Der Bindenrennvogel (Rhinoptilus cinctus) ist eine Limikolenart, die zur Familie der Brachschwalbenartigen (Glareolidae) gehört.H. Barthel, Ch. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Deutsche Namen der Vögel der Erde Vogelwarte Bd. 58, S. 1–214, 2020

Er kommt in Subsahara-Afrika vor in Äthiopien, Angola, Botswana, Kenia, Malawi, Mosambik, Namibia, Ruanda, Sambia, Simbabwe, Somalia, Somaliland, Südafrika, Südsudan, Tansania und Uganda.

Der Lebensraum umfasst semiaride busch- und baumbestandene Flächen bis 2200 m Höhe.G. L. Maclean und G. M. Kirwan: Three-banded Courser (Rhinoptilus cinctus), version 1.0. In: J. Del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. De Juana (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Rhinoptilus cinctusI. Sinclair, P. Ryan: Birds of Southern Africa. Complete Photographic Field Guide. SASOL, 2009. ISBN 978-1-77007-388-3T. Stevenson, J. Fanshawe: Birds of East Africa. Kenya, Tanzania, Uganda, Rwanda, and Burundi. Princeton University Press, 2002, ISBN 978-0-691-12665-4.

Der Artzusatz kommt von .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Dieser Vogel ist 25 bis 28 cm groß und wiegt zwischen 89 und 150 g. Er ist größer als der Doppelband-Rennvogel (Rhinoptilus africanus), hat ein einzigartiges Muster mit rotbraunem, schwarzem und weißem Band von der Brust bis zum Nacken, der breite weiße Überaugenstreif reicht bis in den Nacken. Die Ohrdecken sind rotbraun. Im Fluge ist die Flügelunterseite großteils weiß mit schwarzen Spitzen der äußeren Handschwingen, die einfarbige Flügeloberseite dunkler braun als beim Doppelband-Rennvogel, der Rumpf ist weiß. Der Schnabel ist schwarz an der Spitze und an der Basis gelb, der Augenring ist gelb bis weißlich, die Beine sind blassgelb. Jungvögel haben gebänderte Armschwingen und mittlere Schwanzfedern.

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt: R. c. cinctus (, 1863), Nominatform – Südosten Südsudans & Nordwesten Kenias R. c. emini , 1914, – Süden Kenias bis Tansania und Nordsambia R. c. seebohmi , 1893, – Südangola und Nordnamibia bis Simbabwe und Norden Südafrikas

Die World Bird List der International Ornithologists’ Union unterscheidet zusätzlich noch:IOC World Bird List Sandpipers, snipes, Crab-plover, coursers R. c. mayaudi , & , 1993, – Äthiopien und Nordsomalia R. c. balsaci , & , 1993, – Südsomalia und Nordosten Kenias

Stimme Der Ruf wird als scharfes „keek-keek“ mit einer sich anschließenden ansteigenden, dann fallenden und schneller werdenden Folge von scharfen „kik“-Lauten beschrieben, auch als wiederholtes „kika-kika-kika“ nachts. Der Kontaktruf ist ein schlichtes „chuick“, der Alarmruf wird als „chuck-a-chuck-a-chuck ...“ oder als ausklingendes „wick-er-wick-er-wick-er ...“ beschrieben.

Lebensweise Die Art ist nachtaktiv und ruht tagsüber unter Büschen, die Nahrung besteht aus Insekten. Außerhalb der Brutzeit bilden sich kleinere Gruppen. Die Brutzeit liegt zwischen März und Juli sowie im Dezember in Somalia, zwischen Januar und Oktober in Äthiopien, hängt von der Regenzeit ab. Hauptsächlich zwischen Juli und September liegt sie in Sambia, August bis Oktober in Simbabwe und Oktober in Südafrika. Der Vogel lebt monogam und ortstreu. Es werden zwei blassgelbliche bis ockerfarbene Eier in eine tiefe Kuhle auf der bloßen Erde gelegt, bevorzugt unter Baum oder Busch in deren Schatten. Nach Ablage des letzten Eies wird über 25 bis 27 Tage von beiden Elternvögeln gebrütet.

Gefährdungssituation Die Art gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur Th. Heuglin: Hemerodromus cinctus. In: Ibis, Bd. 5, S. 31, 1863, Biodiversity Library

Weblinks

Birdlife eBird Xeno-canto Oiseaux.net Macaulay Library Multimedia

Einzelnachweise

Kategorie:Brachschwalbenartige