mini|Hinweistafel an der Daneilshöhle Simon Bingelhelm, genannt Tausendteufel von Halberstadt (* um 1565 in Halberstadt; † 2. Juni 1600 in Gröningen), war ein des mehrfachen Mordes und anderer Taten beschuldigter und schließlich hingerichteter Mann.
Geschehen Im Frühjahr 1600 wurde ein Mann im Gebiet des Bistums Halberstadt gefangen genommen, von dem angenommen wurde, dass er ein Serientäter sei. Im Laufe der mehrfachen Verhöre gab der Mann an, dass sein bürgerlicher Name Simon Bingelhelm laute und er in Halberstadt geboren worden sei. In den Verhören, die auch unter Folter stattfanden, gestand er über 70 Straftaten, darunter die Beteiligung an 26 Morden und an der Brandstiftung des Klosters Drübeck im Jahre 1599.
Im Protokoll des Verhörs wurde u. a. notiert:
Literatur Jörg Brückner: Aus der Kriminalgeschichte des Bistums Halberstadt. Die Verbrechen von Tausendteufel und anderer böser Buben. In: Adolf Siebrecht (Hrsg.): Geschichte und Kultur des Bistums Halberstadt 804–1648. Symposium anläßlich 1200 Jahre Bistumsgründung Halberstadt, 24. bis 28. März 2004, Protokollband Halberstadt 2006, S. 669–677.
Einzelnachweise
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