 18. Mai 2016 auf www.mz.de
Während die Peißnitz nach dem Verkauf 2016 nach Krakau überführt wurde, um dort unter dem Namen Patria weiter genutzt zu werden,Vgl. das Schiffsregister der VEB Yachtwerft Berlin auf www.veb-yachtwerft-berlin.de. wurde die Rheinpfalz offenbar nicht wie geplant aus Halle abgeholt. Im Jahr 2025 lag das marode Schiff immer noch in Halle.
Siehe auch Fridericus Rex (Schiff) ex-Rheinpfalz
Literatur Dieter Schubert: Deutsche Binnenfahrgastschiffe. Illustriertes Schiffsregister, Berlin 2000, ISBN 3-933177-10-3, S. 438 f.
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Einzelnachweise
Kategorie:Passagierschiff (Deutschland) Kategorie:Deutsche Industriewerke