Wladimir Romanowitsch Solowjow (; * in Sankt Petersburg; † 10. Juli 1968 in Moskau) war ein sowjetischer Theater- und Film-Schauspieler, Theaterregisseur und Synchronsprecher.

Leben und Leistungen Solowjow besuchte zunächst ab 1923 eine Schule für technische Berufe und arbeitete in einer Schlosserei. 1927 begann er beim Theater des Leninschen Komsomol (Lenkom-Theater) als Darsteller und Regisseur zu wirken und blieb diesem Haus bis zu seinem Tod verbunden. 1931 schloss Solowjow die Schauspielschule des Moskauer Theaters der Jungarbeiter ab. Im selben Jahr spielte er in einer Inszenierung von Fjodor Fjodorowitsch Knorres Тревога (Trewoga, 1931) und war zugleich Mitglied des Produktionsteams.Biografie Solowjows auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 31. Juli 2021

Sein Filmdebüt gab Solowjow 1936 in Wera Strojewas Поколение победителей (Pokolenije pobeditelei). Es folgte der Historienfilm Победа (Pobeda = Der Sieg, 1938), in dem er erstmals eine Hauptrolle verkörperte. Weitere gab der dunkelhaarige Darsteller 1944 in Дни и ночи (Dni i notschi; Tage und Nächte) und 1957 in Leningrader Sinfonie. 1939 war er in В поисках радости, der Verfilmung eines Romans von Fjodor Panfjorow, zu sehen. In seiner Laufbahn porträtierte Solowjow auch viermal das sowjetische Staatsoberhaupt Michail Kalinin, zunächst 1949 in Die Welt soll blühen und Die Stalingrader Schlacht – Teil 2 und anschließend in Feindlicher Wirbelwind (1953) und Ровесник века (Rowesnik weka, 1960). Mit Сказка (Skaska = Märchen, 1963) und Три вакансии для светил (Tri wakansii dlja swetil, 1965) war er auch an zwei Bühnenaufzeichnungen beteiligt.

Bekanntheit erlangte Solowjow außerdem als Synchronsprecher. Er war an den russischsprachigen Fassungen von über 40 Filmen aus den Unionsrepubliken sowie dem Ausland beteiligt. Darüber hinaus lieh er einer Figur im Animationsfilm Пересолил (Peressolil) nach einer Erzählung Anton Tschechows seine Stimme.Filmografie Solowjows auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 31. Juli 2021

Solowjow starb 58-jährig in Moskau und wurde auf dem Wagankowoer Friedhof, Abschnitt 15, Nr. 19, beigesetzt.Foto des Grabes auf kinosozvezdie.ru, abgerufen am 1. August 2021

Ehrungen Er war Träger folgender Titel und Auszeichnungen:

Verdienter Künstler der RSFSR (1943) Verdienter Künstler der Usbekischen SSR (1943) Ehrenzeichen der Sowjetunion (1947) Orden des Roten Banners der Arbeit (1948) Stalinpreis (1950) für Константин Заслонов (Konstantin Saslonow) Volkskünstler der RSFSR (1965)

Filmografie (Auswahl)

Weblinks

Profil Solowjows auf der Internetseite des Lenkom-Theaters (russisch)

Einzelnachweise

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